[Adventsgewinnspiel] Advent, Advent – alle Lichter brennen!

Heute an diesem tollen Tag ( vielleicht kommt ihr drauf warum), darf ich Euch mein letztes Türchen öffnen. Heute hat sich eine liebe Autorin bereit erklärt, die mit ihren Büchern den weiblichen Part unserer Familie überzeugt hat: Kerstin Hohlfeld.

Ich liebe ihre Geshcichte mit und über Rosa. Rosa ist so quirlig und manchmal auch vom Leben gebeutelt, dass sie ein ganz lieber Charakter ist. Vor einigen Monaten ist Winterwünsche erschienen:

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Zu diesem Buch gibt es einen tollen Trailer, der im Scherenschnitt-Stil gemacht ist. Als wir über meine Adventsidee sprachen, schicke Kerstin mir ein ganz tolles Bild mit, mit den Worten: „Die Figur ist Rosa Redlich …“

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Und hier könnt Ihr den Trailer sehen: 

Aber Kerstin hat auch noch eine kleine Geschichte für euch geschrieben. Viel Spaß beim Lesen und Kerstin und ich wünschen Euch wunderbare Weihnachten!

Nach den Sternen greifen

„Ich soll eine Weihnachtsgeschichte schreiben“, sage ich am Abendbrottisch zu meiner Familie.

„Echt, das ist ja cool!“, rufen die Vier fast unisono.

„Na ja … Ob mir dazu etwas einfällt?“, frage ich zögerlich. „Ich glaube, über Weihnachten ist doch längst alles geschrieben worden.“

„Schreib doch was mit Katzen“, schlägt meine 18-jährige Tochter vor. „Von einer kleinen süßen Katze, die den Weihnachtsmann trifft und so …“

„Aha“, gebe ich wenig überzeugt zurück. Ich bin sicher, auch das ist nicht neu.

„Monster“, ruft die 10-Jährige begeistert. „Schreib von einem Monster, das ganz allein ist, aber voll niedlich und das keine Freunde hat und am Heiligabend welche findet.“

Ungeheuer also.

Das könnte klappen, denn von monstermäßigen Weihnachtsgeschichten ist mir bisher nichts bekannt.

Andererseits. Wie bringe ich Weihnachten und zottelige, einäugige, gruselige Wesen, die durch kindliche Alpträume geistern, zusammen?

Auch da will meine Fantasie nicht so recht anspringen.

„Ich habe eine Idee“, schaltet mein Sohn sich ein. „Stellt euch vor, eine Frau wird von Gott in die Hölle geschickt und da …“

„Ooooch nee“, unterbricht die ganze Tischrunde den 16-jährigen vehement. Er grinst zufrieden und widmet sich wieder seinen Spaghetti. Sollte wohl ein Beitrag zum Gespräch, aber kein ernstgemeinter Vorschlag sein.

„Ich hab’s! Nimm einfach eine von deinen alten Kurzgeschichten und schreib sie auf Weihnachten um“, schlägt der Göttergatte vor. Er weiß, dass ich im Moment wenig Zeit habe. Schließlich wollen bis Ende nächsten Jahres zwei Romane fertig gestellt sein und meine Schreibzeit ist knapp bemessen.

Die Idee ist bestechend. Wenig Arbeit, aber viel Effekt. Fieberhaft durchwühle ich meine alten Texte nach brauchbarem Material über das heiligste aller Feste.

Da!

1998 habe ich einen richtig spritzigen Text über die österreichische Kaiserin, genannt Sissi, verfasst. Er handelt davon, dass Elisabeth, die sich für ihre gertenschlanke Figur erwiesenermaßen lebenslang kasteit und mangelernährt hat, nachts an mein Bett kommt, mich wegen meiner überflüssigen Pfunde schmäht und mir dann meine Mozartkugeln klaut. Mit ein bisschen gutem Willen kann ich das umschreiben. Es ist Weihnachten und sie klaut halt Lebkuchen und Dominosteine.

