Anders anders, eben.

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Anders

Andreas Steinhöfel

Königskinder, 2014

978-3551560063

16,90 €

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Nach dem Unfall sind Zeit und Welt aus den Fugen. 263 Tage liegt der Winterjunge im Koma, exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Dann erleben die Menschen um ihn herum ein Wunder: An einem prächtigen Sommertag kehrt Felix Winter zurück ins Leben. Und nennt sich von nun an anders, nämlich Anders. Er hat keinerlei Erinnerung mehr an die Zeit vor dem Unfall oder an den Unfall selbst … und es gibt jemanden, der alles dafür tun wird, dass das so bleibt.

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DieProtagonisten

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Zuerst lernt der Leser Felix kennen. Er ist ein schüchterner Junge mit zwei ganz verschiedenen Erwachsenen als Eltern. Später wird er anders, eben. Ich weiß nicht, ob mir der Charakter dann besser gefällt. Eher nicht. Er hat viele komische Eigenschaften, bildet sich viel ein. Zum Beispiel weiß er plötzlich alles und macht davon auch Gebrauch, auch wenn es niemand wissen will.

Seine Mutter finde ich ganz schrecklich, da sie keine Wärme ausstrahlt und nicht mit der Not ihres Kindes zu Recht kommt. Außerdem ist es so, dass sie den Vater meiner Ansicht nach unterdrückt.

Der Vater bringt liste Momente ins Dunkeln und versucht wenigstens Anders zu verstehen. Ich war/bin auf seiner Seite.

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Kulisse

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Die Kulisse wird sehr von den Bildern beeinflusst, sodass ich das Gefühl habe, in einem Buch im Bild zu leben, wenn ich lese. Die Bäume sehen so aus, wie auf den Bildern abgebildet. Viel Vorstellung bleibt mir nicht und der Felix bzw. Anders sieht aus, als würde er eine Mütze tragen 😉

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Handlung

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Felix hat einen Unfall, der eigenartiger nicht sein könnte. Um die Zeit davor ranken sich fast schon Mythen, an die er sich nicht erinnern kann. Ist das einfach? Nein. Will jeder, dass er sich erinnert? Ja. Aber es wird besser und eigenartiger, als er sich für einen neuen Namen entscheidet, denn der, der er mal war, ist er nicht mehr.

Der Teil mit der Namensänderung hat mir sehr gut gefallen, denn seine Mutter weiß nun noch weniger mit ihm anzufangen. Der Rest nur hat mir nicht gefallen. Anders ist neunmalklug, exzentrisch und biestig. Er ist ein kleiner Junge und kommt mir so altklug vor, dass ich mich jung fühle. Das ist komisch.

Außerdem weiß ich ziemlich früh, woran er sich nicht erinnern soll/kann/darf. Da ist die Spannung abgefallen und ich habe das Buch nur zu Ende gelesen, um zu hoffen, dass das Ende alles raus reißt. Tut es aber nicht.

Ich werde wohl irgendwann einmal „Die Mitte der Welt“ von Steinhöfel lesen. Vielleicht ist dieses Buch besser.

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Diegestaltung

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Die Bilder im Buch sind melancholisch und stimmungsvoll. Sie passen gut zu Anders Situation und geben dem Buch etwas besonderes. Auch der Titel ist passend. Der Funke zwischen mir und dem Buch sprang aber nicht über.

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DieBewertung

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Es war mein erstes Steinhöfel Buch, also Bonuspunkte gab es genug. Die Bilder sind toll, die Aufmachung spitze. Leider ist die Geschichte nicht meine Geschichte gewesen. Das Ende ist komisch, Anders ist anders und gefällt mir gar nicht. Schade.

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