Digby #1

51p5XJ0N3dL

Digby #1 – Tot ermittelt es sich schlecht 

Stephanie Tromly

Oetinger, 2016 

14,99 €

978-3789148095

Amazon

Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz normaler Tag mit Digby: Bei Digby muss man auf alles gefasst sein. Das war Zoe in dem Moment klar, als sie seine Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr allerdings, dass sie mit ihm auch gleich von einer gefährlichen Situation in die nächste geraten würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, aufzuklären.Wie er es aber anstellt, dass Zoe mit ihm bei einem Gynäkologen einbricht,kurzzeitig auf der Polizeiwache landet und an einen Drogenhändlerring gerät? Keine Ahnung. Nur eines weiss sie genau: Ein Plan B wäre jetzt gerade sicher nicht verkehrt.

DieProtagonisten

Gestatten: Digby. Ist das eigentlich ein Name? Bevor ich mir darüber Gedanken machen kann, hat Digby schon eine halbe Stunde lang ohne Punkt und Komma geredet. Aber irgendwie sagt er nichts, was dem Leser weiterhelfen würde. Man muss ihn erst lieben lernen, denn er ist ein chaotischer Typ mit einem großen Ego. Dazu kommt noch, dass er oft Gedankensprünge in seine Gespräche einbaut, dauernd am Essen ist und eine ziemlich verschrobene Ansicht auf die Welt hat. 

Zoe ist der ruhige, ja fast langweilige Part. Während Digby immer auf dem Sprung ist, kommt Zoe kaum aus dem Quark. Mit ihrer Mutter redet sie kaum, Freunde finden ist nicht ihr Ding und einzig Henry scheint ihre Aufmerksamkeit zu fesseln. Jetzt fragt ihr euch: Wer ist Henry? 

Henry ist Digbys Exfreund, aber Männer vertragen sich ziemlich schnell wieder. Henry sieht gut aus, hat eine Freundin, die zufällig reich ist und die Highschool-Queen werden wird. Ansonsten ist er der Fels in der Brandung – warum und wieso werdet Ihr früh genug erfahren. 

Kulisse

Eine Stadt mit komischen Nachbarn, egozentrischen Jugendlichen und Disziplinarkräfte, die sich viel herausnehmen. Einfach ist es dort nicht. Zoe ist auch noch neu dazugekommen, kennt niemanden und fühlt sich einfach nur schlecht. Kein guter Start in eine neue Welt. 

Zoes Haus ist ein normales Familienhaus, bei Digby sieht es da etwas anders aus. Aber lasst Euch überraschen. Die Schule der beiden ist ein Schauplatz, den wir oft besuchen. Er unterscheidet sich nicht von den Schulen, die der eifrige Jugendbuchleser schon kennengelernt hat. 

Handlung

Zoe kennt Digby kaum, als er beginnt in ihrem Leben eine große Rolle zu spielen. Nachts in ihrem Zimmer hocken, Nachbarn beobachten und ganz genau wissen, warum Zoe Zuhause ist. Das kann nur Digby. Er ist überall, gleichzeitig, laut, lebendig und nicht aufzuhalten. Alles beginnt damit, dass Digbys Schwester entführt wird und Jahre später noch ein Mädchen verschwindet. Digby will eigentlich nur seine Schwester wiederfinden, aber dann kommen ihm Nachbarn dazwischen, die komische Putzgewohnheiten haben, Jugendliche, die Drogen kaufen und schlussendlich Zoe, die vom Leben so gar keine Ahnung hat. 

Zoe und Digby bilden ein Kumpelpärchen, das der Leser irgendwie als Ermitteltem ansehen kann. Digby, blitzgescheit, immer am Quasseln mutiert zum Alleinunterhalter von Zoe. Die kann sich nämlich ein Leben im Rampenlicht/Chaos/in Action gar nicht vorstellen. Sie hat noch nie gekifft, nie etwas geklaut und hat hier jemand etwas von Entführung gesagt? Sie sind so unterschiedlich, dass sich zwangsläufig eine gute Kombination ergeben muss. Digby, der mit seinem analytischen Denken ein paar mal an Sherlock Holmes erinnert (aber er ist es NICHT!), bringt Zoe oft auf die Palme und sorgt für viele skurrile und lustige Momente. Wenn Princeton und er miteinander reden, reden sie oft einander vorbei bis ein Dritter sie endlich versteht … oder auch nicht. 

Manchmal habe ich die Nase gerümpft beim Lesen. Schließlich sind Digby und Zoe gerade mal 17 und benehmen sich als gäbe es keine Rechte und Pflichten. Auch die Dinge, die sie vereiteln, sind oft ziemlich utopisch. Manche Dinge können durchaus passieren und auch glimpflich ausgehen, aber oft schießt die gesamte, actiongeladene Geschichte über ihr Ziel hinaus. 

Fakt ist: es ist alles ausgedacht und in einer Geschichte ist so gut wie alles erlaubt. Schließlich gibt es auch fliegende Schweine, warum also keine Jugendliche, die eine Mischung aus Sherlock, Castle und Beverly Hills Cops abgeben? 

 

Diegestaltung

Das Cover von „Digby“ besteht aus vielen, kleinen Fotos. Diese zeigen ihn, Digby, und Princeton alias Zoe. Mal gucken sie ernst, mal sind sie zusammen zu sehen. Ich finde die beiden Personen sehr gut ausgewählt, allerdings habe ich mir meine Zoe etwas anders vorgestellt. Digby scheint mir gut getroffen 😉 

DieBewertung

Erst war Digby eine Spur zu laut, zu skurril und zu anders. Dann schloss ich ihn in mein Leserherz. Es ist immer etwas los mit Digby und Princeton – langweilig wird einem nie! Deswegen gibt es eine Leseempfehlung und das Warten auf den nächsten Teil. 

Bildschirmfoto 2015-05-25 um 14.23.38

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s