Eine Flut kann alles verändern – Zwischen uns die Flut

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Zwischen und die Flut

Eva Moraal

Oetinger, 2015

978-3841503510

14,99 €

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Zwei Familien, zwei Schicksale. Dazwischen eine Liebe, die nicht sein darf. Als Nina und Max sich ineinander verlieben, steht ein großes Geheimnis zwischen ihnen. Es wird ihre Wege auseinanderreißen und wieder zueinanderführen. Doch die Wahrheit kann zerstörerisch sein. Sie sät Zorn, wo Schuld gesucht wird. Und nur allzu schnell werden aus Opfern Täter. Eine atemlose Jagd nimmt mit einer Entführung ihren Anfang, und schon bald ist klar: Nichts ist, wie es scheint.

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DieProtagonisten

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Nina und Max sind sehr unterschiedlich. Aber auch ihre Gemeinsamkeiten sind sehr stark. Beide gebeutelt von der Flut – jeder auf seine Weise. Auf ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten wird die Geschichte aufgebaut. Im Verlauf der Geschichte ist es deswegen für mich schwierig, die beiden nicht immer als Einheit zu sehen.

Nina lebt in einer Welt, die mit Sensoren bestimmt ist. Ein Geräusch weckt sie, die Dusche geht von alleine an, wenn sie sie nur betritt. Max hingegen kennt so etwas nicht. Er wohnt in einem Hochhaus mit wenig Equipment.

Nina und Max sind Gefühlsmenschen. Lassen sich nicht viel vorschreiben, denken aber mit und sind beeinflussbar. Nina lässt sich schneller beeindrucken als Max, da sie seine Welt nicht wirklich kennt. Mit Ninas Augen seine Welt zu sehen, ist deswegen recht interessant.

Max und seine Familie, die meist von seinem Bruder beherrscht wird, sind ein ganz anderes Kaliber, aber nicht weniger interessant. Dort geht es etwas rauer zu, geredet wird nicht viel, dafür aber gehasst, gerächt und nicht geweint.

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Kulisse

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Alles ist anders. In Dystopien ist dies keine Seltenheit, sondern steht an der Tagesordnung. Hier hat das Wasser vieles zerstört und die Menschen dazu gezwungen anders zu leben. Es gibt einen großen Unterschied zwischen den „Nassen“ und den „Trocknen“. Sie leben anders, denken anders und die Kluft könnte nicht größer sein.

Eine Flut ist zwar nichts Originelles, aber das Setting ist es. Mit Fantasie und wenigen Informationen wird der Leser in der Geschichte gehalten, denn irgendwie wollte ich immer mehr wissen, auch wenn ich fast nichts erfahren habe.

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Handlung

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Die Flut hat die Menschen noch mehr beeinflusst, als möglich ist. Es gibt die Sonnenseiten und die Schattenseite. Das Hochhaus und das Einfamilienhaus, den CD Player oder die Hightechgeräte. Dazwischen gibt es zwei Menschen, die sich mögen.

Der Stoff „Romeo und Julia“ neu verarbeiten und immer wieder gut. Über Grenzen und Schranken hinweg, wird versucht zu lieben, sich zu vertragen und etwas zu verändern. Es gibt natürlich viele Hindernisse zu bewältigen, die auch der Leser spürt.

Auf den ersten 50 Seiten wusste ich eigentlich nur, dass es eine Flut gab. Warum? Wieso? Fragt Euch so etwas lieber nicht, denn diese Fragen können quälend sein. Die Brocken, die Euch hingeworfen werden, um die quälenden Fragen zu beantworten, sind wirklich minimal. Dabei ist dies keine Beschwerde, aber wer richtige Antworten erwartet, muss lange warten und diese sogar vertagen, denn alles wird nicht beantwortet.

Ansonsten ist das Buch gut lesbar, denn die Kapitel sind kurz und die Einsicht in die Protagonisten klar und verständlich. Abwechselnd erzählen Nina und Max von ihrem Leben, ihren Familien und ihren Problemen. Mal redet Nina mehr, mal Max. Einige Dinge ergänzen sich auch wunderbar, denn manchmal denkt Max anders über einige Dinge und nimmt diese auch anders wahr. Diese beiden Innenwelten ergänzen sich perfekt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und nicht allzu detailliert. Die groben Fakten und wichtigen Dinge werden erwähnt, aber nicht bis zu kleinsten Kleinigkeit beschrieben. Da ist etwas Platz nach oben, wie ich oben schon erklärt habe. Dies ist dann auch mein kleiner Punktabzug, sodass das Buch vier Bücherpunkte erhält.

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Diegestaltung

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Das Cover ist nicht aufregend, trifft aber den Kern des Romans und ist deswegen gut gewählt. Was ihr nicht sehen könnt, ist der blaue Buchschnitt, der so schön geknistert hat, wenn die Seiten zum ersten mal umgeblättert wurden.

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DieBewertung

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Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob mir das Buch gefallen würde. Aber am Ende ist klar, dass dies ein gutes Buch ist. Das Wasser als Gefahr, die Menschen, die durch Rache getrieben werden, haben mir sehr gut gefallen.

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Ein Kommentar

  1. Huhu 🙂

    Ich hab den Roman gestern auf lovelybooks entdeckt und finde, dass er echt gut klingt! Ich mag, dass man ihm auf den ersten Blick nicht ansieht, dass es eine Dystopie ist 😉

    Schöne Rezension! 🙂

    Liebe Grüße,
    Marie

    Gefällt mir

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