Wer ist eigentlich Lennart Malmkvist?

| Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen  |  Lars Simon  | dtv, 2017 |  978-3423216517 | 9,95 € |

| Lennard Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen  |  Lars Simon | dtv, 2017 |  978-3423217040| 9,95 € | 

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Band 1:

Der Beginn einer fantastischen Reise … Göteborg. Im Leben des erfolgreichen jungen Unternehmensberaters Lennart Malmkvist geschehen sonderbare Dinge. Ein Leierkastenmann in rotem Frack und zerbeultem Zylinder verfolgt ihn nicht nur am helllichten Tag, sondern bis in seine Träume, er verliert kurzzeitig die Sprache, was ihm die fristlose Kündigung einbringt, und schließlich vermacht ihm sein skurriler Nachbar, der alte Buri Bolmen, auch noch seinen Zauber- und Scherzartikel laden – inklusive übellaunigem Mops. Alles ziemlich seltsam, bis es noch seltsamer wird. Mops Bölthorn beginnt während eines Gewitters zu sprechen: Lennart sei der Auserwählte. Er müsse sein magisches Erbe annehmen und außerdem den Mord an Buri aufklären. Mord? Magisches Erbe? Ein Hund, der spricht? Lennart sieht sich bereits auf der Couch eines Therapeuten … Doch am Ende behält Bölthorn recht, und es geht um weitaus mehr als schlichte Magie.

Band 2:

Der Trindemossen, ein Wald voller Magie am Rande Göteborgs, birgt viele Geheimnisse. Gemeinsam mit Mops Bölthorn macht Lennart Malmkvist sich dahin auf, um Prof. Dr. Titus Hellström zu besuchen. Er soll Lennart dabei helfen, endlich die Dunklen Pergamente in seinen Besitz zu bringen. Aber Hellström wirkt seltsam entrückt, und die Polizei ist vor Ort: Offenbar wurde Hellströms Frau entführt … Ein weiteres Mal versucht Lennart, Ordnung in das magische Chaos um sich herum zu bringen. Und muss sich am Ende entscheiden: zwischen den Dunklen Pergamenten und Bölthorn, den er nun doch ins Herz geschlossen hat.

Heute stelle ich euch gleich zwei Bücher vor, denn Lars Simon hat wunderliche Charaktere geschaffen, die bereits in zwei Romanen auftauchen dürfen. Für kuriose Charaktere, wunderliche Begebenheiten und eine Prise Mord bin ich immer zu haben. Zudem treffen wir auf einen sprechenden Mops und nur Einhörner mag ich lieber 😉

Im ersten Teil lernen wir Lennart kennen. Der lebt allein in einer Gegend, in der die Nachbarn Scherzartikel kaufen können. Auch Lennart geht gerne in den Laden von Buri. Eines Tages jedoch scheint Buri nicht da zu sein und nur der Mops schaut Lennart an. So beginnt das Problem. Nicht nur, dass der Mops sprechen kann, er ist auch ein Magnet für komische Situation, die der Autor Lars Simon super einfangen kann. Nie wirken die Szenen gewollt lustig, sondern scheinen sich einfach so zu ergeben. Ich möchte wissen, wie lange er für so viel Leichtigkeit gebraucht hat.

Bis aber jedoch die eigentliche Geschichte in Fahrt kommt und Lennart tatsächlich an ein Verbrechen und seine Bestimmung glaubt, vergehen viele Seiten. Scheinbar entwickelt der Roman keinen Spannungsbogen, verliert sich in Charakterbeschreibungen und Gesprächen.

Doch dann wird es besser. Ab der Hälfte sitzt der Leser in einer Achterbahn, denn die Spannung steigt rasant und gleicht einer Berg- und Talfahrt. Manchmal sind es Fettnäpfchen, die Lennart nicht auslassen kann oder einfach eine „Ermittlungssackgasse“, die mich etwas Luft holen lässt.  Tatsache ist: ab der Hälfte fühlte ich mich gut unterhalten und der Mops ist einfach spitze!

Einen richtige Cliffhanger gibt es am Ende nicht, aber man merkt, dass da noch was kommt. In Lennart steckt viel Potenzial, weil er den Mops nicht mehr loswird und auch das Ermitteln mit ihm sehr viel Spaß macht. Ich stellte mir nur die Frage, ob der zweite Band nahtlos anknüpft oder ich noch mal eine kleine Spannungsdurststrecke erleben würde.

Von Band 2 möchte ich euch gar nicht so viel verraten, denn dieser ist noch besser, geheimnisvoller und rasanter. Was ich beim ersten Band zu bemängeln hatte, gibt es in diesem Roman gar nicht. Die Spannung ist sofort da, denn es gibt keine lange Einführung in die Geschichte. Der Autor geht davon aus, dass die Charaktere bekannt sind und schon geht  es los. Diesmal treffen wir  auf Dr. Titus Hellström, der eigentlich Lennart gelten soll. Aber dazu kommt es erst einmal nicht, denn der wird wieder in einen Fall verwickelt, der es in sich hat. Es geht natürlich auch wieder um die Macht, die Lennart hat, aber irgendwie kommt er mit seiner Bestimmung nicht weiter. Es müssen erst einmal die Unwägbarkeiten ausgeräumt werden. Bölthorn ist auch wieder mit von der Partie und sorgt für ordentlichen Wirbel.

Das Schlimme am zweiten Band ist, dass er den Leser in der Luft hängen lässt. Viele ungeklärte Fragen, Lennart weiß mit sich nicht wohin und dann? Dann ist das Buch zu Ende. Skandal! Mal sehen, wann der Mops und Lennart wieder in der Bücherwelt auftauchen werden.

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