Vegetarisch mit Liebe


| Vegetarisch mit Liebe | Jeanine Donoforio | Südwest 2017 | 978-3517095431 | 24,99 € |

Das Cover führt Euch zum Buch! 

Ausgehend von der Hauptzutat werden hier vegetarische Gerichte gezaubert: Egal ob es sich um einen Bund Karotten vom Bauernmarkt, Äpfel aus dem Garten oder einen Zwei-Kilo-Blumenkohl aus der Ökokiste handelt. Zudem gibt es Tipps, wie man die Speisekammer richtig bestückt, glutenfreie und vegane Optionen sowie Ideen, verschiedene Zutaten raffiniert zu kombinieren. Nicht zuletzt durch seine atemberaubende Gestaltung und den übersichtlichen Aufbau ist „Vegetarisch mit Liebe“ die kulinarische Inspirationsquelle, die Sie immer wieder gern zur Hand nehmen werden!

Vegetarisch kochen – die Zwischenstufe vom Fleischfresser zum Veganer? Oder eine Alternative mit der Aufgabe, den Fleischkonsum von vielleicht täglich zu zweimal in der Woche, zu verringern?

Bei uns ist es so, dass eine vegane Lebensweise für uns nicht in Frage kommt. Aber gutes Fleisch sollte es schon sein, wenn wir dazu greifen. Zudem gibt es nicht jeden Tag Fleisch, mal nur kalte Küche oder halt etwas vegetarisches. Im Dschungel der Kochbücher gibt es eine riesengroße Auswahl an Büchern zum Thema. „Von A-Z“, „Frisch auf den Tisch“ oder „Cleaneating“ sind nur einige Worte und Zusätze, die oft in Titeln vorkommen. Dass, uns vorliegende Kochbuch hat den klingenden Untertitel: „120 Rezepte von Apfel bis Zucchini“. Sofort sagen kann ich: Es sind tatsächlich 120 Rezepte. Die Auswahl ist scheinbar bunt gemischt und bietet allerlei buntes Gemüse.

Das gesamte Buch spielt damit, dass es tatsächlich wie ein Rezeptbuch aussehen soll. Mittlerweile gibt es viele Kochbücher, die mit großen Bilder brillieren, wenig Text beinhalten und alles sehr verkürzt darstellen. „Vegetarisch mit Liebe“ ist nicht so. Jedes Rezept findet auf zwei Buchseiten Platz. Ein tolles, passendes Foto krönt ein Rezept. Die andere Seite ist gefüllt mit einer passenden Überschrift, den Zutaten und der Kochanleitung. Weiterhin befinden sich unten auf der Seite mehrere Hinweise: Ist das Gericht glutenfrei? Ist es schnell auch vegan zuzubereiten?

Was besonders schön ist, ist, dass besondere Tipps und Hinweise zum Gericht, in kleinen Rahmen unten auf der Seite zu sehen sind. Ich zeige Euch mal ein Beispiel:

Die Pfannkuchen aus dem Ofen haben wir tatsächlich ausprobiert. Milch und Sahne werden ersetzt durch Kokosöl und Mandelmilch. Wir waren noch abenteuerlicher und haben sogar Hanfmilch genommen, die hatten wir gerade noch selbstgemacht im Kühlschrank. Es ist eins der süßen Gerichte, die wir ausprobiert haben. Ich finde, dass zu wenig süße Gerichte ausgesucht wurden, denn da fehlt mir manchmal die Kreativität.

Der Aufbau von „A-Z“ gefällt mir gut, aber manchmal ist die Auswahl sehr einseitig. Trotz der Hauptkomponente, die zum Beispiel der Apfel ist, tauchen andere Lebensmittel immer wieder auf. Fenchel ist sehr beliebt, die Zucchini oder die Avocado. Gerade letzteres ist nicht unser Lieblingsgemüse – die Rezepte sind nichts für uns. In dem Fall hätte ich es toll gefunden, wenn Alternativen angeboten worden wären. Die Autorin hat die Rezepte erst auf ihrem Blog veröffentlicht, daraus entstand später dieses Buch. Die Rezepte sind alle ausprobiert worden, sollten demnach tatsächlich gelingen und auch schmecken.

Drei Rezepte haben wir ausprobiert: einen Salat (Apfel-Fenchel), einmal die Pfannkuchen und eine Suppe (Karotten-Paprika). Alle drei Gerichte  habe ich ausgewählt, da sie glutenfrei waren und den Eindruck machten, dass ich sie schnell kochen könnte. Es war tatsächlich schnell gemacht und sie schmeckten alle.

Vorab geht die Autorin davon aus, dass der Mensch viel spontan kocht. Auch sie möchte ihre Leser an die Hand nehmen und sie zum spontanen kochen animieren. Ich persönlich finde so etwas schwierig, da ich meist nur die falschen Zutaten zuhause habe. Für ihre Gerichte braucht man manchmal Balsamico, Walnusskerne oder Hirse. So etwas habe ich nicht bzw. selten im Vorratsschrank. Das Einzige, was wirklich spontan an diesem Kochbuch wirkt, sind die letzten Seiten. Dort wird gezeigt, wie aus wenigen Basiszutaten verschiedenen Pestos und Smoothies entstehen können. Es ist als Anreiz gedacht und kann natürlich kreativ erweitert werden.

Ihr merkt es: Begeisterung für ein Kochbuch klingt anders. Trotz der drei guten Rezepte bleibe ich gegenüber dem Konzept des Spontankochens skeptisch. Vieles habe ich nicht zu Hause, einiges schmeckt uns nicht – dann fehlen die Alternativen. Wer nicht eingefahren ist und viel neues ausprobieren will, sollte einen Blick in dieses Kochbuch werfen. Für uns ist es nur bedingt in der Küche zu gebrauchen.

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