Der Weg des Bogens


|  Der Weg des Bogens | Paulo Coelho | Übers. Maralde Meyer-Minnemann| Diogenes, 2017 |  978- 3257069488 |  18,00 € | 

Das Cover führt Euch zum Buch!

Tsetsuya ist der beste Bogenschütze des Landes. Er lebt als Tischler in einem abgelegenen Tal. Als ein ehrgeiziger anderer Bogenschütze ihn aufspürt und sich mit ihm messen will, stellt er sich der Herausforderung. Doch seine Lehren gibt er nicht an ihn, sondern an einen einfachen Jungen in seinem Dorf weiter.

Gibt es in einem Jahr keinen neuen Coelho bin ich schon recht traurig. Es ist immer ein Highlight für mich, wenn ich ein neues Buch aus dem Diogenes Verlag in der Hand halte und ahne, welche Welten sich in ihm verbergen werden.

Es ist die Welt des Bogens, der ein teil von uns selbst werden soll, wenn wir ihn benutzten. Nachvollziehbar ist das Ganze erste einmal nicht -jedenfalls nicht für mich, die noch nie einen Bogen in der Hand gehalten hat. Aber wie immer versteckt sich in den Sätzen und Bildern, eine tiefere Botschaft. Es ist die Lehre, das Leben mit sich selbst in Einklang zu bringen.

Bogenschießen verlangt Ruhe, ein ruhiges Auge, die Präzision in sich selbst zu ruhen. Es sind Allegorien, die hier verwendet werden und die nicht nur ein Bogenschütze verstehen sollte.

In jedem Satz versteckt sich ein Sinn, eine Botschaft, die auf unser Leben angewendet werden kann. Mit Ruhe lässt sich vieles besser ertragen oder sogar verändern. Missgunst, Ärger und Sturheit bringen den Pfeil nicht ans Ziel. So wie ein Schütze seinen Bogen und seinen Pfeil lenken und pflegen muss, müssen wir auch mit uns und unserem Leben umgehen. Nicht jeder Satz war für mich sofort verständlich. Oft brauchte ich einen Augenblick um zu verstehen, was der tiefere Sinn für mich sein könnte. Das Buch kann mit dem „Handbuch des Kriegers des Lichts“ verglichen werden. In letzterem habe ich vor Jahren sehr viele Notizen gemacht und es zählt heute noch zu meinen Lieblingsbüchern.

„Der Weg des Bogens“ wirkt leider etwas aufgebläht. Obwohl die Zeichnungen passend und sehr schön sind, machen sie deutlich, wie wenig Text sich im Buch befindet. Zwar sind die gewählten Worte, die Sätze bilden, schön und weise gewählt, aber ein richtiges Buch ergeben sie nicht. Eine Sammlung – so würde ich es nennen, denn die Geschichte um den Bogenschützen und seinen Schüler bildet nur einen knappen Rahmen, den der Leser schnell vergisst.

Wer eine richtige Geschichte lesen möchte und trotzdem etwas für sein Leben lernen will, dem sei eher „Aleph“ oder „Der Zahir„. In meiner Sammlung darf dieser kleine Schatz mit den Zeichnung von Christoph Niemann nicht fehlen.

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