Young Elites Bd.2 & Bd.3


 | Young Elites: Das Bündnis der Rosen  |  Marie Lu | Übers. Sandra Knuffinke und Jessica Kumina | Loewe, 2017 |  978-3785584156 | 18,95 € |

| Young Elites: Die Herrschaft der weißen Wölfin |  Marie Lu | Übers. Sandra Knuffinke und Jessica Kumina | Loewe, 2018 |  978- 3785584163 | 18,95 € | 

Vorsicht! Wer den ersten bzw. letzten Band noch nicht gelesen hat, sollte Abstand von meiner Rezension nehmen, da ich die Bände zusammenfasse. Es kann also gut sein, dass ich etwas verrate, was Ihr noch gar nicht wissen könnt. Ich bitte um Verständnis.

Band 2:

Adelina hat nur ein Ziel vor Augen: Rache. An der Inquisition, den weißen Soldaten, die sie beinahe getötet hätten, und an der Gemeinschaft der Dolche, von der sie verraten und verstoßen wurde. Unter dem Namen Weiße Wölfin sucht sie gemeinsam mit ihrer Schwester nach weiteren Begabten, um ein eigenes Bündnis zu schließen. Mit dessen Hilfe wollen sie der grausamen Verfolgung durch die Inquisition für immer ein Ende bereiten. Aber Adelina ist alles andere als eine Heldin. Ihre finsteren Kräfte entgleiten mehr und mehr ihrer Kontrolle. Verzweifelt kämpft sie gegen diese innere Dunkelheit an – und droht den Kampf zu verlieren.

Band 3:

Adelina ist endlich an ihrem Ziel angelangt: Sie sitzt auf dem Thron von Kenettra. Ihre Herrschaft als Weiße Wölfin ist grausam. Erbarmungslos rächt sie sich an ihren Widersachern.
Als jedoch eine Gefahr auftaucht, die das Leben aller Begabten bedroht, ist Adelina gezwungen, mit ihren Feinden zusammenzuarbeiten. Mit der verhassten Gemeinschaft der Dolche macht sie sich auf eine riskante Reise, um sich selbst, ihre Schwester und ihr Königreich zu retten. Doch die widerwillig geschlossene Allianz und Adelinas stetig zunehmende innere Dunkelheit scheinen die Mission zum Scheitern zu bringen …

Ist es nicht Luxus, eine Trilogie einfach zu Ende lesen zu können? In einem Rutsch, ohne warten zu müssen? Ich habe mir diesen Luxus gegönnt und kann nun sagen, Adelinas Geschichte ist vorbei. Sie begann nie wie ein Märchen und endet definitiv nicht wie ein Märchen, aber mit einer großen Geste.

Adelina war immer ein schwieriger Charakter. Sie ist stur, mächtig und egoistisch. Sie ist nicht das kleine Mädchen von nebenan, dass sich beeinflussen lässt. Und ja, in Band 1 hat mich das wahnsinnig gestört. Sie war anders, man kannte so eine große Antiheldin gar nicht. Sie will Macht, sie bekommt Macht und auf ihrem Weg dahin, wächst kein Gras mehr – nirgends.

Auch in Band 2 und 3 wird sie nicht netter. Zwar bekommt der Leser einen besseren Einblick in das, was Adelina berührt und wie sich die Dämonen in ihrem Innern streiten, aber netter wird sie dadurch nicht. Ihren harten Panzer können nur ihre Schwester und neue Gefährten durchbrechen.

Auf ihren Weg haben wir einige Leichen zu verzeichnen und damit meine ich nicht nur die, die nicht namentlich erwähnt werden und nur Fußvolk sind. Wir verlieren Freunde, Charaktere, die mir mehr ans Herz gewachsen sind als Adelina. Während sie im zweiten Band, um das Recht kämpft, die Größte zu sein und endlich den Thron zu besteigen, sitzt sie im dritten Band fest im Sattel. Immer mehr Land will sie unterjochen und nebenbei noch ihre Schwester finden, die erkannt hat, dass Adelina nicht mehr sie selbst ist. Die Entwicklung in den drei Bänden ist kontinuierlich sichtbar. Während Adelina immer härter wird und sich die Stimmen in ihrem Kopf mehr als einen Tod wünschen, wandeln sich die Charaktere an ihrer Seite zum Guten.

Adelinas Schwester wird weise, lernt ihre Gabe für das Gute zu nutzen und erkennt, dass Freunde viel wert sind. Magiano lernt mit seinen Gefühlen zu leben und seine Vergangenheit zu verstehen.

Selten habe ich es erlebt, dass sich ein großer Knall so lange aufbaut und dann tatsächlich funktioniert. Jetzt ergeben all die Anekdoten am Anfang der Kapitel Sinn.  Jetzt erst sehe ich klar, dass es nur einen Schluss geben kann. Jeder Kriegsherr braucht seine Zeit, geht in die Geschichte ein und hinterlässt verbranntes Land. Adelina macht es genauso. Ihre Geste ist aber viel größer und viel liebevoller als alles, was sie je getan hat. Und da wird klar, dass in jedem Menschen, egal wie böse er ist, ein Funken glimmt, der Gutes tun kann.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s