Paper Princess – Paper-Trilogie, Band 1

Paper Princess | Die Versuchung | Erin Watt | Piper, 2017 | 978-3492060714 | 12,99 €

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Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Man nehme: eine junge Frau, viele Brüder und viel Geld. Was man dann hat? Den Plot zum Roman „Paper Princess“. Hört sich relativ simpel an, aber es kann noch viel falsch gemacht werden. Herausstechen in der Masse von Young Adult Romanen – das ist angesagt. Denn ohne etwas Pfeffer, ginge die Reihe in den neu Veröffentlichungen einfach unter.

Die zweite wichtige Zutat: Werbung. Das Buch ist mittlerweile auf allen Kanälen zu haben. Zudem spricht YouTube davon, die Bloggergemeinschaft und im SocialWeb ist es der Renner. Zu Recht?  Auch wenn Band 1 erst erschienen ist, sind Band2 und 3 bereits in aller Munde.

Die Zutat, die ich meine, und die es braucht, um hervorzustechen, ist, Ella. Ella ist widerspenstig, kratzbürstig und liebenswert. Sie macht den Mund auf, bevor sie weint, kommen erst mal drei blöde Sprüche und Regeln sind auch nicht ihr Ding. Auch wenn ihr Leben dem der Cinderella ähnelt, mag ich sie sofort. Sie strippt, damit sie ihre Wohnung bezahlen kann. Ihr Herz ist schwer, denn ihre Mutter ist tot und dann kommt da so ein komischer Typ und will sie einfach mitnehmen? Nicht mit Ella.

Einziger Wermutstropfen: Für meinen Geschmack lässt sie sich zu schnell vom Geld blenden. Zudem verfällt sie Reed, einem der Söhne des Royals. Zwar verstehe ich, dass der Bad Boy Typ auch bei Ella gefragt ist, schließlich kennt sie es nicht anders von ihrer Mutter, aber stellt Euch vor, sie hätte sich einen Buchhaltertypen ausgesucht? Was wäre dann gewesen? Hätten wir uns gewundert? Wäre sie mit ihm glücklich gewesen? Wir werden es nie erfahren. Denn mit Reed als potenzielles Opfer wird die Geschichte kompliziert. Das können wir uns bekanntlich vorstellen, denn immerhin gibt es drei Bände.

Ein bisschen Klischee muss sein und so ist der Nachname „Royal“ Programm. Das Haus riesig, die Privatschule gekauft, die Jungs wunderschön. Aber es hat alles in meine Lesestimmung gepasst. Die Autorinnen schreiben einfach locker weg, sodass das Lesen ein wahres Vergnügen ist. Über Ella muss ich manchmal schmunzeln, der Vater der Royals lässt mich den Kopf schütteln und irgendwie bin ich manchmal genervt von Gideon und Co. Die machen sich einen Spaß daraus, über Ellas Vergangenheit herzuziehen, aber mit vielen Mädels schlafen, ist völlig in Ordnung? Da passt die Weltsicht gar nicht und da sind mir auch manchmal die anzüglichen Kommentare zu viel.

Ansonsten habe ich mich wirklich gut aufgehoben gefühlt. Das Ende verspricht einen Cliffhanger, der hoffentlich in Band 2 aufgelöst oder erweitert wird. Ich werde Ella Weg auf jeden Fall weiter begleitet. Hype hin oder her.

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