Fragmente: Partials 2

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Fragmente

Partials 2

Dan Wells

Ivi, 2014

978-3492702836

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Diese Rezension kann Spoiler enthalten, denn Ihr solltet schon Band 1 gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen 😉 

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Nur weil Kira ein Gegenmittel gegen RM gefunden hat, ist der Krieg und das Überleben wollen noch nicht ausgestanden. Sie braucht mehr Informationen und macht sich mit Samm und Heron auf einen weiten Weg, durch verwüstetes und vergiftetes Land. Aber niemand von Ihnen hätte gedacht, dass am Ende des Weges einige Überraschungen auf sie warten …
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DieProtagonisten

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Alle Protagonisten müssen wenigstens eine kleine Entwicklung hinlegen, sonst wäre ich wirklich böse gewesen mit Dan Wells. Und dann blieben noch so viele Fragen offen aus dem ersten Band, dass ich wirklich, wirklich gespannt war.

Nur eine Sache hätte ich nicht gemacht: Heron mitgenommen. Denn dieser Partial ist mir schon seit dem ersten Auftauchen nicht ganz geheuer. Da lehnt sich Kira wirklich weit aus dem Fenster. Heron vertrauen? Ich ihr nie im Leben, soll sie mein Geheimnis kennen, dann hätte ich sie umgebracht 😉 Aber sie benimmt sich eigentlich ganz nett und ich mag ihre moralischen Einwürfe, die manchmal nicht ganz korrekt sind, aber nette Streits dadurch entstehen.

Samm hat für mich die geringste Entwicklung durchgemacht. Er ist immer noch der Partial, der die menschlichsten Züge hat und die besten Gedanken, aber dabei blieb es auch. Ich habe einige Handlungen von ihm nicht verstanden, weil es mir immer noch so vor kam, als würden sich Kira und er gerade kennenlernen. Außerdem empfand ich ihn teilweise als zu loyal gegenüber Kira. Ein bisschen weniger Unterstützung hätte ihr auch nicht geschadet.

Kira hat nie Angst, aber manche Entscheidungen verstehe ich trotzdem nicht. Manchmal driftet sie sehr in die „Partials“ Schiene und manchmal  mehr in die „Menschen“ Ecke. Und dann wundere ich mich, wenn sie genau in diesen Augenblicken eine Rede hält, die immer das gleiche Thema hat: „Ich will beide Seiten retten!“. Dass, manche Handlungen nicht dazu passen und auch manche Aussagen nicht ganz so sind, wie sie sein sollten, das merkt nicht nur der Leser sondern auch Samm.

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Kulisse

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Die Welt ist geblieben, wie sie war im ersten Band. Trotzdem hat Dan Wells sich Mühe gegeben etwas neues darzubieten. Es ist das vergiftete Land durch das, die vier Menschenretter ziehen müssen. Am Ende dieser Reise wartet eine Überraschung, die ich sehr mochte. Mich aber auch an ein anderes Buch erinnert hat 😉 579035_638779992813944_432554395_s

Handlung

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So  aufregend wie in Band 1 geht es hier nicht zu! Warum auch? Im Endeffekt ist dies der Mittelband. Er soll neue Fragen aufwerfen, einige beantworten und vor allem eins tun: Die Mitte sein, die das Ende vorbereitet. Und das ist dem Autor gut gelungen.

Kira, Samm und Heron begeben sich auf eine Odyssee, lernen sich selbst kennen, ihre Welt und vor allem auch ihr Herz. Auf der anderen Seite versucht Markus irgendetwas zu tun, dass Kira helfen könnte und ihm klar macht, wo sie überhaupt ist. Kira will die Welt retten, Markus denkt im Kleinen an sich, Kira und ihre Schwestern im Geiste. Diese beiden Erzählsprünge leben parallel nebeneinanderher. Was mich nur manchmal verwirrt hat, ist die Zeitachse, die durcheinander gewirbelt wird. Ich war mir manchmal so sicher, wie viele Tage vergangen waren und dann ist  Markus wieder dran und es sind 6 Wochen oder mehr vergangen. Da frage ich mich doch … Habe ich nicht aufgepasst?

Der lange Weg von Kira wird manchem Leser erschwerlich vorkommen und vor allem ein bisschen langweilig. Er ist dazu da, in die Herzen und Seelen der Protagonisten zu gucken. Da gibt es keinen großen Krieg, kein großes Feuerwerk. Aber es gibt Erkenntnisse für den letzten Band zu lesen, Erkenntnisse, die die drei in ihrem Herzen bewegen. Wer Action möchte, muss mit Markus gehen, der in ein handfestes Scharmützel verwickelt wird.

So hat dieser zweite Band eigentlich von allem etwas, nur ist er nicht immer ganz ausgewogen und wird vielleicht deswegen etwas schief angeguckt. Ich aber mochte ihn, so wie er ist: etwas leise, wortreich und teilweise überraschend.   
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Diegestaltung

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Ich mag das Buch wieder, Blau ist schöner als Rot. Aber beides zusammen sieht auch sehr gut aus. An Piper Büchern habe ich nicht oft etwas aus zu setzen. Aber die mit den nicht so schönen Coverfotos lese ich auch nicht 😉

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DieBewertung

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Kira bekommt für ihren langen Ritt, den vielen Gedankengängen und ihren unerschütterlichen Optimismus 4 Bücherpunkte. Der Cliffhanger ist nicht so gut, wie der in Band 1, aber trotzdem will ich wissen, ob Kira es tatsächlich schafft beide Spezies zu retten 😉

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