Schreibende Paare

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Schreibende Paare

Liebe & Literatur

Tania Schlie

Vorwort Nina George

978-3851793031

25,00 €

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Eine Frau und ein Mann. Sie leben miteinander, und beide schreiben. Sie teilen Bett und Schreibtisch. Sie sind auf derselben Wellenlänge. Der eine ist dem anderen Berater, Lektor, Doppelgänger, Inspiration, Muse oder Spiegel. Eine solche Beziehung kann Liebe, Leidenschaft, Freundschaft, Kampf, Rivalität bedeuten, sie kann fördern und bestätigen oder erdrücken und zur Gefahr werden. Und manchmal ist der andere viel zu nah – durch sein Interesse, durch seine Ratschläge, durch seinen Erfolg, von dem man glaubt, er würde den eigenen verhindern. Und zu dem man vielleicht selbst beigetragen hat, auch wenn dieser Beitrag selten sichtbar wird. Tania Schlie stellt 28 schreibende Paare in ihrem ebenso lust- wie leidvollen Spannungsgefüge vor: F. Scott und Zelda Fitzgerald, Martha Gelhorn und Ernest Hemingway, Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, Elsa Morante und Alberto Moravia, Sylvia Plath und Ted Hughes, Siri Hustvedt und Paul Auster, Jessica Durlacher und Leon de Winter, Nicole Krauss und Jonathan Safran Foer und viele andere.

Ein schreibender Mensch nennt sich Autor oder Autorin, ein schreibender Mensch wird bewundert, gelesen und hat aber auch Probleme. Wenn zwei Menschen, die schreiben aufeinander treffen und einen Bund eingehen, entsteht eine besondere Konstellation. 

Jede Beziehung ist auf ihre Art schwierig. Aber wenn man schreibt, so Nina George, wird es noch etwas schwieriger. Lebhafte Phantasien prallen aufeinander, verschieden Arbeitsrhythmus und die Liebe zur Profilierung. In diesem Buch sind Liebespaar beschrieben, die sich gefunden haben, getrennt haben und im Schatten des jeweils anderen standen. Vorweg kann ich sagen: natürlich interessiert mich nicht jede Kurzbiographie und ich habe meine Lieblinge. F. Scott und Zelda Fitzgerald ein Paar, dem ich oft in Filmen und anderen Büchern begegnet bin. Die Gift füreinander waren, aber ohne einander nicht konnten. Oder Frau Gelhorn und Hemingway, deren Geschichte ich las in „Als Hemingway mich liebte„. 

Am Anfang des Buches steht ein Vorwort. Nina George, selbst erfolgreiche Schriftstellerin lebt auch mit einem Schriftsteller zusammen. Sie haben es noch spannender gemacht und schreiben zusammen Krimis. Sie erzählt, wie so etwas zusammen passen kann, dass es Streit gibt, aber auch konstruktive Kritik. Daraufhin waren die Kurzbiographien eröffnet. Immer mit großen Bildern, die einen Eindruck der Menschen vermitteln. Es ist eine große Zeitspanne abgedeckt. Wir befinden uns im 18. und 19. Jahrhundert, treffen aber auch Autoren, die jetzt noch leben und schreiben. 

Mir hat die Auswahl der Paare gut gefallen, persönlich betroffen war ich, wenn sie Teile des Duos auf Zeit das Leben nahmen. Paare trennten sich. Und manchmal fand ich Informationen, die mir gänzlich unbekannt waren. Mal war ein Leben interessanter, mal etwas schwer zu verstehen. Aber kann ich Leben und Lieben beurteilen? Nein. Sie waren alle auf ihre Art einzigartig und zeigen, dass Literatur zusammenschweißen kann und auch vermag zu trennen, was eigentlich zusammen gehört. 

Eine sehr schöne, lebendige Sammlung, die mit dem Vorwort einen tollen Rahmen erhält. 

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