Juwel – Die Gabe 01

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Juwel

Die Gabe

Amy Ewing

Übers.: Andrea Fischer

FJB, 2015

978-3841421043

16,99 €

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Violet lebt in Armut, aber sie hat
eine besondere Gabe.
Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist.

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen? Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

DieProtagonisten

Violet ist besonders. Leider ist sie dies nicht immer für mich, denn ein bisschen kleines Mädchen steckt auch noch in ihr. Manchmal ist sie etwas weltfremd und ich frage mich, ob die Klatschzeitschriften ihrer Freundin, ihr geholfen hätten. Sie ist oftmals sehr unentschlossen und hat sich ihr Leben anders vorgestellt. 

Ihre Familie ist sehr bodenständig und ich mochte es sehr sie zu treffen. Es ist ein Einblick in die andere Seite der „Juwel-Welt“, die das reiche Juwel noch einmal anders wirken lassen. 

Die anderen Charaktere, wie zum Beispiel ein Ankleidemann, ein Mann, der jemandem alles beibringen soll, Violet Freundin und die ganzen Fürstinnen und Fürsten sind am Anfang schwer auseinanderzuhalten. Mit der Zeit wird es besser – nicht aufgeben. Ich mag Violet Freundin sehr, die müsst ihr unbedingt kennenlernen. 

Kulisse

Die Kulisse ist sehr ausgefeilt. Es gibt im Innendeckel eine Erklärung zum Juwel und wie es entstanden ist. Das hat mir gut gefallen. Das Juwel selbst entstand durch einen langen Streit, Fürstenhäusern und durch Heiraten. Wer da mit wem, ist fast undurchsichtig, denn sie haben so klingende Namen wie Fürstin zum Wald oder ähnliches. 

Das Buch versprüht soviel Farbe und das nicht nur durch die Kleiderauswahl. Es ist bis ins kleinste Detail ausgeschmückt. Räume werden beschrieben, Menschen mit Macken erklärt und Blumen im Garten erwähnt. 

Handlung

Violet hat eine Gabe und musste dadurch einiges ertragen in ihrem jungen Leben. Fern ab von ihren Eltern werden ihre Gaben gestärkt und perfektioniert. Die Autorin hat daraus keinen Hehl gemacht und es fließt schon einmal Blut. 

Als sie versteigert wird und im Juwel landet, ist alles anders. Genug Essen, vor allem was Violet mag und will, Wärme, Kleider und viele eigene Zimmer waren auf sie. Zuerst ist sie begeistert, aber dann entdeckt sie, dass nicht alles so perfekt ist. Es herrscht Misstrauen in den oberen Rängen der Gesellschaft und sie ist mittendrin und eine Schachfigur! Wird sie es schaffen, ihrer „Herrin“ gerecht zu werden? Oder wird sie sich auflehnen? Kann dieses Leben das richtige sein? 

Bis auf ein paar Kleinigkeiten war ich wirklich überrascht von dem Buch. Ich erwähnte schon die Detailtreue und die wirklich blühende Fantasie der Autorin. Nicht alles hat sie neu erfunden, so gibt es oft das Mädchen, dass sich  in einen besseren Stand hocharbeitet, aber dafür etwas tun muss. Das ist aber kein Vorwurf an die Geschichte und Amy Ewing. Durch die Kulisse und die Kleinigkeiten, die mir ans Herz gewachsen sind: Die Kleider, die Augenfarben, die Auktion etc. bin ich damit völlig einverstanden. 

Leider mag ich Violet nicht immer, denn sie ist oft ziemlich nervig und gefangen in ihren ewigen Gedankenkreislauf, der sich zwischen Überleben und etwas verändert bewegt. Sie ist so unentschlossen und teilweise naiv, dass ich zum Ende hin nicht mit einer Entscheidung von ihr rechne. Meiner Ansicht nach hätte sie auch einfach sagen können: So das war’s, ich bleibe hier. Dann wäre die Geschichte einfach zu Ende gewesen. Das passiert nicht, soviel sei Euch verraten. 

Der zweite kleine Kritikpunkt ist der böse Cliffhanger. Ich ahnte, dass wir zu keiner Entscheidung kommen werden. Das ist okay, aber die Stelle, an der das Buch endet, ist wirklich, wirklich fies. Ein paar Seiten mehr hätten mich beruhigt und ich hätte mit dem Ende leben können…. An beiden Dingen kann die Autorin bis Band 2 gearbeitet haben, deswegen werde ich die Trilogie bzw. Reihe(?) weiterlesen. 

 

Diegestaltung

Das Cover ist ein Hingucker. Ich habe vom  Band 2 schon das Titelbild gesehen und muss sagen, dass es mich ein bisschen an „Selection“ erinnert. Ich liebe diese großen Auftritte und Kleider einfach.

DieBewertung

Bis auf das Ende, ein Cliffhanger, groß, laut und schwer zu ertragen – habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es hat einen ausgefeilten Spannungsbogen und überzeugt mit seiner Farbpracht in der Erzählung. An den Protagonisten können wir auch noch in Band 2 etwas feilen.

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4 Kommentare

  1. Hey 🙂

    Das Kommentarfeld ist hier ja richtig gut versteckt 😀 …

    Ich habe „Das Juwel“ gerade im August auf Englisch gelesen, deswegen ist meine Erinnerung noch ziemlich frisch :). Bis zur Mitte hat es mir eigentlich sehr gut gefallen bis ca. zu dem Zeitpunkt, wo die Liebesgeschichte einsetzte … Dann hatte ich leider gleich mehrmals das Gefühl, dass Violet einfach nur noch dumm handelte. Ich sage jetzt nur: Sex! Da hätte ich ihr am liebsten zurufen mögen, dass das in ihrer Situation wirklich das dümmste ist, was sie tun kann.

    Den Cliffhanger fand ich ehrlich gestanden ein bisschen merkwürdig. Er wirkte auf mich eher so, als ob die Autorin eigentlich ein Buch geschrieben hat, das dann aus irgendeinem Grund einfach mittendrin geteilt wurde (oder wird es eine Trilogie?). Teil 2 erscheint auf Englisch jedenfalls schon relativ bald, daher werde ich mich Gott sei Dank nicht so lange gedulden müssen. Ein Teil von mir will nämlich trotzdem noch wissen, wie es weitergeht – und vielleicht wird Violet doch noch ein bisschen klüger … 😀

    Liebe Grüße
    Ascari

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    • huhu, danke für deinen langen Kommentar. Ja, ich fand das mit dem Sex! auch sehr merkwürdig. Aber auch andere Handlung und ihre Gedankengänge waren manchmal wirklich komisch. Ich weiß gar nicht, ob es eine Trilogie wird, aber ich habe es vermutet, denn im Moment gibt es das doch fast nur ?!?! Lg Franzi

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      • Das stimmt allerdings, leider. Aber wahrscheinlich kann man halt mit einer Trilogie mehr Geld verdienen als mit einem einzelnen Buch. Wobei ich leider schon auch das Gefühl habe, dass die Story manchmal künstlich ausgedünnt wird, damit man eine Trilogie drausmachen kann :-/

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