Changers – Oryon

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Changers 02 

Oryon 

T. Cooper / Allison Glock 

Kosmos, 2015 

16,99€ 

978-3440143636

Amazon

Bei ihrer zweiten Veränderung wacht die 15-jährige Drew als Junge auf. Drew ist jetzt Oryon, ein cooler afro-amerikanischer Skatertyp. Gerade, als sie sich an ihre weibliche Identität gewöhnt hatte! Doch so ist das Leben für einen Changer, eine alte Menschenart, deren Angehörige jedes Highschooljahr als eine andere Person existieren müssen. Bis zum nächsten Sommer wird Oryon lernen, wie sehr die Welt um ihn herum versucht, ihn in das zu verändern, was sie in ihm sieht – und dass er nur er selbst sein kann, wenn er sich dem widersetzt.

DieProtagonisten

Viel Zeit bleibt dem Leser nicht, sich mit dem neuen Protagonisten anzufreunden. Wird es ein weiteres Mädchen, wird es wieder ein Junge? Die Frage muss sich der Leser nicht stellen: er kennt bekanntlich den Titel: Oryon ist ein Junge, ein dunkelhäutiger Junge. Die Begründung ist so einfach, wie kompliziert. Er wird sich neu einfügen müssen, wieder an einen männlichen Körper gewöhnen müssen und wieder im Abseits stehen. 

Viele Bekannte treffen wir wieder, denn die Schule ändert sich nicht. Audrey ist wieder mit von der Partie und weiß natürlich nicht, dass Drew Oryon ist. Sie ist distanziert, etwas forsch und ein wenig zurückgezogen. Hier nimmt der Leser am ehesten die Veränderung wahr, die geschieht, wenn eine Freundin verschwindet und nicht wieder kommt. 

Andere Changer tauchen auf und auch die „Revolution“ und ihre Gegner sind dabei. Leider kann ich mit diesem Abschnitt nicht viel anfangen, sodass er für mich nicht wirklich wichtig ist. 

Kulisse

Die Kulisse bleibt. Eine Highschool, die wir schon kennen, Oryon auch. Trotzdem muss er so tun, als wäre er neu und unbedarft. Er kennt jeden Stein und wir wissen, mit wem er befreundet war oder wen er als Drew gehasst hat. 

Handlung

Wie wird Drew darauf reagieren wieder ein Junge zu sein? Wird er sich daran gewöhnen können? Wie geht es mit Audrey weiter und widersetzt Oryon sich den Regeln, die besagen, dass er mit niemandem befreundet sein kann, den er schon länger kennt? 

Die Geschichte mit Audrey hat mich wirklich neugierig gemacht. Ich wollte unbedingt wissen, ob die beiden noch eine zweite Chance bekommen oder Oryon die Finger davon lässt. Spannend war auch zu sehen, ob er weiterhin sein Geheimnis für sich behält. Ansonsten war die Geschichte etwas fade, denn sie spiegelt den Werdegang von Band 1 wider.

Ein neuer Körper, der überraschend anders ist, neue Freunde und alte, die wieder überzeugt werden müssen. Ein Mädchen, das wir mögen – eines, was uns auf die Finger schaut. Neue Hobbys und alte Gewohnheiten, die wir schon kennen. Manchmal übertritt Oryon eine Changer Regel, manchmal auch nicht. Es gibt Szenen, da möchte ich, dass er einmal ungehorsam ist und andere, da finde ich nicht, dass es sich lohnt. Sein Verhalten ist manchmal komisch und ich frage mich, ob er dann noch als Mädchen denkt und handelt, anstatt ein Junge zu sein. 

Dass er zusätzlich noch ein Handicap dazu bekommt, war fast schon offensichtlich. Erst der Schritt vom Jungen zum Mädchen, der schwer genug ist. Nun ist er einer anderen Randgruppe in der Highschool zugehörig, die nun mal mehrheitlich von „Weißen“ besucht wird. Ich hoffe, dieser Satz wird mir nun nicht falsch ausgelegt. 

Aber eines muss ich zugeben: das Ende ist ein großer Cliffhanger, den ich nicht erwartet habe. Ich bin ganz überrascht, dass dieser Strang der Geschichte so rasant und konsequent ausgebaut wird. Ersichtlich war es für mich nicht. 

 

Diegestaltung

Die Cover unterscheiden sich nur in der Farbe. Einfallslos? Nicht unbedingt. Jeder Weiß, dass die Bücher zusammengehören und was sollen sie mehr zeigen? Immerhin wechselt der Protagonist sein Äußeres. 

DieBewertung

Dieser zweite Band konnte mich leider nicht mitreißen. Oryon war mir etwas unsympathisch und die Geschichte gleichzeitig zu durchsichtig für den geübten Leser. Da mir die Grundidee dennoch gefällt, bekommt dieses Buch von mir: 

Bildschirmfoto 2015-05-25 um 14.26.00

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