Die gestohlene Zeit

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 Die gestohlene Zeit

Heike Eva Schmidt

Knaur, 2013

12,99 €

978-3426513118

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Mit einer ganzen Schulklasse freiwillig in die Berge? Sogar ihre Freundin, zeigt Emma den Vogel. Und auch die Schüler nehmen Emma nicht für voll. Als Emma einen Ring findet und plötzlich Zwerge auftauchen, kann sie sich kaum wehren und landet im Reich von Laurin dem Zwergenkönig. Und damit beginnt ihr Abenteuer!

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DieProtagonisten

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Emma ist mir 1987 noch sympathisch, diesen Bonus verliert sie aber bei ihrer Entführung. Sie ist mir viel zu abgeklärt und auch wenn ich es auf den Schock schiebe, wundere ich mich nur, warum sie so kantig reagiert. Auch die anderen Gefühle wirken bei Emma eher ungewollt und gestellt, so als ob sie tatsächlich eine Romanfigur wäre. 😉

Gefallen haben mir die Zwerge allen voran Laurin, der wirklich eklig sein kann. Die Beschreibungen waren lustig zu lesen und so, wie es in einem Zwergenstaat zugeht, so hat Heike Eva Schmidt es auch beschreiben: Laut, bunt, trunken und grimmig!

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Kulisse

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Die Autorin hat sie Mühe gegeben bei der Recherche und die Sage mit allem drum und dran eingebaut. Auch die Kulisse: die Berge, die Höhle und die Ortschaft sind toll beschreiben. Auch die späteren Veränderungen baut sie toll ein.

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Handlung

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Bislang habe ich die Bücher von Heike Eva Schmidt immer sehr gemocht. Ich war mir auch klar, dass ich dieses Mal keinen Jugendthriller lesen werden. Es lag also nicht an der Einstellung, dass ich mit dem Buch von Anfang an nicht warm wurde.

Der Klappentext verriet mir schon, wo es ungefähr hingehen sollte. Und schon frage ich mich: „Wirklich Zwerge?“ Aber die können bekanntlich ja ganz lustig sein oder sehr stur. Also auch da gab es wieder keine Vorurteile von meiner Seite aus. Wirklich schön fand ich, dass die Autorin eine Sage (den Ring, das rote Blumenfeld) mit einbaut – und das sogar sehr geschickt.

Die Marschrichtung stimmt also. Aber trotz alldem finde ich das Buch nicht wirklich spannend, um es mit genug Elan weiterzulesen. Während Emma gekidnappt wird von Zwerge und dann noch einen hübschen Mann kennenlernt, ist Emma mir zu normal und nimmt alles stoisch hin. Ich werde entführt: weine ich nicht? Mache ich mir keine Sorgen? Emma schlägt für ich völlig aus der Art, auch wenn der Schock groß sein muss, dass es tatsächlich Zwerge gibt.

Später hätte ich mir gewünscht, dass ich nicht schon wusste und geahnt habe, wie der Zeitverlauf erklärt wird und sich alles ineinander schiebt. Auch da hätte ich mir von den betreffenden Personen fast mehr Fassungslosigkeit, Wehmut oder Überraschung gewünscht. So endet das Buch fast ohne Überraschung und ohne das es noch irgendwelche Probleme gibt.

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Diegestaltung

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Die Covergestaltung finde ich schön. Die Uhr mit ihren sichtbaren Rädern und Zeit die verrinnt, passt sehr gut zum Inhalt. Auch die goldene Schrift ist für einen Coverjunkie wie mich, ein Blickfänger.

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DieBewertung

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Diesmal gibt es 3 Bücherpunkte für mich, weil ich die Verknüpfung von der Sage und Emmas Leben sehr mag. Leider reißen die Protagonisten und das Ende die Wertung in den Keller. Trotzdem werde ich Heike Eva Schmidt weiter auf dem Merkzettel haben und ihr nächstes Buch bestimmt wieder lesen. 579035_638779992813944_432554395_s

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