Das Finale im Eis – Der letzte Engel

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Der letzte Engel

Der Ruf aus dem Eis

Zoran Drvenkar

cbj, 2015

978-3570171370

17,99€

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Stell dir vor, die Unsterblichkeit klopft an deine Tür und raubt dir dein Leben.
Stell dir vor, du heißt Motte und erwachst mit zwei Flügeln auf dem Rücken.
Und dann gehst du auf deine eigene Beerdigung und bist für niemanden sichtbar, außer für zwei alte Damen.
Und diese alten Damen haben sehr großes Interesse daran, dir deine Flügel abzunehmen.
Stell dir vor, du bist der letzte Engel.
Und jetzt stell dir vor, du wirst wiedergeboren und dein erster Atemzug wandert um die Welt und lässt die Toten auferstehen.
Stell dir das mal vor.

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DieProtagonisten

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Stell Dir mal vor, du bist Motte und sitzt immer noch auf dem Friedhof. Bist völlig kaputt, hast keine Flügel mehr und bist was? Jup, der letzte Engel, aber was sagt das, über Dich aus? Erst einmal gar nichts und es ist toll zu lesen, dass Motte sich kaum verändert hat. Einige Charakterzüge hatte ich noch nicht vergessen. Allerdings sind mir seine Freunde fast gänzlich verloren gegangen. An die beiden musste ich mich erst wieder gewöhnen.

Viele altbekannte Protagonisten tauchen wieder auf. Wir fahren Limousine mit dem Zaren, beobachten unsere beiden alten Damen und kommen dem Geheimnis immer mehr auf die Spur. Es gibt aber auch Neues zu bestaunen und andere Seiten von Figuren, die wir eigentlich schon in- und auswendig kannten.

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Kulisse

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Es ist kalt, es ist die Stätte an der alles begann. Eine einsame, vereiste Insel. Dort gibt es nichts außer Eisbären und einigen Menschen, die dort der Natur trotzdem. Sie haben ein Geheimnis und welche Schneelandschaft sieht nicht geheimnisvoll aus und ist so ruhig, dass alles den Atem anhält?

Ansonsten gibt es so viele Erzählsprünge und Perspektiven, sodass der Leser schnell die Übersicht verliert. Jede Person wechselt oft und gern die Kulisse. Einige kommen dem Leser bekannt vor: So sehen wir noch einmal die Villa wieder, kehren zurück in manche Erinnerungen und begeben uns auf ganz neue Wege. 579035_638779992813944_432554395_s

Handlung

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Der Countdown läuft ab! Motte und Co. haben noch drei Tage, um seine Flügel zurück zu bekommen und den Krieg zu verhindern. Allerdings sieht es ziemlich schlecht aus. Sie müssen alle ins ewige Eis, dorthin, wo alles begann. Und mal ehrlich, keiner versteht die Prophezeiung wirklich. Jeder vielleicht einen Teil, aber Austausch zwischen den Fronten? Niemals! Jeder möchte jeden ausbooten und es werden neue Ränke und Allianzen geschmiedet.

Letzteres ist sehr, sehr anstrengend für den Leser. Wer mit wem, warum? Alle Fronten sind alt und hinfällig. Während Motte noch seinen Flügeln nachtrauert und bei Esko ist, sind die alten Damen schon wieder unterwegs. An anderer Stelle wird jemand bedroht, der Einzelheiten zurückbehält, ein Böser kommt ins Straucheln, alles löst sich auf und niemand hat eine Ahnung, wie das Chaos enden soll.

Ich hatte auch Probleme, festzustellen, wie sich das nun alles auflösen würde. Zudem gibt es noch eine Insel zu besuchen, ganz alte Protagonisten tauchen wieder auf, die der Leser nur vom Hören-Sagen kennt. Wenn Ihr dieses Buch lest, wisst  Ihr dann noch alles aus Band 1? Ich hatte wirklich meine Probleme, auch wenn Drvenkar am Anfang ordentlich vom Gas geht. Die Geschichte dümpelt vor sich hin. Jeder redet mit jedem, jeder hat etwas beizutragen und keiner weiß, was jetzt passiert.

Am Ende fällt mir auf, dass mir die Tiefe fehlt, das Leben zwischen den Zeilen. Ich dachte nicht, dass ich solche Schwierigkeiten mit dem Buch haben würde. Aber der Abschied ist mir nicht sehr schwer gefallen, obwohl ich Motto, um seinen ersten, letzten Atemzug nicht beneide. 
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Diegestaltung

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Das Cover ergibt auf den ersten Blick nicht viel Sinn. Erst im Roman wird deutlich, was es zeigen soll. Der aufmerksame Leser von Band 1 könnte Vermutungen anstellen, aber ich bin selbst nicht darauf gekommen.

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DieBewertung

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Etwas unruhig bleibe ich zurück, da mich das Buch nicht großartig begeistern konnte. Vielleicht bin ich wieder einmal zu kritisch, aber was schleppend begann, löste sich am Ende erschreckend auf, war nicht die Tiefe, die ich gewohnt war und wirkte etwas sehr schwerfällig.

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