Glück kann vielfältig sein!

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Das Glück wächst nicht auf Bäumen 

Wendy Wunder 

Goldmann, 2015 

978-3442314003

14,99 € 

Amazon

Hannah ist schüchtern, angepasst und fällt ungern auf. Zoe ist impulsiv, temperamentvoll und liebt es, unsinnige Dinge zu tun. Hannah und Zoe sind beste Freundinnen. Nichts und niemand könnte sie trennen. Als Zoe den Drang verspürt, aus ihrer kleinen Heimatstadt in New Jersey zu verschwinden, zögert Hannah keine Sekunde, sie zu begleiten. Gemeinsam machen sie sich mit ihrem Auto auf und lassen alles hinter sich: ihre Eltern, ihre enttäuschten Lieben, das College. Und während sie Tornados jagen, Kermit befreien und neue Freunde finden, begreift Hannah immer mehr, was Zoe ihr zeigen will: dass das Leben wunderschön ist, dass man Grenzen einreißen darf, dass es Spaß macht, mutig zu sein. Und Hannah weiß auch, dass ihnen vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt – denn Zoe ist krank und jeder Tag mit ihr ein kostbares Geschenk.

DieProtagonisten

Hannah ist kein Hans Dampf in allen Gassen. Immer wieder muss sie ihre Mutter aufrichten, ihrem Vater helfen und einen Plan für ihre Freundin entwerfen. Sie vergisst sich ein bisschen selbst, lebt auf gut ausgeleuchteten Pfaden, die sie nie verlässt. Leben? Das ist für sie harte Arbeit, ohne viel Lächeln. 

Eine ruhige und vernünftige Person braucht einen quirligen Gegenpart und Zoe ist genau das. Fröhlich ausgelassen, bunt und laut. Einiges davon hat einen guten bzw. schlechten Grund, den die beiden Mädchen versuchen zu vergessen. Zoe stellt Hannah auf dieser Reise oft auf die Probe. Doch die Freundschaft der beiden spürt der Leser und die Leserin immer – in jedem Satz. 

Am Rand gibt es viele Gesichter. Hannahs Vater, den ich nicht leiden kann. Hannahs Mutter, oft sehr traurig ist. Und Jungs, die manchmal sehr schüchtern sein können. 

Kulisse

Es ist ein Roadtrip, den die Mädels unternehmen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie kaum halt machen. Wenn sie es aber tun, fallen ihnen ganz verrückte Dinge ein, die zum Teil verboten sind. Ich war noch nie selbst in einer Wüste, konnte mir die Landschaften gut vorstellen und bin deswegen mit der Kulisse zufrieden. 

Handlung

Eine Freundschaft wird auf die Probe gestellt, eine Krankheit lässt schwarze Wolken aufziehen und die Liebe ist auch ein Ding der Unmöglichkeit. Zoe und Hannah sind seit Kindertagen befreundet und haben schon etliches durchgemacht. Zoe Krankheit ist mal schlimmer und mal besser. Ihre Kreativität stiftet sie oft zu viel Unsinn an und Hannah ist diejenige, die alles retten muss. Hannah ist ganz schön schlau, obwohl sie nur auf die schlechtere Schule geht und wenig Geld hat. Aber als die Welt zu kippen droht und Zoe weglaufen will, kommt Hannah einfach mit. 

In vielen kleinen Lektionen lernt Hannah Schritt für Schritt wie es ist, etwas mehr wie Zoe zu sein. Die Kapitel haben dabei schöne, kurze und klangvolle Überschriften. Glauben, Gott und Karma sind nur drei davon. Sie verraten nicht, was die Freundinnen aushecken werden, passen aber wirklich wunderbar zum gesamten Ton des Buches. 

Das Buch ist nicht richtig traurig, Taschentücher braucht ihr nicht. Aber manchmal Seufzen, das dürft ihr schon. Die Freundschaft der beiden wird von allen Seiten auseinander genommen. Wenn Zoe nervig ist, muss Hannah einen kühlen Kopf behalten. Wenn sie weg läuft, so denken wie ihre Freundin. 

Es hat mir sehr gut gefallen, dass das Buch fast ohne Vorurteile gegenüber Dies Krankheit auskommt. Aber wenn es um die Schere zwischen Arm und Reich geht, hackt der Roman ganz schön zwischen und zeigt die Unterschiede auf. 

„Das Glück wächst nicht auch Bäumen“ ist ein Roadtrip (endlich mal nur mit Mädchen), der mir sehr gut gefallen hat. Gestört hat mich nur, dass die Autorin immer noch ein Problem dazu gepackt hat. Es gibt noch einen Bruder mit Autismus, die verlorenen Liebe und und und … Die Konzentration auf den Roadtrip, die Freundschaft und eine Krankheit hätte mir völlig ausgereicht. 

 

Diegestaltung

Das Cover gefällt mir ganz gut. Nach dem Lesen allerdings fällt mir jetzt schon nicht mehr ein, warum dort ein Zebra zusehen ist. Die Frau mit dem Schirm, kann ich mir eben noch herleiten. Ich bin allerdings der Meinung, dass ein Bügel und ein Pony eine Rolle spielen und kein Zebra. Vielleicht ist es einfach nur an mir vorbeigegangen ?!? 

DieBewertung

Wendy Wunder bekommt für diesen teils Lebensbejahenden Roman vier wertvolle Bücherpunkte von mir. Mir gefällt ihr Art zu schreiben, nur ein tiefgreifendes Thema weniger, hätte es auch getan. So kommt der minimale Punktabzug zustande. 

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