[Kreativ] Kreativität ist nicht immer da!

Kreative Foto-Aufgaben | Lars Poeck | Humboldt, 2017 | 978-3869103662 | 26,99 €

 

Suche nach natürlichen Linien! Denke in Schwarz-Weiß! Erzähl mit deinem Bild eine ganze Geschichte! Mit dem Projekt 52 stellt Lars Poeck Woche für Woche eine kreative Foto-Aufgabe. Gleichzeitig vermittelt er das nötige Grundlagenwissen. Jede der spannenden Aufgaben fordert die Hobbyfotografen heraus. Das Ergebnis: Ungewöhnliche Bildausschnitte, neue Perspektiven, fotografische Blicke über den Tellerrand.
Die Lust, die Kamera in die Hand zu nehmen und eigene Ideen zu entwickeln, kommt dabei von allein: Der perfekte Ratgeber für alle, die mit Spaß kreative Fotos machen möchten!


Die kleine Fotoschule | Michael Groer | Humboldt, 2017 | 978- 3869103631 | 26,99 €

So machen auch Einsteiger und Hobbyfotografen richtig gute Fotos: Die kleine Fotoschule erklärt sensationell verständlich, worauf es beim Fotografieren ankommt. Welches Zubehör brauche ich? Was muss ich bei meiner Kamera einstellen? Wie setze ich Blende oder Belichtungszeit ein? Wie werden meine Fotos richtig scharf? Alle Grundlagen der Fotografie werden einfach und praktisch erklärt. Im großen Workshop- Kapitel werden inspirierende Bildbeispiele Schritt für Schritt erklärt. Verlässlich wie ein Kochrezept: So lernen Anfänger einfach durch das Nachfotografieren, wie professionelle Fotos entstehen.

Es gibt wieder einen [Kreativ] Beitrag und die Überschrift spricht mein Problem an. Was ist, wenn ich nur Fotomotive sehe, wenn ich meine Kamera nicht dabei habe? Oder wenn ich meine, dass ich alles bereits gesehen habe? Kreativität kommt nicht angeflogen, vor allem nicht bei Anfänger, die oft noch einen Schubs in die richtige Richtung brauchen.

Heute schreibe ich eine Doppelrezension, da beide Bücher nicht nur beim Humboldt Verlag erschienene sind, sondern auch gut zusammen passen. Bereits besprochen und für gut befunden habe ich dieses Buch: „Fotografieren lernen“. Ich bin nicht verblendet und sage, dass ich fotografieren kann, weil ich ein Buch gelesen habe. Üben heißt das Zauberwort, aber manchmal fehlt mir nichts ein. Was will ich vor der Kamera haben? Wobei kann ich meine Schwächen noch ausbessern?

Beginnen wir mit der „kleinen Fotoschule“, die ganz anders aufgebaut ist, als das andere Anfängerbuch. Michael Groer bietet zum Einstieg die Frage: „Welche Kamera passt zu mir?“. Bei mir war es anderes herum, die Kamera suchte mich aus und so war dieses Kapitel für mich nur informativ und hat mich in der Entscheidung nur bestätigt. Die Erklärungen wirken kompetent und einfach gehalten, sodass jeder zu einer Entscheidung kommen kann und sie später nicht bereut. Immerhin ist eine gewaltige Investition, wenn man sich für eine gute Spiegelreflexkamera entscheiden möchte.

Danach folgen Kapitel über das richtige Zubehör (welche Auswahl!), zu den Grundlagen der Fotografie und der Workshop. Letzteres war für mich am interessantesten. Allerdings ist die Auswahl, die der Autor an Zubehör beschreibt, endlos. Es gibt keine Hinweise darauf, was der Nutzer wirklich braucht. Es wird erklärt, hingewiesen, aber auch keine Werbung gemacht. Die Entscheidung liegt immer noch bei mir selbst.

Die Grundlagenerklärung fallen präzise und sehr kurz aus. Manchmal hätte ich mir einen Satz mehr gewünscht. In grünen Kästchen finde ich Faustformeln, kleine Tipps und in braunen Kästen Experimente, die mich der Materie näher bringen.

Der Workshop bietet Aufgaben. Dazu gibt es immer ein Bild, das Michael Groer gemacht hat. Zudem erklärt er, welche Blendzahl, welches Objektiv oder ob er den Blitz benutzt hat.  Die Ideen haben mich überzeugt, die Erklärungen manchmal nicht, da sie kurz ausfallen und für den Foto-Anfänger zu viele Dinge vorausgesetzt werden.


Kommen wir zum Kreativproblem. Was kann ich machen, damit ich tolle Fotos entwickeln kann? Welche Aufnahmen bringen mich weiter? Ich wünschte mir Vielfalt von dem Buch „Kreative Foto-Aufgaben“ und habe sie bekommen.

Lars Poeck hatte eine ganz tolle Eigenschaft: man spürt ihn in jedem Tipp, den er aufgeschrieben hat. Er ist im Buch immer präsent, redet mich mit Du an und gibt mir das Gefühl, ganz nah dran zu sein. Er fordert den Leser auf, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Wie weit ist meine Kreativität?

Was ist mein Stil?

Und bist Du kritisch?

Es hatte mich sofort gepackt. Verstanden habe ich es als Aufforderung, nicht nur an meinem Kameraverständnis zu arbeiten, sondern auch an dem Menschen dahinter. Was finde ich langweilig und fad? Warum meine ich, dass Foto ist doof und andere finden es auch doof? Für dieses Buch muss man schon etwas vom Fotografieren verstehen, wenigstens ein bisschen. Kurz wird noch auf den Vordergrund, Hintergrund und die Schärfe eingegangen, aber dann geht es bereits los.

In kurzen Kapitel beleuchtet Lars Poeck verschiedene Dinge, die Deine Kreativität befeuern können. Die Jahreszeiten die Farben und ganz nebenbei erklärt er, dass ein Rechteck in jedem deiner Bilder zu finden sein kann. Hört sich komisch an, ergibt aber Sinn 😉 Und dann beginnen die 52 Wochen, in denen wir uns verbessern sollen . 52 Fotoaufgaben, die mit Licht beginnen und mit kleinen Dingen, die dir beim Fotografieren helfen können. Ich bin kein Mensch, der sich an die Regeln hält. Ich habe mir Aufgaben ausgesucht, was nicht richtig ist, wie ich feststellte, denn es hat schon einen Sinn. Erst beschäftige ich mich mit Licht und werde kleinteiliger. Natürliche Rahmen  oder Licht und Struktur – es baut aufeinander auf. Was für mich heißt, dass ich von vorne Anfangen werden. Nach meinen Urlaub denn da habe ich wieder genug Zeit.

Die kreativen Aufgaben kann ich nur jedem empfehlen. Anfängern etwas mehr, da sie noch Unterstützung brauchen – so wie ich. Aber mir hat es wirklich Spaß gemacht auf einfach Weise mein Auge für Fotos zu entdecken.

 

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