Na ja. Abgesehen davon, dass ich den Text heute nicht mehr so witzig finde wie damals … er passt eigentlich nicht.

Oder die Geschichte von dem Mann, der die angeschossene Krähe findet und endlich kapiert, wie einsam er ist und sich deshalb mit seiner Tochter versöhnt …

Die wär doch was!

Weihnachten wird schließlich das Fest der Liebe genannt.

Warum eigentlich?

Was unterscheidet den 24.12. von all den anderen Tagen im Jahr, an denen nach Herzenslust gelästert, gestritten, gemobbt und gepiesackt wird?

Na klar, Weihnachten ist ein christliches Fest. Und obwohl es ein Blick in die Kirchengeschichte beim besten Willen nicht nahelegt, verbinden wir mit dem Christentum so schöne Begriffe wie Liebe, Versöhnung und Segen.

Stimmt schon, irgendwo da ganz unten, unter dem vielen Glitzer, Glimmer und dem riesigen Geschenkehaufen, da japst die Geschichte vom Kind Gottes, das in die Welt gekommen ist, um uns Menschen miteinander und mit Gott zu versöhnen, nach Luft. Ziemlich verschüttet.

Vielen Menschen in unserer Zeit ist die christliche Botschaft, so wie sie die Kirchen verkündigen, kaum mehr verständlich.

Der Versöhnungsgedanke jedoch, der wärmt die Seele und ist zeitlos.

Warum nicht bei Gänsebraten und Glühwein ein bisschen Harmonie zelebrieren?

Die Sehnsucht danach ist nur allzu verständlich. Denn harmonisch, friedlich, gar gerecht, ging es in der Welt wohl noch niemals zu. Nicht vor zweitausend Jahren und heute genauso wenig.

Wir Menschen bauen uns die Welt, doch sie gefällt uns nicht. Die Sehnsucht nach Frieden und Liebe, nach einer besseren Welt, die leuchtet in den Augen der Gottesdienstbesucher, die am Heiligabend in die Kirchen strömen.

Einmal im Jahr greifen wir beherzt nach den Sternen.

Am ersten Weihnachtstag wird dann meist schon wieder fleißig gestritten.

 

„Was ich noch sagen wollte“, bringe ich meine Familie am nächsten Abend auf den aktuellen Stand. „Ich schreibe eine Geschichte darüber, wie sehr wir alle Harmonie und Liebe herbeisehnen und sie doch jeden Tag mit großer Treffsicherheit zu zerstören und zu verhindern wissen.“

„Komische Weihnachtsgeschichte“, nörgeln meine Kinder. „Was soll das für eine frustrierende Story werden?“

„Sowas will keiner lesen“, bestätigt mein Mann.

„Aber es ist doch die Wahrheit!“, beharre ich.

„Aber zu Weihnachten wollen wir schöne Geschichten hören, echt mal jetzt!“

„Ich glaube, ich kann keine Weihnachtsgeschichte schreiben!“, sage ich resigniert. „Tut mir leid.“

 

Ach, was soll’s, denke ich, als ich das Geschirr in die Spülmaschine räume. Solange wir diesen klebrig süßen, christlich angemalten, mit Geschenken und ganz viel gutem Willen zugeschütteten Tag noch lieben und von Herzen gern feiern wollen, ist noch nicht alles verloren!

Klar, der 24.12. birgt weder mehr Harmonie noch mehr Frieden in sich als all’ die anderen 364 Tage im Jahr.

Es ist einfach ein Tag, an dem wir ein wenig mehr als sonst darauf hoffen.

Und das ist doch schon mal was!

 

In diesem Sinne. Fröhliche Weihnachten!

 

Ihre Kerstin Hohlfeld

579035_638779992813944_432554395_sGewinnspiel:

Und weil heute ein besonderer Tag ist und auch Ihr vor Weihnachten eine kleine Freude haben sollt, verlose ich diesmal 

2 Amazongutscheine im Wert von 5 €

(Wer bei einem anderen Onlinehändler möchte und Ihr sagt mir wie: GERNE) 

Schreibt mir einfach einen lieben Kommentar, hinterlasst eure Emailadresse und Ihr kommt in den Lostopf! 

