[Kurzrezension] Zorn und Morgenröte

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Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh

Bastei Lübbe/One, 2016

978-3846600207

16,99 €

Amazon

Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden Preis überleben will. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und könnten unterschiedlicher nicht sein … Und doch werden sie magisch voneinander angezogen …

Wenn ich ein Buch nach 50 Seiten abbreche, da es mich nicht begeistert, bin ich nicht in der Lage eine komplette Rezension zu schreiben. Schließlich möchte ich niemanden sagen, er solle das Buch nicht lesen. Es kann sei, dass das Buch noch viel besser wird auf Seite 200, aber ich habe keine Zeit darauf zu warten. 

„Zorn und Morgenröte“ gehört zu diesen Büchern, die mich mit ihrem Cover begeistern. Zudem hat die englische Originalausgabe sehr gute Kritiken bekommen. Ich bin auch bereit über vieles hinweg zu schauen – ehrlich. 

Aber folgende Dinge sind nicht meine Welt: 

  • Jeder kennt die Geschichte aus 1001 Nacht, in der Shahrzad immer wieder eine Geschichte erzählt, um zu überleben. Wenn aber nun dieser Knackpunkt in „Zorn und Morgenröte“ verloren geht? Der Text selbst weist immer wieder darauf hin, dass sie sterben soll und er sie nicht umbringt. Es gibt aber keine Anzeichen, warum das so ist? Findet er die Geschichte so spannend? Ist Shahrzad eine hübsche, schlaue Frau, die er vielleicht mag? 
  • Die Autorin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kulisse sehr detailliert zu beschreiben. Schlimm nur, dass sie meint Fremdwörter einbauen zu müssen, die etwas lästig werden. 
  • Das Buch verfügt über eine sehr wulstige, hochgestochene Sprache, die nicht zu Shahrzad passen will. Das Mädchen wirkt eher wie ein junger Teenager, zu dem die Sprache nicht passt. 
  • Der junge Herrscher scheint Gewalt zu mögen, will sein Land verteidigen und hat ein Herz aus Stein. Ein bisschen erinnert er an das Biest aus „Die Schöne und das Biest“. Sind zwei Märchen nicht eines zu viel? 
  • In den ersten Seiten fand ich nichts, was mich an das Buch gebunden hat. Lag es daran, dass man die Geschichte schon kennt? Oder gab es zu wenig Neues zu entdecken? 

Habt Ihr eine andere Meinung? Etwas entdeckt, für das es sich lohnt, das Buch noch einmal zu öffnen? Ich bin bereit mir eine andere Meinung anzuhören.  Das Buch ist erst einmal zugeschlagen und wartet auf den nächsten Leser. 

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