Der „Paper Prince“ im „Paper Palace“


| Paper Prince – Das Verlangen  | Erin Watt | Übers.  Ulrike Brauns | Piper, 2017 |  978-3492060721 | 12,99 € |

| Paper Palace – Die Verführung | Erin Watt | Übers.  Ulrike Brauns | Piper, 2017 |  978-3492060738 | 12,99€ | 

Die Cover führen Euch zu den Büchern!

Vorsicht! Dies ist eine KombiRezension, d.h. sie enthält Spoiler zu Band1, 2 und 3. 🙂 

„Paper Prince“:

Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

„Paper Palace“: 

Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben?

Mit dieser Rezension fasse ich Band 2 und 3 der Trilogie, um Reed und Ella zusammen. Band 2 ist einer Odyssee nachempfunden. Ella verschwindet und Reed merkt, dass er hätte anders reagieren können. Wer Band 1 nicht mehr ganz auf dem Schirm hat, wird keine Probleme haben. Reed ist ein Mensch, nachdem er festgestellt hat, dass er wahre Gefühle empfindet, der sich viel mit sich selbst beschäftigt. So erfährt der Leser noch einmal aus seiner Sicht den Cliffhanger zu „Paper Prince“.

Dass Ella wegläuft, ist keine Überraschung. Während ihres Versuchs von den Royals wegzukommen, merkt der Leser, dass sie immer noch stur ist und ihr Leben nicht akzeptieren kann. Oftmals kann sie mit Kritik nichts anfangen und drückt ihr Ding durch. Dabei wird sie nicht sympathischer, auch wenn manche Dinge, die Reed mit ihr macht, wirklich zum Kotzen sind. Manchmal wird sie nur auf ihren Körper reduziert, aber damit muss der Leser von diesen Büchern einfach auch zu Recht kommen und vor allem damit rechnen. Scheinheiligkeit, die sich um Feminismus und starke Frauen dreht, ist ihr Fehl am Platz. Obwohl Ella etwas für die Gleichberechtigung kämpft, aber auch nichts gegen das Gegenteil einzuwenden hat.

Im letzten Teil holt Erin Watt noch einmal alles raus. Ich erwähne nur kurz, dass Brooke, wir mögen sie alle nicht, gestorben ist. Der Grund, warum, wieso und weshalb ist der Knackpunkt der Geschichte. Zudem ist der Cliffhanger von „Paper Prince“ zu „Paper Palace“ gut gesetzt. Das große Finale hat mich nicht überrascht. Allerdings überrascht es mich, wie lange es dauern kann, dass ein Pärchen endlich Sex hat. Zudem wird im Verlauf der Geschichte zu viel wert darauf gelegt und wir verlieren den Fokus auf Brooke. Alles in allem ist der letzte Band keine runde Geschichte, Lücken wirken sehr zusammengeflickt und uneins.

Callum Royal, der fast überall seine Finger im Spiel hat, wirkt sehr starr und greift kaum noch ins Geschehen ein. Dinge, die sehr offensichtlich sind, nimmt er nicht wahr. Seine Söhne hat er immer noch nicht unter Kontrolle, aber manchmal wirkt er weicher und zugänglicher, was mir sehr gut gefallen hat.

Insgesamt muss ich sagen, haben mich die drei Bände gut unterhalten. Der Auftakt war noch am besten. Ich hätte mir eine größere Entwicklung von Ella gewünscht, die einen sehr sperrigen Charakter hat und diesen auch die gesamte Geschichte über behält. Reed und seine Brüder peppen das Ganze auf. Letztendlich scheitert meine Liebe zur Reihe daran, dass nach dem ersten Sex, fast nur noch „Sex“ passiert und der große Knall keiner ist.

 

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