 

Gewinnspielbeginn: 22.12.2013

Gewinnspielende: 31.12.2013

Einen schönen 4. Advent wünsche ich euch!

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16 Kommentare

  1. Das Buch hatte ich auch schon mal in meinen Händen gehalten, war mir aber nicht so sicher. Werde es mir nun aber noch mal genauer ansehen, dass Cover finde ich ja richtig toll ❤
    Ich danke dir für dieses Gewinnspiel und wünsche dir einen schönen 4. Advent, sowie ein Frohes Weihnachtsfest und Festtage, aber auch einen guten Rutsch ins neue Jahr und das deine Vorhaben für 2014 in Erfüllung gehen.
    Liebe Grüße
    Kati

    kathrin-wagner1980@hotmail.de

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  2. Die Bücher der Autorin sind schon lange auf meiner Wunschliste. Den Trailer mit dem Scherenschnitt habe ich schon woanders gesehen und fand ihn damals schon klasse! Und die süße Geschichte im Anschluss ist total aus dem Leben gegriffen. Wir alle wünschen uns doch zu Weihnachten einfach nur harmonie und Liebe, aber gerade zu dieser zeit gibt es die meisten Streitereien und Trennungen, da jeder einfach zu viel erwartet und sich denkt, dass dieser Tag anders und ganz besonders sein muss und natürlich ganz anders als die restliche 364 Tage im Jahr.
    Deshalb wünsche ich hier gleich mal friedliche Feiertage 😉
    Martina

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  3. Toller Trailer (sorry für die Alliteration), die Machart gefällt mir sehr.

    Ja, ja, das Kreuz mir dem „Fest der Liebe“.
    Ich glaube heutzutage lieben wir Weihnachten einfach weil es uns erlaubt auf der Fernsehcouch zu lümmeln, ganz ohne schlechtes Gewissen Süßigkeiten zu naschen und die traditionellen Weihnachtsklassiker zu genießen .
    Ich für meinen Teil zumindest Freue ich wie jedes Jahr auf „Drei Nüsse für Aschenbrödel“.

    Aber irgendwie schade, das wir die Geschichte von der Mozartkugeln mopsenden Sissi nun doch nicht zu lesen bekommen. 🙂

    Vorab schonmal allen eine gesegnete Weihnacht und ein glückliches neues Jahr.

    manny0871@web.de

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  4. Hallo Franziska,

    auch wenn ich den besonderen Tag verpasst habe. Zeit um dir ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen bleibt ja noch :-), in dem Sinne: Fröhliche Weihnachtsfeiertage.

    Liebe Grüße,
    Melanie

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  5. Hallo,
    ein sehr schöner Beitrag und überzeugend, wird sicher auf meinem Wunschzettel kommen. Weihnachten ist ja schon fast vorbei darum wünsche ich schon einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Liebe Grüße
    Viki
    (viktoria162003@yahoode)

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  6. Dann wünsche ich Dir schnell noch einen schönen, erholsamen 2. Weihnachtsfeiertag, bevor Weihnachten vorbei ist. Tja, bei uns ist es leider Tradition, dass am 24. gestritten wird und dann die restlichen Feiertage schön friedlich und harmonisch verlaufen. Weihnachtsfreude auf Kommando – geht leider nicht.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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  7. Ein wirklich wunderschöner Trailer ist das geworden.

    Das Buch springt sehr gerne auf meinen Wunschzettel.

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins Jahr 2014.

    Gerne hüpfe ich ins Lostöpfchen.

    Ganz liebe Grüße

    Ines

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  8. Huhu, das Buch ist superklasse! Ich habe es selbst schon verschlungen… Und vor allem das Cover ist so zauberhaft!
    Ich hoffe, du hattest schöne Weihnachten, planst etwas Tolles zu Silvester und rutscht gut rüber nach 2014 🙂
    Liebe Grüße
    Solifera (alias LibriVore)

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