Im Land der Wolken

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Im Land der Wolken

Alexandra Helmig & Anemone Kloos

Mixtvision, 2016

978-3-95854-052-1

14,90 €

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Im Land der Wolken gibt es keine Langeweile. Ständig tauchen neue Ideen am Himmel auf und beschäftigen die Menschen ununterbrochen. Henry macht da nicht mit. Als Sara in seine Stadt zieht, gibt es zum ersten Mal jemanden, der ihn versteht …

 

Immer mal wieder stolpere ich über Bücher, die mich faszinieren. Diese müssen nicht zwangsläufig in meiner Altersgruppe gelesen werden. „Im Land der Wolken“ war so ein Buch. 

Es ist für Kinder zwischen 36 Monate und 6 Jahre. Da bin ich ein bisschen drüber und ich schmunzelte trotzdem, als ich das Paket öffnen konnte. Auf den ersten Blick ist es ein farbenfrohes, schönes Bilderbuch. Der Junge auf dem Cover blickt nachdenklich auf die bunten Wolken. Er scheint zu träumen, oder? 

Im Innern geht es bunt weiter. Immer wieder trifft der Leser oder der Vorleser bzw. der Zuhörer auf die bunten Wolken. Nur Henry, so heißt der Junge, bleibt seltsam braun und grün. Gedeckte Farben bilden den Kontrast zu den bunten Wolken. 

Was es mit den bunten Wolken auf sich hat? Sie sind Ideen, Abenteuer, Dinge, die sofort erledigt werden müssen. Dinge, die man gemacht haben muss, sollte, könnte. Nur Henry schaut die Wolken an und denkt sich dabei: Nichts. Während alle anderen Kinder immer wieder Geschichte nachspielen und bloß keine Langweile aufkommen soll, bleibt Henry für sich. Aber was für die anderen Kinder wie eine Krankheit aussieht und was Erwachsene als „komisch“ abstempeln, ist völlig normal. Denn hin und wieder mal „Nichts“ tun ist völlig in Ordnung. 

„Nichts“ ist auch eine Beschäftigung mit sich selber, dem Leben und seinen Gedanken. Das Bilderbuch ist ein farbenfrohes Erlebnis. Dennoch spricht es ein wichtiges Thema an, denn Erfahrungen sammeln und das Leben verstehen, heißt auch Stillstand, Nichtstun und nachdenken. Henry findet im Laufe des kurzen Bilderbuches eine Freundin, die versteht, was er macht und es ihm gleich tut. So ist das Bilderbuch auch ein Plädoyer für die Andersartigkeit und das diese nicht zwangsläufig schlecht ist. 

Gleichzeitig schaffen es die Bilder und der kurze prägnante Text, eine tolle Geschichte zu erzählen, die viele Kinder verstehen werden. 36 Monate finde ich dabei etwas zu tief gegriffen, aber ab vier Jahre wird es kein Problem mehr darstellen, denke ich. 

Alexandra Helmig und Anemone Kloos haben ein sehr liebevolles und anderes Bilderbuch geschaffen, dass ich vielen Kindergärtnern und Vorlesepaten empfehlen würde. 

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