Was kann einer schon tun?


| Was kann einer schon tun?  | Peer Martin | Oetinger, 2017 |  978-3789108679 | 8,99 € | 

Das Cover führt Euch zum Buch!

Nicht wegschauen! Lesen! Handeln! Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Nizza, Istanbul und Berlin führt Peer Martin vier fiktive Gespräche an vier verschiedenen Orten. Er spricht mit seinem Hund Lola, seinen drei Kindern, einem jungen somalischen Flüchtling und einer deutschen Jugendlichen.

Immer wieder begegnen wir der Frage, was einer schon tun kann. Hilft es, wenn ich alleine auf Plastiktüten verzichten? Wenn ich 5 Euro spende für den Regenwald? Nützt es etwas, wenn ich mich ehrenamtlich betätige und andere mich belächeln?

Peer Martin greift Themen auf, die gerade jetzt nicht wichtiger sein könnten. Ich kenne auch sein Buch „Grenzlandtage“,  in dem es um Flüchtlinge geht, die sich verstecken. Mit „Was kann einer schon tun?“, wird eine wichtige Frage gestellt, die auch Kinder und Jugendliche belastet.

Es heißt immer, dass wir unseren Kindern etwas hinterlassen. In meiner Jugend habe ich diesen Satz  bereits gehört und auch jetzt taucht er oft genug auf. Jede Generation, die nachfolgt, hat ein Päckchen zu tragen. Aber was ist, wenn es nichts mehr zu tragen gibt? Oder keine nächste Generation mehr?

Peer Martin versucht in fiktiven Gespräche herauszufinden, was seine Kinder erwarten wird. Warum wird seine Tochter mal deine Wale mehr sehen? Warum denke wir, dass eine Plastiktüte weniger im Meer, nicht gerade diesen Wal retten würde? Es sind Gespräche, die mich wirklich berührt haben. Gibt es diesen Menschen, der so herzensgut denkt? Über Frieden redet, wie etwas ganz zerbrechliches, an dem wir alle arbeiten müssen? Wir Menschen reden viel darüber. Eigentlich wissen wir, wie es gehen sollte. Mehr Fahrrad fahren, weniger schädige Autos nutzen, Atomenergie nicht nutzen. Wir wissen es und tun nichts. Wir verweisen auf die nächsten, die, die alles besser machen werden. Aber wir müssen ein Wegweiser sein, wir im kleinen und wir im Großen. Das will Peer Martin sagen, mit Worten ausdrücken, die schon ein Jugendlicher sagen und denken kann, die ein Mensch denken kann, der seine Heimat verlasen musste, weil andere Menschen nicht zuhören.

„Was kann einer schon tun?“ wird in der Masse der Jugendbücher untergehen. Kein Jugendlicher wird nicht darauf stoßen, wenn wir es nicht präsentieren. Und was passiert dann? Wenn nur einer liest, was hier geschrieben steht und nur einer denkt, dass er alles ändern kann, vielleicht ist er, der erste Dominostein der fällt….

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