[Reading Kindle] E-Shorts? Ein Muss oder nur Zeitverschwendung?

Heute folgt mein zweiter Artikel zum Thema: Mein Kindle und ich – oder E-Books allgemein. Die ersten E-Books auf meinem Kindle waren sogenannte EShorts. Das sind Kurzgeschichten, die meist passend zu einem neuen Buch erscheinen. Entweder sind sie ein Teil der Vorgeschichte, verraten etwas, das in der Vergangenheit passiert ist oder erzählen eine Geschichte aus dem Blickwinkel einer anderen Person. So etwas ähnliches gab es schon mit „Edward – Auf den ersten Blick“.

Seit damals hat sich viel verändert. Aber interessant ist, dass es tatsächlich viele EShorts zu Büchern aus dem Loewe und Script5 Verlag gibt. Ich mag die Bücher, die dort erscheinen meist sehr. Immerhin lernte ich so Colin aus „Splitterherz“ kennen oder Sam aus „Nach dem Sommer“. Viele Abenteuer habe ich mit diesen tollen Charakteren schon erlebt und wenn ich eine Reihe oder Trilogie beende, bin ich immer etwas wehmütig. Nach kurzer Zeit aber, bin ich froh, dass die Geschichte nicht mehr bis zum Letzten ausgepresst wird, das sie meist einen würdigen Abschluss finden. Warum also ein Prequel zu etwas? Oder ein Sequel, eine Fortsetzung, die schnell wieder vorbei ist?

Ich habe mich die letzten Tage dazu entschieden, im Bett immer noch etwas zu lesen. Mein Kindle und ich mussten uns kennenlernen. Dazu wählte ich genau das, was Thema meines Beitrags ist: Die EShorts aus dem Script5 Verlag. Und zwar diese:

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„Himmelsnah“ ist dem Buch „Himmelsfern“ von Jennifer Benkau zugeordnet. „Schattenträumer“ gehört zu der „Splitterherz Trilogie“, „Vor dem Sommer“ zur „Nach dem Sommer Trilogie“ und „Von Träumen entführt“ geleitet mich noch einmal nach Paris zur „Revenant-Trilogie“.

Ich werde Euch zu jeder Geschichte ein paar Worte sagen und beginne mit der Kurzgeschichte, die mich am meisten beeindruckt hat!


„Schattenträumer“:

Es war schön, Colin wiederzutreffen. Besonders gut gefallen hat mir, dass ich seelisch nah dran war. Bettina Belitz hat es geschafft auf ein paar Seiten Verbundenheit zum Protagonisten zu erschaffen. Es fühlte sich an, als würde ich wieder „Splitterherz“ lesen. Diese Kurzgeschichte bekam 4 Bücherpunkte von mir. Es wird der erste Augenblick erzählt, in dem Colin Ellie sieht. Es ist ein brauchbares EShort, weil es einen Augenblick erzählt, den es so noch nicht gibt und der Lust auf mehr macht.


„Himmelsnah“:

Bei dem Buch „Himmelsfern“ habe ich so meine Probleme gehabt, das gebe ich offen zu. Mir war es zu mystisch und zu unerklärt. Eine Rezension könnt Ihr hier noch einmal lesen. Jennifer Benkau lässt in dieser Kurzgeschichte jemanden ins Rampenlicht treten, den wir kaum kennenlernen, wenn wir ihr Hauptwerk lesen. Es ist Anna, die alles dafür tun würde, Corbin helfen zu können. Es ist ein interessanter Einblick, aber um mich mit Anna wirklich anfreunden zu können, ist mir die Seitenanzahl zu gering. Hier macht das Konzept EShort für mich keinen Sinn, da ich persönlich mehr Zeit brauche, um mit unbekannten Charakteren warm zu werden. Es gibt drei Bücherpunkte.


„Vor dem Sommer“:

Die Trilogie von Maggie Stiefvater hat mich oft weinen lassen und ich vermisse „meine“ Wölfe schon ein bisschen. Klar, dass ich mich auf diese Geschichte stürze und sehr hohe Erwartungen habe. Leider haben sich diese nicht erfüllt. Die Geschichte ist auch als Appetitmacher gedacht, dafür ist sie auch eine runde Sache. Für mich als eingefleischter Fan eher nicht geeignet. Außerdem finde ich, dass der Schreibstil nicht annähernd so toll ist, wie in ihren anderen Büchern: 3 Bücherpunkte.


„Von Träumen entführt“:

Und zu Schluss noch meine EShort Enttäuschung! Ich liebe Amy Plum und ihre Protagonisten, ihre gewählte Kulisse und ihre Idee. Hier findet der angesprochene Perspektivenwechsel statt und Jules erzählt aus seiner Sicht die Liebesgeschichte von Kate und Vincent. Erst einmal jammert Jules mir entschieden zu viel, was gar nicht zu seiner Einstellung in den Bücher passt. An einigen Stellen wirkt die Geschichte „hingeschmiert“ und es ist als Fan etwas langweilig und langatmig, wenn wirklich jede Kleinigkeit nacherzählt wird. Es gibt nur zwei Bücherpunkte von mir.


Mein Fazit ist also, dass ich EShorts gut finde, denn sie sind eine tolle Ergänzung. Trotzdem sollten sie mit Liebe geschrieben sein, denn gerade als Appetithäppchen sollten sie auch zeigen, wie toll Autoren eine ganze Geschichte schreiben können. Mit dem Perspektivwechsel wäre ich jetzt vorsichtig, weil es wirklich interessant sein muss, damit ich so einen EShort noch einmal lese.

Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr schon Script5 EShorts gelesen oder sogar vielleicht die aus dem Carlsen Verlag? Ich bin auf Eure Meinung gespannt.

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2 Kommentare

  1. Huhu liebe Franziska, 🙂

    Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Die E-Shorts sind ja eine nette Ergänzung und ein hübscher kleiner Zeitvertreib. Leider reichen die E-Shorts nicht im Geringsten an ihre „großen Brüder“ heran, sie sind stilistisch irgendwie … schlapper, finde ich. Bei manchen Shorts frage ich mich echt, ob dahinter ehrlich die Autoren stecken oder ob es sich dabei um Fanfictions handelt xD
    Natürlich ist es klar das man auf 20 Seiten sich nicht so austoben kann, wie auf 400 Seiten, aber ein bisschen dürfte doch drin sein.

    Aber es geht ja auch anders: Die E-Shorts von Cassandra Clare zu den Chroniken der Schattenjäger/ Unterwelt sind zum Beispiel richtig richtig gut und bieten einen grandiosen Blick hinter die Hauptstory(s) ❤

    L.G. Bianca

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