Afterworlds

Bildschirmfoto 2015-08-09 um 12.38.33

Afterworlds

Scott Westerfeld

Sauerländer/Fischer, 2015

978-3737352222

22,99 €

Amazon

Lizzy überlebt den Terroranschlag auf dem überfüllten Flughafen von Dallas nur durch Zufall. Und begegnet in jenem heiklen Moment zwischen Leben und Sterben ihrem Seelenführer Yamaraj, der Lizzy in die Totenwelt ›Afterworlds‹ führt. Dass sie sich dabei unsterblich in den wunderschönen Mann mit der sanften Stimme und dem tiefen Blick verliebt, war so nicht vorgesehen vom Schicksal. Und Lizzy muss sich entscheiden: Für das Leben oder ein Dasein als Wandlerin zwischen den Welten …

Lizzys Geschichte ist ein Roman. Darcys Roman, den die 17-jährige mehr aus Spaß an die bekannteste Literaturagentur New Yorks schickt. Zu ihrer Überraschung bekommt Darcy direkt ein Zwei-Buch-Angebot und einen horrenden Vorschuss. Dieser Erfolg macht sie waghalsig: Statt ihr College-Studium anzutreten, zieht Darcy nach New York. Auf gut Glück und ohne rechten Plan. Aber mit dem festen Vorhaben, eine richtige Autorin zu werden. Und sich zu verlieben …

DieProtagonisten

Darcy und Lizzy – eigentlich zwei verschiedene Personen. Die eine real, die andere fiktiv. Und trotzdem merkt der Leser, dass es eine Verbindung gibt. Wie viel Lizzy steckt in Darcy und wie viel Darcy in Lizzy? Bei manchen Autoreninterviews wird häufig eine Frage gestellt: Wie viel von Dir steckt in deinen Figuren? Kann die Frage richtig beantwortet werden? Ich denke nicht. Es sind die Gedanken von Darcy, die Lizzy leiten und erschaffen. Es sind Momente, die beide Personen erleben, in verschiedenen Leben und manchmal auch etwas abgewandelt. Sind sie also eins? Gibt es gar keine zweite Protagonistin? 

Fakt ist, dass Darcy eher gewagt agiert. Sie hat zwar einen Vertrag bei einem Verlag, aber keine vollendete Schulausbildung. Wird alles klappen? Wird sie Erfolg haben mit einem Buch, dass in kurzer Zeit geschrieben wurde? Ihre Familie spielt dabei nur eine kleine Nebenrolle. 

Kulisse

Wirklich interessiert hat mich das Leben und das Sein in „Afterworlds“. Dallas, den Flughafen, bekommt der Leser recht gut erklärt, andere Dinge aus der normalen Welt bleiben oft unscheinbar. Die Beschreibung von Yamaraj ist zudem ausführlicher als die von Lizzy und Darcy zusammen. 

Handlung

Zwei Welten, dass bedeutet zwei Handlungsstränge. Am Anfang lernt der Leser erst einmal Darcy kennen. Sie debattiert mit ihrer Familie über ihre Lebensentscheidung. Sie will nach New York, ihre Familie ist dagegen. Es wird deutlich, dass sie einen starken Charakter hat. Ihre Gedanken drehen sich  immer und ausschließlich um ihren Roman. Dabei vergisst sie, dass sie noch nicht erwachsenen ist und noch viel vor sich hat.

Die Figur ihrer Geschichte Lizzy muss mit ansehen, wie etwas schreckliches passiert, dem sie knapp entkommt. Ihr Seelenführer lehrt sie, was es heißt in „Afterworlds“ zu leben und zu wandeln. Wird sie das Leben wählen oder ein Dasein „dazwischen“?

Die beiden Leben haben leider wenig Berührungspunkte. Ich bin davon ausgegangen, dass sich vieles im Leben von Lizzy widerspiegeln würde, wenn Darcy es schreibt. Tatsächlich teilen die beiden sich eine erste Liebe und ihre Eindrücke, die ihnen dabei widerfahren. Allerdings bleiben diese Verknüpfungen eher am Rande bestehen. Der Leser kann, wenn er will, einfach alle Darcy Kapitel oder alle Lizzy Kapitel hintereinander weg lesen. Dann hätte er eine komplette Geschichte. Beide können getrennt voneinander existieren.

Mit der Zeit wird die „Afterworld“ etwas uninteressant. Lizzy ist ein Charakter der sich nicht weiterentwickelt und oft impulsiv agiert. Dadurch entstehen Dinge und Entscheidungen, die nicht nachvollziehbar sind und ziemlich plakativ wirken. Das Leben von Darcy  ist dagegen stürmischer, denn sie muss viele Probleme lösen und sich mit sich selbst auseinandersetzen. Klar wird, Schreiben ist ein Kampf – auch gegen sich selbst.

 

Diegestaltung

Das Cover zeigt die verschlungenen Welten, die verschlungenen Protagonisten. Ein Tropfen, der die Welten durchteilt, der verbindet und auch teilt. 

Eher abschreckend für mich war die Dicke des Buches. Mit 701 Seite ist es nicht nur dick, sondern auch schwer und unhandlich für unterwegs. 

DieBewertung

„Afterworlds“ verfügt über eine solide Grundidee. Der Gedanke, dass eine Geschichte fast lebendig wird, obwohl sie noch nicht ausgereift ist, wirkt spannend. Leider sind beide Welten etwas klischeehaft und verfügen über wenige Verbindungen an denen sich der Leser orientieren kann. Es gibt: 

Bildschirmfoto 2015-05-25 um 14.26.00

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s