Die Liebe zu Buchhandlungen

| Die Welt in Seiten – Liebeserklärungen an Buchhandlungen  |  Hrsg. von Henry Hitchings  | Atlantik, 2017 |  978-3455001204 | 20,00 € | 

Das Cover führt Euch zum Buch! (Affiliate Link)

Daniel Kehlmann sinniert über die Zukunft des Buchhandels und den dringlichen Wunsch, nicht angesprochen zu werden. Saša Stanišic’ geht der Frage nach, wie man in einer neuen Stadt einen »Dealer« findet, ohne an einen Besserwisser zu geraten oder – noch schlimmer – an jemanden, der sich erkundigt, ob man denn »den und den Klassiker bereits probiert hat«. Elif Shafak beschwört die Atmosphäre einer Istanbuler Buchhandlung herauf – ihr Chaos und ihre Vielfalt, den Geruch nach Tabak und Kaffee – während Ali Smith den Geheimnissen nachspürt, die sich zwischen den Seiten antiquarischer Bücher verbergen. 15 Schriftsteller aus aller Welt schwelgen in Erinnerungen und erörtern die soziale, kulturelle und politische Funktion von Buchhandlungen, stellen Läden vor, über die sie zufällig gestolpert sind und die sie lieben gelernt haben – ob in Bogotá oder Delhi, in London oder Berlin, in Kopenhagen oder Nairobi.

Ich habe ein Kleinod entdeckt, das ich nicht mehr hergeben werde. Ich bin immer noch ganz verliebt bzw. verzaubert von soviel Liebe zum Buch.

Fast unscheinbar kräuselt sich das Lesebändchen über dem Cover. Nach den ersten Seiten kann ich das echte benutzten, um eine Pause zu machen. In dem Buch versammeln sich Autoren und gedenken an Buchhandlungen, die sie einmal besucht haben, die es nicht mehr gibt oder die umgezogen sind. Wer von uns hat keine Beziehung zu einer Buchhandlung?

Ich habe ein Praktikum in einer Buchhandlung gemacht, wusste in meiner >Heimatstadt, welche Buchhandlung ich mag und um welche ich einen Bogen mache. EIne feste Überzeugung von mir ist, dass jeder einen Buchhändler seines Vertrauen haben sollte und ich mag es, wenn mein Buchhändler mir sagt: „Natürlch Frau Huhnke. Wir legen die Bücher zurück, kein Problem.“ All das ohne, dass ich meinen Namen sagen muss 😉

Die Aufsätze und Geschichten können unterschiedlicher nicht sein. Eine Autorin legt sich mit einer Buchhändlerin an, der nächste steht auf einem Bürgersteig und wundert sich, dass seine Buchhandlung nicht mehr am Platz ist.

Es wird klar, dass nicht nur Bücher Menschen verändern, sondern auch diejenigen, die sie empfehlen und verkaufen. Ich fühlte mich wohl, wollte jede Buchhandlung am liebsten selbst besuchen und war traurig, wenn sie schließen musste.

Schön ist, dass man einen Einblick in andere Länder und Sitten erhält. In Neu Delhi ist eine Buchhandlung in den 70ern etwas anders als in London. Auch andere Bücher gab es dort und man hatte Angst, dass einem angesehen wurde, dass man arm wahr.

Lieber Atlantik Verlag: ein tolles Buch, das ihr herausgebracht habt. Danke!

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