Eis wie Feuer | Die Ice like Fire-Reihe | Band 2 |

Eis wie Feuer | Die Ice like Fire-Reihe | Band 2 | Übers. Antoinette Gittinger | Cbt, 2016 |  978-3570311202 | 14,99 €

Das Cover führt Euch zum Buch!  

Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

Die Ice like Fire- Reihe stand auf meiner Wunschliste. Wenn man „A“ sagt, sollte man auch „B“ sagen. Immerhin habe ich in meiner Rezension zu Band 1 geschrieben:

„Mit Meira durch Winter zu laufen, Dinge zu stehlen und zu flüchten war ein großes Abenteuer. An der Sprache, den Figuren und dem Setting ist nichts auszusetzen. Allerdings wusste ich schon sehr früh, wie der Knackpunkt der Geschichte ausgehen würde.“ (Rezension vom 11.06.2015)

Ich zog einen Bücherpunkt ab, weil ich mir Platz nach oben lassen wollte. Nie hätte ich damit gerechnet, dass es einen Schritt nach unter gehen sollte, wenn ich am Ende des zweiten Bandes angekommen sein würde. Aber der Reihe nach.

Der zweite Band knüpft ziemlich genau drei Monate nach der großen Schlacht an die vergangenen Geschehnisse an. Meira hat ihr Land, ihre Menschen, jetzt Untertanen, befreit. Sie selbst spürt die Fesseln der Magie, fühlt sich nicht sicher und ahnt böses. Winter befindet sich im Aufbau, aber die Fesseln, die Meira ausgehandelt hat, erdrücken manche Untertanen mehr als andere. Die Minen müssen wieder in Betrieb genommen sein, der Magischlund soll gefunden werden. Alles worauf wir als Leser mit Meira zusammen hingearbeitet haben, kommt abermals ins Wanken. In Band 1 war klar, dass wir auch gen Ende den Magieschlund nicht finden werden. Jetzt nach dem Fund ist es schwer, zu verstehen, was in Meira vorgeht. Das Mädchen war immer die Vorsichtige, trotz gewaltiger Kraft und Hilfe von außen. Theron, den Meira immer noch mag, sieht sie plötzlich mit anderen Augen. Er scheint das Gegenteil zu wollen. Er will zwar Winter stärken, aber alle Länder einen. Hört sich erst einmal gut an, aber bald merkt der Leser, dass dabei etwas schief geht.

Schade ist, dass der Leser sehr schnell begreift in welche Richtung Theron versucht, Meira zu beeinflussen. Zwar gibt es einige Tricks und Kniffe, die ich bis zum Schluss nicht vorhergesehen habe, aber manche Dinge sind sehr offensichtlich. Die Autorin spielt im zweiten Band viel mehr mit der Dreiecksbeziehung – das habe ich nicht für möglich gehalten, wobei Mather, der mir besonders gut gefallen hat, etwas weniger zu Wort kommt. Mathers Passagen sind die ruhigeren, in denen Luft geholt werden kann, denn die Passagen von Meira und Theron sind oft geprägt von Kampf und Gesprächen, die zum Verständnis der Geschichte beitragen.

Schön ist, dass der Leser durch Meiras Augen andere Königreiche kennenlernt. Wir besuchen Frühling und Herbst. Jedes Land hält andere Eigenarten bereit, ist bunt und fröhlich oder wird harsch regiert. Die Einführung neuer Charaktere peppt die Geschichte zusätzlich auf und eine Figur schafft es sogar zum Hauptcharakter im dritten Teil. Diese Figur war es auch, die mir wirklich gut gefallen hat. Sie hatte Feuer im Hintern, hat mich an die alte Meira erinnert und bot viel Abwechslung.

Leider ist der Spannungsbogen nicht gut ausgearbeitet. Am Anfang liest sich die Geschichte sehr zäh, nimmt ein wenig Fahrt auf und dann gibt sie sehr schnell wieder auf. Die Gefühle von Meira, denen sie sich klar werden muss, bremsen die Handlung merklich aus. Wenn etwas passiert, folgen lange Gespräche oder Gedankengänge aus der Ich-Perspektive, die das Tempo wieder herausnehmen. Schade!

Der Cliffhanger, den es geben muss, immerhin folgt ein dritter Teil, ist recht gut gesetzt. Bis zum Ende kann ich mich mit Meiras und Therons Art nicht versöhnen und es kam keine richtige Spannung auf. Das Ende verspricht einen fast epischen Abschluss der Trilogie, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob sich alle roten Fäden finden und ich am Ende glücklich sein werde.

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