Mr. Mercedes

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Mr. Mercedes

Stephen King

Heyne, 2014

978-3453269415

22,99 €

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579035_638779992813944_432554395_sEin Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

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DieProtagonisten

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Ich muss gestehen, dass ich die Menschen, die in der Schlange stehen, sehr gerne mochte. Ich habe sie sofort ins Herz gewonnen, so gut und lieb hat Stephen King sie beschrieben. Und dann? Zack, das war es – gewöhn dich an andere Protagonisten!

Detective Bill Hodges ist dabei gar nicht so einfach. Am Anfang kommt er mir sehr stur und behäbig vor. Müde vom Leben, ohne Aufgabe und völlig ziellos, schaut er immer nur Talkshows und streichelt seine Waffe. Den soll ich mögen? Mit der Zeit wird es besser, denn er ist irgendwann nicht mehr ganz so leblos.

Mr. Mercedes ist eher ein Geheimnis, denn viel erfährt der Leser erst einmal nicht. Aber mit der Zeit bekommen wir einen guten Eindruck, der durch Briefe entsteht und auch seine Denkweise bekommen die Leser richtig gut mit.

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Kulisse

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Eine Stadt im Mittlererwesten. Menschen, die Arbeit suchen, denn es gibt keine. Niemand hat wirklich Geld, alle warten auf den großen Umbruch. Mehr muss der Leser eigentlich nicht wissen. King verlässt auch hier wieder einmal nicht seinen selbst geschaffenen Mikrokosmos.

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Handlung

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Menschen werden mit einem Auto umgebracht. Einfach so. Es bleibt ein ungeklärter Fall und niemand würde sich dafür interessieren, wenn sich der Killer nicht noch einmal melden würde. Es trifft Detective Bill Hodges, der sich auch damals mit dem Fall beschäftigt hat und ihn nicht lösen konnte.

Keine schlechte Ausgangsbasis und vor allem mag ich die Briefe, die Hodges bekommt. Erst einmal bekommt er dadurch wieder eine Art von Lebenswillen und dann ist da noch dieser Einblick in ein sehr krankes Hirn, den ich sehr mochte. Das kann er eben, der Autor: kranke und doch fast normal wirkende Charaktere erschaffen, die ich trotzdem nicht im Dunkeln treffen möchte.

Der Fall baut sich recht langsam auf. Hodges muss sich erst wieder dazu aufraffen etwas zu tun. Gleichzeitig bekommt man teilweise einen Einblick in das Leben von Mr. Mercedes. Nach einer Weile habe ich lieber die Abschnitte von Mr. Mercedes gelesen, da Hodges oft Dinge tat oder erzählte, die mich nicht interessierte. Da geriet der Autor wieder in seine Fabulierstrategie, die in den neuen Geschichten immer intensiver zu Tage tritt.

Der Leser darf auch keine großen Horrorelemente erwarten denn King spielt hier eher mit der Psyche des Mr. Mercedes und mit einem Mann, der sein Leben fast schon aufgegeben hat. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, aber ich würde mich trotzdem mal wieder freuen, wenn Mr. King einen Horror á la „Friedhof der Kuscheltiere“ schreiben würde. Solange ich das nicht haben kann, amüsiere ich mich aber auch gern mit seinen anderen Büchern.


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Diegestaltung

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Das Cover spricht mich nicht wirklich an. Es unterstreicht eine Horrornote im Buch, die es so gesehen nicht gibt. Dafür passt der Titel sehr gut und wenn ich ein Stephen King Buch kaufe, habe ich immer viel zu lesen. Über den Preis kann ich mich da nicht beschweren.

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DieBewertung

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Dieser King ist ein Thriller, eine Art Psychogramm und das nicht nur von Mr. Mercedes. Es hat mir eigentlich sehr gut gefallen, auch wenn Mr. King manchmal ins Erzählen verfällt und nichts wichtiges passiert. Man liest es einfach mit, schließlich könnte es eine wichtige Botschaft enthalten. Was ich davon halten soll, dass es mehrere Teile gibt, das weiß ich nicht.

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