Forever again! Durch die Zeit führt ein Weg


| Forever again – Für alle Augenblicke wir  | Lauren James | Übers.  Franca Fritz u.a. | Loewe, 2017 |  978-3785583760 | 18,95 € | 

Das Cover führt Euch zum Buch!

Auf einer Burg in Schottland verliebt sich Kate in Matthew, an Bord eines Segelschiffes sieht sie ihn wieder und schließlich begegnen sich die beiden an der Universität von Nottingham. Allerdings liegen zwischen diesen drei Ereignissen fast 300 Jahre …Immer wieder kreuzen sich die Wege von Katherine und Matthew, jedes Mal verlieben sie sich unsterblich und jedes Mal bringt der Lauf der Weltgeschichte sie auf tragische Weise auseinander. Doch wie oft kannst du die Liebe deines Lebens verlieren?

Nottingham, 2019: „Das nächste Mal ziehen wir irgendwohin, wo es warm ist“, seufzt Matt und küsst Kate leidenschaftlich.

Carlisle 1745, während des Jakobiteraufstands: Matthew legt seine Hände um Lady Katherines Taille, um ihr auf den Kutschbock zu helfen. Einen langen Moment blicken sie sich in die Augen.

Southampton, 1854: Als Junge verkleidet tritt Katy in den Dienst von Kriegsjournalist Matthew Galloway. Hoffentlich merkt er nicht, dass sie eine Frau ist.

Nottingham, 2039: Beim Googeln entdeckt die Biologiestudentin Kate ein Foto ihres Laborpartners Matt. Doch das Foto ist bereits zwanzig Jahre alt. Wie kann das sein?

Es ist mir fast unangenehm, aber ja, ich gebe es zu. Die, die normalerweise immer etwas gegen Zeitreisegeschichten hat, damit nicht umgehen kann und immer meckert, wurde eines Besseren belehrt. Und das nur, weil Lauren James ein wirklich tolles Buch geschrieben hat, ohne viel Zeitreisefirlefanz und trotzdem begegnen sich Kate und Matt immer und immer wieder!

Vielleicht fragt sich der ein oder andere, warum meine Turnschuhe neben „Forever again“ auf dem Foto zu sehen sind. Erst einmal (und ganz profan) die Farbe passt super zum Buch. Tatsächlich finde ich auch, dass die Charaktere einen wirklichen Lauf durch die Zeiten mit mir absolvieren, obwohl die Charaktere selbst nicht die Zeit wechseln. Klingt verwirrend? Ist es aber gar nicht.

Beginnen mit einem Prolog wird der Leser sofort in die Geschichte hineingezogen, denn Katherine und Matt verstecken sich und werden verfolgt. Danach springen wir ins Jahr 2039 an eine Universität, an der Kate studiert und Matt ihr Laborpartner wird. Erst war ich sehr skeptisch: worauf lief es hinaus? Würden die beiden mir helfen, ihr eigenes Geheimnis aufzudecken? Mit der Zeit beginnt Kate sich für Matt zu interessieren (das passiert sehr schnell), denn es herrscht eine permanente Anziehungskraft zwischen den beiden. Erklären kann Kate sich diese nicht und als sie entdeckt, dass sie eine Terroristin in der Familie hat, versteht sie gar nichts mehr.

Die Geschichte hat einen guten Spannungsbogen, der immer wieder durch eine sehr coole Idee gepusht wird. Die Autorin versieht die Geschichte mit Nachrichten. 2019 schrieben Matt und Kate sich Zettel, die sie an den Kühlschrank hängten. Auch E-Mails können wir mitlesen oder Briefe, die 1854 geschrieben wurden. Das sieht so aus:

(Quelle: Forever again. S. 8, Loewe Verlag/ Lauren James)

Durch diese Einblicke werden die Charaktere mehr ausgeformt, als ich es für möglich gehalten hätte. Kate ist ein lustiger Mensch und oft muss ich über ihre bissige Art, die man vor allem in den Kühlschrankbriefen erahnen kann, lachen. Einblicke in den Heiratsantrag von Matt oder in den Krieg (1894) runden das Bild gut ab. Wer jetzt denkt, die Figuren wüssten, was mit ihnen passiert, dem sei gesagt: wissen sie erst einmal nicht. Mal ahnt eine Zeitschneise etwas, aber so wirklich kommt da nie etwas bei raus. Auch dadurch wird die Spannung immer wieder erhöht oder bekommt manchmal sogar einen Dämpfer. Aber – es hält mich bei der Stange.

Die geschichtlichen Fakten dürfen nicht allzu ernst genommen werden. Die Autorin verweist darauf, dass manches einfach nicht funktioniert hätte und sie es verändert hat. Das finde ich völlig in Ordnung, aber mit der Geschichte Englands kenne ich mich auch kaum aus.

Das Ende näherte sich und ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, als ich merkte, dass es einen zweiten Band geben würde. Ich hatte mich vorher nicht damit beschäftigt und es einfach nicht wahrgenommen. Das Ende kommt allerdings etwas kurz, d.h. ein zweiter Band ist unabdingbar, damit die Geschichte abgerundet wird. Was da allerdings folgt, mag ich nicht verraten 😉

Es war interessant zu sehen, wie die Charaktere sich über die Jahrhunderte entwickelten, obwohl sie es nicht wissen konnten. Die Anpassung, an die jeweiligen Lebensumstände waren gut herausgearbeitet und es hat Spaß gemacht Matt und Kate ein paar mal zu treffen. Jeder Charakter ist einzigartig und ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weiter geht.

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