Pheromon – Sie sehen dich (Bd.2)


| Pheromon – Sie sehen dich  |  Rainer Wekwerth und Thariot | Planet!, 2018 |  978-3522505543 | 17,00 € | 

Achtung, ihr Lieben: Dies ist Band 2. Man kann ihn lesen, da es manche Erinnerungsstützen gibt und sich so einigen Dinge aus Band 1 erschließen. Allerdings fehlen euch viele Informationen und zu einigen Figuren könnt Ihr keine richtige Beziehung aufbauen. 

Stell dir vor, die Menschheit steht vor dem Abgrund – in Gegenwart und Zukunft. Denn du hast etwas schreckliches herausgefunden: Es herrscht Krieg, und niemand hat es bemerkt!
Du gehörst zu einer kleinen Gruppe von Auserwählten, die die fremden Invasoren aufhalten können. Weil jeder von euch besondere Fähigkeiten besitzt.
Allein bist du aufgeschmissen, aber zusammen seid ihr stark: Ihr seid „Hunter“, geschaffen in der Zukunft, um das Schicksal der Welt zu verändern!

Wenn du denkst, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, hast Du dich getäuscht. Ja Du, du Leser, der meinte in Teil 1 von „Pheromon“ ging es hoch her. Da haben sie dich kalt erwischt, der Thariot und Rainer Wekwerth. Mit ihren neuen Charakteren, denen Du gar nicht überdrüssig werden kannst?

Richtig? Du kannst gar nicht meckern, weil es wenig zu meckern gibt. Ja klar, ich sehe, dass Du nicht der normalen Zielgruppe angehörst. Du bist eher so 30+ und fühlst Dich trotzdem in den blauen Pheromon-Seiten zu Hause. Gib es zu! Ich sehe es an deinen Augen, dass du jedes Wort aufgesogen hast, als wärst du ein Schwamm.

Sie sind zu spannend gewesen, zu wohlformuliert. Immer und immer weiter musstest du lesen, damit sich der Spannungsbogen steigern konnte, der so perfekt ausgefeilt war. Was gibt es da zu seufzen? Die Autoren können es – geben Dir wenig Zeit zum Verschnaufen. Die Erzählstränge werden sich erst am Ende vermischen, das ahnst du bereits wieder auf den ersten Seiten. Kurz hast du gedacht: „Ach, wie das letzte Mal.“ Nur um festzustellen, dass die nicht mehr vorhanden Charaktere durch bessere ersetzt wurden. Und ja: Du magst sie trotzdem. Das merke ich daran, wie du an Carl denkst, der ein wahres Mysterium ist und dich schier wahnsinnig gemacht hat, mit seiner gewählten Ausdrucksweise und seinem „nichts sagen, aber alles wissen.“

Oder wie war die Phase für dich, als Giovanella Muscat immer weiter forschen und suchen wollte und Du sie lieber festgehalten hättest? Aber so geht das nicht, mein lieber Leser. Du hast dich in die Hände von Thariot und Herrn Wekwerth begeben und warst/bist völlig ausgeliefert. Und du willst sie anschreien oder eine böse E-Mail schreiben – das sehe ich genau. Und ich weiß auch warum, weil das Ende famos ist, abrupt und deine Nerven gespannt sind, was da noch so passieren kann im Jahr 2118 oder doch 2018. Wie lange wir wohl warten müssen?