Freundschaft mit Hindernissen – Amy & Matthews

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Amy & Matthew 

Was ist schon normal? 

Heynefliegt, 2015 

978-3453269163

14,99€

Amazon

Die 17-jährige Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie kann nicht sprechen und nicht ohne Hilfe laufen. Aber sie ist unglaublich klug und wahnsinnig hübsch – zumindest in den Augen ihres Klassenkameraden Matthew, der auch nicht so ist wie die anderen. Vor allem mit Nähe hat Matthew ein Problem. Doch genau die sucht Amy, die genug davon hat, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Im letzten Jahr der Highschool beschließt sie, dass das Leben jetzt beginnen muss. Und sie verliebt sich in den sensiblen Matthew. Dann aber begeht sie auf dem Abschlussball einen verhängnisvollen Fehler und verletzt Matthew zutiefst. Wird er ihr verzeihen?

DieProtagonisten

Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie verkörpert soviel Witz in ihrer kleinen Person, dass ich sehr viel lachen musste. Sie ist manchmal auch einfach nur sehr ehrlich, dann denke ich: „Das hättest du lieber nicht gesagt!“, und muss schon wider lachen. Ihr körperliches Handicap verschwindet an manchen Stellen zugunsten der Interaktion zwischen Matthew und ihr. Der Leser denkt weniger daran, dass ihr die Stimme fehlt oder sie nicht laufen kann. Ich habe es zwischendurch fast völlig vergessen.

Matthew ist am Anfang sehr schüchtern. Seine Entwicklung zu verfolgen war sehr spannend, denn sie ist manchmal kleinschrittig und manchmal überraschend schnell. Ich mochte ihn auf Anhieb, gerade weil er etwas „anders“ ist. Nicht der typische, männliche Sonnyboy, der genau weiß, was er will. 

Es gibt noch mehr Schulbegleiter. Einige mag ich, andere sind mir zu arrogant. Sie bilden einen bunten Schwarm, der sich mehr oder weniger mit Amy beschäftigt. 

Kulisse

Amy geht auf eine normale Schule und hat nun endlich Schülerbetreuer in ihrem Alter. Oftmals wirft der Leser eher einen unscheinbaren Blick auf die Kulisse aus Amy Sicht, wenn sie einem Problem gegenüber steht. Wenn Matthew spricht fallen mir ganz andere Dinge auf. Im weiteren Verlauf wird ein Teil des Jugendbuches sogar in einem College spielen. 

Handlung

Amy will ein normales Leben oder etwas, was dem nahe kommt. Matthew will nichts bestimmtes, außer vielleicht seine Ruhe. Als Amy ihn um Hilfe bittet, kann er nicht Nein sagen und schnell nimmt das ganze Drama seinen Lauf. 

Während Amy manchmal herrlich ehrlich ist und einfach anspricht, was schief läuft oder komisch ist, gesteht sich Matthew fast nichts ein. Er ist auch etwas eigenartig, was die Leser aber erst im Lauf der Geschichte merken. Zwischen den beiden ungleichen Typen entwickelt sich eine Freundschaft, die auch darauf basiert, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben. Immer mehr fällt auch Matthew auf, dass nicht alles normal ist, was er so macht. Und dann stellt sich die große Frage: Etwas wagen und an sich glauben? Oder das Leben leben, das die Umwelt für einen gedacht hat? 

Die Konstellation in diesem Buch ist für mich bis jetzt einzigartig. Klar gab es schon Bücher, in denen Menschen mit besonderen Handicaps gelebt, geliebt und gelacht haben. Es ist auch so, dass diese Geschichte immer besonders berühren, obwohl wir immer sagen, jeder Mensch hat die gleichen Chancen. Zwischen Amy und Matthew herrscht aber von Anfang an so eine Vertrautheit und Gleichheit im Herzen, dass ich mich einfach nur wohlfühlen kann. 

Immer wieder dreht sich die Geschichte, da der eine denkt, der andere wäre besser dran „Wenn“. Oder es passiert etwas, womit ich gar nicht gerechnet habe. Wie ihr am Ende sehen werdet, bekommt duch insgesamt aber nur 4 Bücherpunkte. Diesen einen Punkt Abzug kann ich Euch erklären. 

Am Ende hat sich das Buch, die Beziehung/Freundschaft von Amy und Matthew einmal zu viel verändern und gedreht. Es ist nicht so, dass im Buch wenig passiert, deswegen verstehe ich diesen großen, großen Knall fast zum Schluss nicht. Es ergibt immer noch ein stimmiges Bild, aber es ist das Tüpfelchen zu viel. 

Diegestaltung

Gepackt hat mich das Cover, welches mich an einen John Green oder David Levithan Roman erinnert. In diese Sparte ordnete ich das Buch ein und musste es haben. Tatsächlich passt es sehr gut in diese Reihe hinein, denn es hat Witz, viel Herz und beide Protagonisten eine Menge Charme. 

DieBewertung

Amy brachte mich oft zum Lachen und Sorgen habe ich mir immer im Matthew gemacht. Fast bis zum Schluss waren sie eines der süßesten Freundschaftspaare, die ich dieses Jahr treffen durfte. Alles ist möglich, man muss es nur wollen. 

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