Der Club der roten Bänder

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8,99 €

978-3442221769

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Albert Espinosa ist vierzehn Jahre alt, als er an Knochenkrebs erkrankt. Doch statt zu resignieren, nimmt er den Kampf gegen die Krankheit auf. Mit fünf anderen „Todgeweihten“ gründet er den Club der roten Bänder. Gemeinsam finden sie heraus, wie Glücklichsein wirklich geht. Albert ist davon überzeugt, dass eine Glücksakte viel wichtiger ist als eine Krankenakte mit Fieberkurve. Als sein Bein amputiert werden muss, veranstaltet er eine Abschiedsparty für das Bein. Seine Glücksregeln stecken voller Humor und Optimismus und zeigen: Glück, das nicht auf der Hand liegt, sondern sich erst auf den zweiten Blick zeigt, ist dafür umso intensiver.

Sie war in aller Munde: die Vox-Serie. Alle sahen sie, redeten darüber und bestellten sich rote Bänder. Auch ich habe mit den Kindern und Jugendlichen auf der Krebstation gelacht, geweint und Abschied genommen. Es hat mein Herz berührt, auch wenn es manchmal sicher nicht nah genug an der Realität war. Trotzdem steckt dahinter eine wahre Geschichte: die Geschichte von Albert Espinosa. 

Er ist noch sehr jung als er Knochenkrebs bekommt. Was tun? Kämpfen? Für wen? Für mich, meine Eltern, das Leben? Er gründet den Club der roten Bänder. Bänder die zeigen, dass du etwas durchgemacht hast. Eine OP, dann folgt noch eine. Chemotherapie und abwarten. Aufpäppeln und aufgepäppelt werden, im Krankenhaus verweilen, während das Leben „da draußen“ weitergeht. 

Albert Espinosa wächst mit seiner Krankheit und durch sie. Er hört den Menschen zu. Egal, ob sie älter sind oder jünger. Egal, ob sie kotzen oder gelb im Gesicht sind. Er strickt sich seinen Krankenhausaufenthalt so, wie er es gebrauchen kann. Freunde oder Feind gibt es in dieser Welt nicht. Verstehen kann die Kinder nicht jeder. Was machst du einen ganzen Tag lang? Was machst du, damit das Kotzen erträglicher wird? Lachst du oder weinst du? Wie nimmt man Abschied? 

All diese Fragen hat Albert sich gestellt und auf manche gab es sogar eine Antwort. Aus seiner Krankheit entstand ein Buch, das nicht nur gelesen werden kann, wenn  man schwer krank ist. Es sind Lebensweisheiten, kleine Ratschläge, die Menschen beherzigen sollten. Es gibt immer jemanden der dich beeindrucken kann, kleine Schlaglichter in deinem Leben, die du nutzen kannst. Wird daraus eine Freundschaft? Oder nur ein sehr gutes Gespräch nachts um Drei? Das Leben schreibt Geschichten, wie es ihm passt und du musst sehen, dass du glücklich bist. 

Das Buch spiegelt nicht die Fernsehserie wider und die Serie nicht das richtige Leben von Albert Espinosa. Aber zusammen ergibt sich ein schönes Bild. Ein Bild, das zeigt, dass manche Dinge kein Tabuthema mehr sein sollten und auch nicht immer alles ernst genommen werden sollte. Es ist schwer und traurig, aber es gibt auch Glücksmomente, die es lohnt festzuhalten. 

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