Pheromon – Sie riechen dich



| Pheromon – Sie riechen dich  |  Rainer Wekwerth & Thariot  | Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 2018 |  978-3522505536 | 17,00 € | 

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Stell dir vor, du bist siebzehn Jahre alt. Du stehst vor dem Spiegel und entdeckst in deinen Augen einen goldenen Schimmer, der vorher nicht da war. Aber das ist nicht alles. Plötzlich kannst du die Gefühle der Menschen riechen, brauchst keine Brille mehr und löst die schwierigsten Matheaufgaben im Kopf.
Irgendwie cool.
Irgendwie verstörend.
Noch während du dich fragst, was mit dir los ist, beginnt ein Abenteuer ungeahnten Ausmaßes. Ein Kampf um das Schicksal der ganzen Welt – und du bist mittendrin.

Manche Dinge können wir einfach nicht riechen. Ich zum Beispiel mag Ingwer nicht riechen, trinken oder essen ist aber völlig okay. Manche Menschen können nach bestimmten Gerüchen erst einmal nichts essen und wenn etwas schlecht riecht, rümpfen wir die Nase. Unser Geruchssinn ist manchmal wirklich nützlich und das nicht nur, wenn wir selber merken, das unser Deo versagt hat.

Aber was wäre, wenn du plötzlich ALLES riechen könntest? Also nicht nur oberflächlich, sondern auch das, was zwei Häuser weiter passiert oder den Brand Kilometer von dir entfernt?

„Pheromon- Sie riechen dich“ spielt auf eine andere Art mit diesem Gedanken. Und das begann so toll, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Im Jahr 2018 begleiten wir Jake, einen normalen Jungen. Er trägt eine Brille, wird von Heuschnupfen geplagt und ist eher so der Durchschnittstyp. Das ändert sich schlagartig, denn plötzlich kann er besser riechen und auch besser sehen. Was da abgeht? Er hat keine Ahnung.

In einem anderen Erzählstrang, der im Jahr 2118 spielt, begleiten wir Travis. Ein älterer, recht abgehalfterter Mann, der versucht, etwas wiedergutzumachen. Er ist Arzt und versucht Menschen zu helfen, die auf der Straße leben. Was das miteinander zu tun hat?

Richtig klar war mir der Zusammenhang nicht, als ich immer weiter in die Geschichte abgedriftet bin. Travis und auch Jake wuseln durch ihre eigene Zeit. Beide haben Bekannte, Freunde und entdecken gleichzeitig, getrennt voneinander, komische Dinge in ihrer Welt.  Bei Jake ist es ein Mädchen, dem plötzlich alle folgen. Dazu noch seine körperlichen Verbesserungen – was erst als Traum beginnt, wird mit der Zeit zum Albtraum.

Bei Travis liegt die Sache etwas anders und mit der Zeit war ich viel lieber bei ihm im Jahr 2118. Travis ist ein gebrochener Mann, dem ich jeden Gedanken geglaubt habe. Er setzt sich für die Schwachen ein und eines Tages (nicht ganz plötzlich) hat er Feinde. Auch ihm fallen einige Dinge auf, die es so nicht geben kann. Als ein Mädchen von ihm behandelt wird und ihm komische Dinge an ihr auffallen, wird er immer neugieriger. Das tolle an der Welt von Travis ist, dass es technische Geräte gibt, die man sich wirklich gut vorstellen kann. Die Behandlungsmethoden sind viel schneller und ganz abwegig sind die ganzen Erfindungen und Gedankengänge nicht.

Während sich die Zeitstränge scheinbar nebeneinander her bewegen, lese ich immer schnell damit der große Knall passiert. Beide Protagonisten bringen sich mit ihren Freunden immer wieder in Gefahr und geraten tiefer in die Gewaltspirale rund um das Geheimnis der Pheromone hinein.

Leider, leider und ich ärgere mich wirklich, kann ich mit dem Ende – dem großen Knall – nicht viel anfangen. Der ganze Aufbau der Geschichte sagt mir wirklich zu, aber am Ende ist es einfach zu viel. Wie die Zeitzonen nachher zusammengepresst werden, ergibt plötzlich keinen Sinn. Erst ist es so und eine Seite weiter anders und ich bin völlig verwirrt. Es wird zu dick aufgetragen. Eine Lösung aller Probleme (fast) hätte nicht sein müssen, zudem der Einbau eines Cliffhangers. Da war ich dann raus.

Während ich weiter über das Buch nachdachte, fiel mir auf, dass es über sehr viel Gewaltpotential verfügt. Drogen, Schlägereien und ähnliches sind nicht selten. Es soll ab 14 gelesen werden, dem stimme ich in vielen Punkten zu. Der Leser in diesem Alter sollte aber damit nicht allein gelassen werden. Zudem haben Alan und auch Travis eine sehr derbe Ausdrucksweise, die tatsächlich sehr passend ist. Diese muss aber wirklich gemocht werden.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich am Anfang sehr begeistert war, ich mir aber ein anderes, nachvollziehbares Ende gewünscht hätte. Ich vergebe 3,5 Bücherpunkte und bitte jeden, der es lesen möchte, tatsächlich zu zu greifen.

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