Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

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Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Joel Dicker

Piper, 2013

978-3492056007

22,99 €

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In Harry Queberts Garten wird eine Leiche entdeckt. Dort liegt sie schon seit 33 Jahren. Das Problem ist, dass Harry der Liebhaber von Nola war und nun liegt sie dort! Was damals als Skandal galt, wird wieder einer und nur ein Freund eilt Harry an die Seite: Marcus Goldman, Schriftsteller ohne Muse … 579035_638779992813944_432554395_s

DieProtagonisten

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Die Frage ist ja, ob man Harry mag oder nicht. Hat man die Haltung, dass Harry der Böse ist, warum sollte ich ihn dann mögen? Oder ist er der Gute? Fragen über Fragen, die man sich immer wieder stellt und lange nicht beantworten kann. Was mir an Harry gefällt, ist, dass er Marcus an die Hand nimmt, ihn aber auch an Grenzen bringt und Leben lässt. Das macht sie zu einem guten Gespann unter den Lehrer-Schülern 😉

Und Marcus? Marcus jammert viel, hat aber eine eigene Art immer der Beste zu sein. Die ist zwar nicht immer ganz korrekt, aber nun ja. Es macht ihn sympathisch, dass er immer nach den Sternen greifen will, die viel zu weit weg sind für ihn. Aber wenn man einmal Bestsellerautor war, will man es doch immer wieder sein, oder?

Viele andere Charaktere sind auch sehr ausführlich besprochen und machen einen tollen Eindruck auf mich. Ich mag die dörfliche Verschwiegenheit, aber auch das Aufbrausende, wenn sie sich angegriffen fühlen. 579035_638779992813944_432554395_s

Kulisse

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Aurora ist eine süße Stadt, die mit ihren Bewohnern glänzt. Es gibt ein Diner, einen Laden und ein großes Haus, dass an der Küste steht. Dieses gehört Harry und ich frage mich von Anfang an, wie er sich dieses Haus leisten konnte. Scheinbar ist es das beste Haus am Platz. Aber auch hier heißt es abwarten und alles wird aufgeklärt 😉

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Handlung

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Ich und das Buch 🙂 Tja, wir sind erst spät Freunde geworden. Gewohnheitsgemäß rückte das Buch immer weiter nach hinten auf der Leseliste, weil es so dick ist. Aber es hat mich wirklich überrascht, denn ich mochte es. Dabei geht es gar nicht so sehr für mich, um die Handlung, denn die könnte um einiges kürzer sein, sondern um Dickers Stil zu erzählen, die Dinge miteinander zu verweben und zuletzt um seinen Ausdruck. Ich mag es, wie er über nichtige Dinge und über große Entdeckungen schreibt: gleichmäßig aufgeregt. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Figuren bestimmte Vorlieben haben oder sich aneinander gebunden fühlen. Die Freundschaft zwischen Harry und Marcus scheint auch einfach nur „passiert“ zu sein.

Der Inhalt ist nicht weniger als ein verschrobener Krimi, in dem es einige Dinge gibt, die es in einem guten Krimi nicht geben würde. Zum Beispiel die ewige Selbstverzweiflung von Marcus, dem Schriftsteller ohne Buchidee oder die sehr schnell zustande gekommene Zusammenarbeit zwischen ihm und der Polizei. Einige Handlungen sind sehr wahnwitzig und entbehren jeder Logik. Zudem muss der Leser immer aufpassen, dass er vor allem am Ende alles auseinander halten kann. Wer da welches Buch und Bild gemalt hat, wer da mit wem in Aurora und und und … Das ist am Anfang gar nicht so leicht, da es nicht einen Städtchenbewohner gibt, sondern 25, die Marcus mehr oder weniger gut kennt oder über die Jahre kennen gelernt hat.

Die Verweise auf das Schriftstellerdasein finde ich interessant. Da gibt es Streitgespräche mit dem Verleger, wüste Dinge, die der Verleger tut, das Musen-Problem und einfach keine gute Idee. Marcus tut mir zwischendurch richtig leid. In einigen Rezensionen habe ich gelesen, dass er zu viel gejammert hätte, aber mir hat es gefallen.

Schlimmer finde ich die langen Gespräche, die ihn oft nicht weiterbringen, die das Buch unnötig in die Länge ziehen. Da noch eine Wendung, hier noch einen Schnörkel – das war mir ein bisschen zu viel, um den heißen Brei herumgeredet.


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Diegestaltung

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Am Anfang der Kapitel gibt es immer kleine Gespräche zwischen Marcus und Harry. Außerdem gibt es die Gucklöcher auf den Text, die ich sehr mochte, einem Pistolenschuss gleich.

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DieBewertung

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Harry Quebert und Marcus Goldmann bekommen für ihren Roman vier Bücherpunkte. Die Abzüge gibt es wegen den Längen und den unwahrscheinlichen Wendungen, damit der Roman zu einem netten Ende kommt 😉

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