Venezianisches Finale & Endstation Venedig

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Venezianisches Finale

Donna Leon

Diogenes, 1995

978-3257227802

12,00 €

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Inhalt:

Skandal in Venedigs Opernhaus ›La Fenice‹: In der Pause vor dem letzten Akt der ›Traviata‹ wird der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe riecht es nach Bittermandel – Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetti. Und es scheint, als ob einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen.

1600719

Endstation Venedig

Donna Leon

Diogenes, 1996

978-3257229363

12,00 €

Amazon

Inhalt:

Eine Leiche schwimmt in einem stinkenden Kanal in Venedig. Und zum Himmel stinken auch die Machenschaften, die sich hinter diesem Tod verbergen: Mafia, amerikanisches Militär und geldgierige Geschäftsmänner sind gleichermaßen verwickelt. Commissario Brunetti muß sich anstrengen, um nicht selbst im Kanal zu landen. Wer Giftmüll verschwinden lassen kann, für den sind unliebsame Mitwisser kein Problem.

DieProtagonisten

Das erste Treffen mit Brunetti verlief anders als gedacht. Im Grunde hat sich der Commissario kaum  verändert. In den jüngeren Fällen hat er eine, in manchen Dingen, veränderte Einstellung, aber mehr auch nicht. Seine Liebe zu Venedig drückt er in den älteren Fällen sehr selten aus, dafür aber seinen Frust durch seinen Vorgesetzten bzw. seiner Arbeitskollegen. Seine Familie ist ein interessanter Aspekt, denn mit seinem Schwiegervater versteht er sich am Anfang nicht sonderlich gut. Es herrscht eine Art Distanz, die sich erst im zweiten Fall etwas auflöst. 

Seine Familie wirkt etwas in den Hintergrund gedrängt – es gibt sie aber. Tatsache ist, dass der Schwiegervater eine größere Rolle in „Endstation Venedig“ spielt und sogar zwielichte Züge annimmt. 

Kulisse

Ich habe den Vergleich: die neueren Romane und die älteren. Es fällt auf, dass die Beschreibungen von Venedig am Anfang noch recht karg ausfallen. Ich habe auch die Liebe zu Venedig von Brunetti nicht so sehr gespürt wie in „Der Tod zwischen den Zeilen„. 

Handlung

Ein toter Opernsänger sorgt für Aufregung. Die Opernwelt ist eine interessante und pompöse Welt, die ausgiebig beschrieben wird. Brunetti muss oft mit Fingerspitzengefühl vorgehen, stellt aber trotzdem unangenehme Frage. Es gibt oft Dialoge, die keinen wirkliche Erkenntnisgewinn erbringen, was ich persönlich sehr schade finde. Der Krimi wirkt dadurch etwas aufgebläht und hätte vielleicht kürzer sein können. 

Im zweiten Fall „Endstation Venedig“ ist es die Leiche eines jungen Mannes, die im Canal treibt. Entdeckt wird sie nur durch Zufall, schnell wird auf ein Drogendelikt oder Raubüberfall geschlossen. Brunetti glaubt dies nicht, und folgt einer fast nicht vorhandenen Spur bis ins idyllische Niemandsland. Dieser zweite Fall hat mir vom Grundthema besser gefallen, da er ein wichtiges Thema anspricht. Ich verrate es euch nicht, da sonst der Ermittlungscharakter dahin wäre. Was mir aber hier fehlt, ist der Spannungsbogen. Zwar ist dieser in den anderen Krimis auch nur sehr leicht vorhanden und steigert sich nur mäßig, aber hier fehlt er mir. Die Gespräche und Ermittlungen laufen lange gegen eine Mauer des Schweigens, später sind es Behörden, die nicht kooperieren – das alle bremst die Handlung ungemein. 

 

Diegestaltung

Als Taschenbücher machen die Krimis etwas weniger her. Dafür sind die biegsamer und passen in meine Manteltasche für unterwegs. Die Coverabbildungen der Hardcover und Taschenbücher sind recht ähnlich. Ich tendiere aber lieber zu den leinengebundenen Hardcovern. 

DieBewertung

Diese beiden ersten Fälle von Brunetti haben mir nicht ganz zugesagt. Es fehlt die unbändige Liebe zu seiner Stadt und seiner Familie, die mir hier noch etwas „seicht“ vorkommt. Außerdem fehlte bei „Endstation Venedig“ die unterschwellige, sonst vorhanden Spannung. 

Bildschirmfoto 2015-05-25 um 14.26.00

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Bildschirmfoto 2015-05-25 um 14.26.09

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