Sag, es tut Dir leid

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Sag, es tut dir leid

Michael Robotham

Goldmann, 2013

978-3442313167

14,99 €

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Zwei Mädchen verschwinden. Sie werden gesucht bis die Polizei die Ermittlungen einstellt. Sie geraten in Vergessenheit, aber eines Tages taucht eines der Mädchen wieder auf: Tot. Joe O’Loughlin, glaubt nicht an einen Zufall und versucht, auch dem anderen Mädchen zu helfen, denn in seiner Vorstellung lebt es noch …579035_638779992813944_432554395_s

DieProtagonisten

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Joe O’Loughlin ist ein toller Psychologe, obwohl er natürlich auch seine Macken hat und vor allem ein schweres Schicksal. Wer ihn aus den anderen Fällen kennt, weiß schon, dass er an Parkinson leidet und von seiner Frau getrennt lebt. Das sind Hürden, die Joe nur bedingt aus seinem Leben ausblenden kann – schaffen kann dies nur ein aufregender Fall.

Die beiden Mädchen Tash und Piper sind eigenwillige Mädchen. Michael Robotham spielt hier nicht nur mit äußerlichen Unterschieden, sondern auch mit einer anderen Herkunft und einer völlig anderen Gedankenwelt. Beiden Mädchen bin ich sehr zugetan, weil es schrecklich ist, was sie erlebt haben und erleben. Der Zusammenhalt ist immer sehr gut spürbar.

Ein Wiedersehen mit Vincent Ruiz bleibt nicht aus und das hat mich sehr gefreut. Gerade weil er eine Art „harter Hund“ ist, aber auch der Fels in der Brandung. Ohne ihn kann ich mir einen Joe-Fall gar nicht mehr vorstellen.

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Kulisse

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Die winterliche Kulisse, die es hier zum Teil gibt, hat immer etwas trauriges an sich. Schön sind aber die Augenblicke, in denen Piper auf den Frühling blickt. Fast jede Jahreszeit ist vorhanden. Ansonsten spielt Joes Privatleben eine kleine Nebenrolle und ich mag es Vincent in seiner Wohnung zu besuchen 😉

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Handlung

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Wenn Kinder verschwinden, ist das immer schrecklich. Ich wünsche mir so etwas für niemandem und auch wenn es nur eine Geschichte ist, muss ich bei Kindern immer etwas mehr schlucken, als bei normalen Serienkillern. Hört sich vielleicht etwas blöd an, ist aber vielleicht doch nachvollziehbar.

Und so habe ich ein mulmiges Gefühl, als Michael Robotham alles auch noch mit Vorurteilen überseht, die die Polizei dazu bringen, nicht mehr nach den Mädchen zu suchen. Das ist zwar fast schon zu sehr Klischee, macht den Leser aber trotzdem wütend.

Der ganze Thriller ist sehr geschickt aufgebaut. Zum einen gibt es zwei tränke, die aufgeteilt werden und im ersten Moment strikt getrennt sind: Joe, als Ermittler, der eigentlich mal wieder keiner ist, und die beiden Mädchen. Die Mädchen Kapitel sind so geschrieben, dass ich richtig mitfühlen konnte. All den Schmerz, das Leid und die Einsamkeit waren nachvollziehbar und ich wollte die Mädchen nur retten.

Joe ist wie immer ein heller Kopf, aber verrennt sich manchmal auch. Was er so langsam einmal ablegen kann, ist, dass er gar nicht ermitteln will und es dann doch tut. Mach es doch einfach! Ohne Gemecker, denn sogar deine Frau ahnt, dass du nicht anders kannst. Aber in menschlichen Dinge ist Joe auch in diesem Fall eine Niete. Es gibt nämlich noch ein etwas längeres Intermezzo mit seiner Tochter und ein kurzes mit einer anderen Frau. Also kommen auch Verwirrung, Kindererziehung und alles andere nicht zu kurz.

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Diegestaltung

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Das Cover ist an sich nicht aufregend, aber der Titel passt gut zum Inhalt. Natürlich macht er neugierig und man stellt sich die Frage: Wer sagt es zu wem? Und wann?

Die Gestaltung des Inhalts selbst hat mir sehr gut gefallen, denn es gibt Kapitel, die sich nur um die Mädchen drehen und wieder andere in denen ich Joe begleitet habe. Es war toll, dass sie die Stränge nicht offensichtlich vermischt haben und so Stück für Stück offenbart wurde, was der Leser noch nicht wissen konnte oder wissen sollte.

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DieBewertung

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Der Autor schafft es immer wieder mich von meinem Thriller-Groll zu heilen. 5 Bücherpunkte gibt es für einen tollen Fall, ein Wiedersehen mit Vincent Ruiz und ein fast süßes Ende, das gleichzeitig kein Happyend ist.

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Ein Kommentar

  1. Ein Buch, das mir auch sehr gut gefiel, obwohl es mein erstes Buch dieses Autors war. Schwierigkeiten hatte ich dennoch keine, in das Buch „reinzukommen“ – so sollte es auch sein.

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