[Kurzrezension] Alice, wie Daniel sie sah

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Alice, wie Daniel sie sah

Sarah Butler

Droemer, 2014

Amazon

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Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E – Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt.

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Ich war gespannt, denn ich mag es, wenn Charaktere besondere „Gaben“ haben. Hiermit meine ich, dass Daniel aus Buchstaben Farben macht. So will er auch Alice auf sich aufmerksam machen.
Mit war schon klar, dass die Vorgeschichte um Alice und wie Daniel sie aufmerksam machen will, etwas länger dauert. Aber es zog sich wirklich sehr lange hin. Immer wieder verfolgt der Leser wie Alice zaudert und das mit allem. Ihr Leben ist konfus, sie war eigentlich nie zuhause, ist immer unruhig und fühlt sich jetzt ziemlich einsam – obwohl sie davor auch nicht viel mit ihrer Familie zu tun hatte.

Die Charaktere der Autorin stecken voller Widersprüche, so erfährt man auch nicht, warum Daniel so ist, wie er ist. Ewig ein Geheimnis hüten, ist in Geschichten nicht so mein Ding. Am Ende (außer bei einer Reihe) möchte ich schon beruhigt das Buch zu schlagen können.

Sehr gut gemacht sind allerdings die Kapiteleinstiege, die bei Alice und Daniel mit Listen zu einem Thema beginnen. „10 Dinge, die ich hasse“, „10 Dinge, die ich auf einer Beerdigung nicht denken sollte“ – manchmal brachten mich diese Listen zum Schmunzeln oder sie zeigten wie traurig Alice in Wirklichkeit ist. Die Kapitel selbst sind überschaubar lang und wechseln sich häufig ab, denn Daniel zeigt sein Leben und Alice ihres.

Der Leser wartet darauf, was passiert, aber am Ende gucke ich ziemlich dumm aus der Wäsche, weil nichts geklärt ist, alles ist offen und ich ziemlich verwirrt, denn ich wollte ein Ende mit dem ich leben kann, das mir Fragen beantwortet und mich nicht im Ungewissen lässt.

Und aus dem Grund gibt es nur drei Sterne, weil ich tatsächlich etwas erstaunt war, dass das Ende so vermurkst ist.

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Diegestaltung

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Das Cover ist toll. Am besten gefällt mir London im Hintergrund. Das Mädchen verbinde ich eher nicht mit Alice, da ich sie mir ganz anders vorgestellt habe.

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