Paris: Geschichte einer Stadt seit 1800


| Paris: Geschichte einer Stadt seit 1800  | Thankmar von Münchhausen  | Pantheon, 2017 |  978-3570550649| 16,99 € | 

Das Cover führt Euch zum Buch!

Der Frankreichkenner und Paris-Liebhaber Thankmar von Münchhausen führt durch über 200 Jahre Geschichte der Stadt an der Seine: von Napoleons Selbstkrönung in Notre-Dame bis heute. Paris stand aber nicht nur stets im Zentrum großer politischer Umwälzungen. Es galt als Inbegriff der Lebensfreude, als »Hauptstadt des 19. Jahrhunderts«, war Gastgeber für sechs Weltausstellungen und Arbeitsfeld des Präfekten Haussmann. Paris ist die Stadt Victor Hugos, Baudelaires und der Impressionisten. Hier entwarf Coco Chanel Haute Couture für Frauen in aller Welt, hier schuf Picasso den Kubismus, und hier formulierte Sartre den Existenzialismus: Paris wirkte in die ganze Welt.

Sie ist eine der berühmtesten Städte in Europa. Sie hat Charme, sie ist dreckig, manchmal laut, aber begrüßt jeden Touristen, als wäre er dort Zuhause. Die Rede ist von Paris, meine Städteliebe, die ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe. Immer wenn ich ein Buch sehe, was nur entfernt mit ihr zu tun hat, muss ich es haben. Beim Lesen blutet mir das Herz, so sehr hat die Stadt mich damals verzaubert. Hunderte Fotos habe ich gemacht, bin duch die grünen Lungen von Paris spaziert und habe mit meinen wenigen Wörtern Französisch, französische Freundlichkeit kennengelernt.

Thankmar von Münchhausen lebt heute noch in Paris. Er ist anscheinend auch ein glühender Anhänger der Stadt, aber seine Geschichte ist mehr. Von 1800 an, das ist ein großer Brocken, wenn wir an zwei Kriege, Revolutionen und Weltausstellungen denken, will er ihre Geschichte erzählen. Es sind nur ein paar Dinge, die die Stadt erlebt hat. Flaniert man durch die Straßen, sieht man viele Museen, Plätze, die große Namen tragen und den Boulevard Haussmann, der Mann, der Paris prägte, wie kein anderer.

Der Autor versucht viel Geschichte zu erzählen. Der Leser merkt, dass niemand vergessen werden soll. Napoleon, Rothschild, alle berühmten Pariser und solche, die etwas für die Stadt getan haben, bekommen einen Platz. Dass, ist mitunter etwas viel Information und muss erst einmal verdaut werden.  Ich habe das Buch nicht in einem Rutsch gelesen. Manche Dinge, habe ich gelesen und habe danach eine Pause gemacht, um mir Fotos anzusehen oder die Verbindungen der Menschen nachzuvollziehen. Ich wusste nicht, ob der Pfad, den das Buch beschreitet, mich zu Freundschaften, Bekanntschaften oder historischen Zusammenhängen führen würde, die mich in diesem Moment interessierten. Ich nahm es als Atlas, eine Art Karte durch die Geschichte. Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der es uns möglich ist, alles zu googeln und die Lösung fast immer parat zu haben. Ich nutzte es manchmal, um mir eine Frage schnell zu beantwortet oder mir wieder etwas ins Gedächtnis zu rufen.

Manche Dinge haben eine Wirkung auf die Gegenwart bzw. andere Jahrhunderte in der Stadt. Alles merken konnte ich mir nicht, kleine Notizen halfen. Es ist eine unerschöpfliche Quelle, die versucht viele Informationen leserlich darzubieten. An vielen Stellen gelingt es sehr gut, an manchen nicht. Die Namensdichte, wer mit wem und warum, ist dann zu hoch und ich bin schnell verwirrt.

Für Parisliebhaber und Geschichtsinteressierte bietet dieses Buch eine Fülle an Informationen, Anekdoten und fachliches Wissen. Zugreifen heißt es, wenn ihr die Stadt so sehr mögt wie ich und auch neugierige „Erstbesucher“ rate ich dazu, mal einen Blick hineinzuwerfen.

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