[Kreativ] Pack die Kamera ein und raus mit Dir!

Fotografieren lernen | Marcus Boos | Humboldt, 2017 | 978-3-86910-360-0 | 26,99 €

jede Frage eine Antwort: Marcus Boos bringt Fotobegeisterten mit seinen Workshops und Video-Tutorials das Fotografieren bei. Mit Erfolg. Kaum jemand sonst schafft es, so schnell und verständlich komplexes Fotowissen zu vermitteln. Sein Ratgeber ist vollgepackt mit Tipps, Inspiration und Spaß am Fotografieren: Wie beeinflussen Blende oder Verschlusszeit meine Fotos? Was gibt es bei der Bildgestaltung zu beachten? Worüber sollte ich mir schon vor dem Fotografieren Gedanken machen? In diesem Ratgeber schlummert das geballte Wissen, um aus Anfängern gute Fotografen zu machen!

Ich und meine Kamera – eine unendliche Geschichte. In meinem Besitz befinden sich mehrere Kameras. Zuerst hatte ich eine Nikon1 und war sehr zufrieden. Aber ich liebäugelte immer mit einer Canon und die ist es immer noch. Es ist eine Canon PowerShot SX60 HS, wer es ganz genau wissen möchte.

Eigentlich probiere ich immer alles aus bis es funktioniert. Leider entdecke ich so aber auch nicht alle Funktionen und bin nach Jahren überrascht, wenn die Kamera etwas „tolles“ macht. Zudem bin ich niemand, der sich mit Belichtung, ISO-Werten und Blenden beschäftigt. Vielleicht ist das ein großer Fehler, dachte ich, nachdem ich versuchte Schmetterlinge zu fotografieren und mir die Bilder nicht gefallen hatten. Eine Lösung musste her und gefunden habe ich einen Anfang mit diesem Buch. Marcus Boos mag einigen bekannt sein, mir sagte sein Name vorher nichts.

Was mir besonders gut gefällt und auch den hohen Preis des Buches rechtfertigt, ist, dass alle Seiten farbig sind und es großformatige Fotos zu bestaunen gibt. Themen wie: „Brennweite und Objektive“, „Bildgestaltung“ und „Licht“ kommen vor, aber auch kurze Tipps und Dinge, die erst einmal für mich nicht wichtig waren (Stylist etc.).

Alles fängt damit an, dass es Grundeinstellungen gibt. Die muss ich erste einmal an und in meiner Kamera suchen. Bereits jetzt wird klar, dass ich mich schon mehr mit der Kamera beschäftigt habe als vorher. Findet Ihr es auch doof, dass es die Handbücher nur noch zum Download gibt? Klar spart es Papier, aber die Suche in einem PDF Dokument finde ich total blöd.

Es werden Begriffe wie „Schärfentiefe“ anhand von Fotos erklärt, die den Unterschied zeigen. Nach kurzer Zeit weiß ich wie viel Abstand ich zum Motiv haben sollte, was ein ISO-Wert ist und stürze mich auf die Beispiele. Anhand dieser kann ich eine Aufgabe absolvieren und Gelesenes gleich vertiefen.

Die ersten Fotos sind natürlich mies, nicht immer klappt alles sofort, aber ich merke bald, dass ich vertrauter werde und Spaß an den Beispielen habe. 

Hier seht Ihr einen Teil des Inhalts. Ich habe nicht alle Beispiel gemacht, denn jemanden zu finden, der sich fotografieren lässt und dabei die Ruhe weg hat, ist sehr schwierig. Ich versuchte mich also weiterhin an Blumen, Schmetterlingen und Co. Auch da kann ich mit der Schärfe variieren , Makro ausprobieren und mit dem Licht spielen.

Wer einen Anstupser braucht, um sich endlich mit seiner Kamera auseinanderzusetzen, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ich war von der Vielfalt der Aufgaben und den einfachen Erklärungen überrascht. Es ist nicht auf eine Kamera beschränkt, manchmal muss man etwas suchen, bis die Einstellungen stimmen, aber wie heißt es so schön: learning by doing.