[Adventsgewinnspiel] Der 2. Advent steht vor der Tür!

Und wieder darf ich euch etwas tolles mit auf den Weg geben. Eine Autorin, die sehr tolle Jugendthriller schreibt und auch ihr Romane sind super, hat sich für euch etwas schönes ausgedacht. Sie hat in die Tasten gehauen und eine kleine Geschichte geschrieben und außerdem verlost sie eines ihrer Bücher an euch.

 

Die Geschichte zum 2. Advent: 

“ Herr Herzog jagt das Glück Die Weihnachtsfeier der Firma fand dieses Jahr im Thai Restaurant statt und Jochen Herzog wurde angenehm überrascht. Das Hühnchen in Kokoscreme war lecker, das Bier kostenlos und sein Erzfeind Bergner blamierte sich mit einer alkoholseligen und peinlichen Rede. Kurz – es war ein rundum gelungener Abend und als die zarte, freundliche Bedienung jedem Gast am Ende des Gelages einen Glückskeks überreichte, nahm Jochen ihn ganz gegen seine Gewohnheit mit heiterer Miene entgegen und öffnete ihn. Normalerweise hätte er ihn weggeschmissen oder der korpulenten Sekretärin geschenkt, aber irgendwie schien es ein besonderer Abend zu sein. Unter Gelächter wurden die Botschaften der Kekse vorgelesen: „Ihnen widerfährt Gutes“, „Hüten Sie sich vor falschen Freunden“ und das unvergessliche „Hände weg vom Geld anderer Leute“, welches eine Kollegin aus der Buchhaltung mit verlegener Miene vorlas. „Na, Jochen, was hast du?“, rief jemand und so gab auch Herr Herzog etwas verschämt seine Prophezeiung preis. Sie war simpel: „Bald wird Ihnen großes Glück zuteil!“ „Na, nichts wie hin, Lottoscheine kaufen!“, scherzten die Kollegen gutmütig und bestellten dann noch eine Runde Jägermerister. Jochen Herzog stimmte in das Gelächter ein und steckte den Zettel mit der festen Absicht in die Tasche, ihn später zu entsorgen. Der Abend zog sich jedoch hin und als Herr Herzog das Zettelchen später am Abend zu Hause wieder fand, konnte er es einfach nicht wegwerfen. Vielleicht steckte ja ein Körnchen Wahrheit darin? Man hörte schließlich manchmal die seltsamsten Sachen.

Als er am nächsten Tag am Zeitungsladen vorbeikam, führten ihn seine Füße wie ferngesteuert hinein und ehe er sich versah, hatte er zwei Lottoscheine erworben. Man wusste ja nie. Eine seltsame Aufregung ergriff von ihm Besitz und ließ ihn auch während der folgenden Tage nicht los. Obwohl er leicht enttäuscht war, als er bei der Mittwochsziehung leer ausging, gab er die Hoffnung nicht auf. Nicht umsonst hatte er diese Botschaft erhalten. Wenn er nur regelmäßig Lotto spielte, würde der Gewinn nicht lange auf sich warten lassen. Und wenn es nur ein paar hundert Euro wären, dachte er, genug, um sich endlich den heißersehnten Plasma TV mit LED Backlight und den ganzen anderen herrlichen Sachen zu kaufen. Siebenhundert Euro hatte er bereits angespart und wenn er den Rest vielleicht gewinnen würde … Voller Vorfreude beschloss er, zum Media Markt zu gehen und schon einmal ein bisschen vorzufühlen. In allen Läden der Innenstadt war über Nacht Weihnachten explodiert und funkelnde Lichter wetteiferten mit Sonderangeboten, Glühweingeruch und Weihnachtsliedern um die Aufmerksamkeit aller Sinne. Ein als russischer Kosake angezogener Mann stand im Nieselregen und sang schwermütige Weihnachtslieder. Die Menschenmenge bewegte sich wie ein riesiger Organismus auf die hell erleuchteten Pforten des überdachten Einkaufszentrums zu und Jochen ließ sich mit ihr treiben. Kurz hinter der Eingangstür stockte die Menge und er konnte aufgeregte Kommentare hören. „Was ist das denn?“ „Die Leute kommen auf Ideen!“ „Mir schenkt auch keiner was!“ Interessiert arbeitete Herr Herzog sich nach vorn und sah überrascht auf einen schön geschmückten Weihnachtsbaum, an dem kleine Wunschzettel hingen. Die Kirche rief dazu auf, den weniger Begüterten an diesem Weihnachtsfest einen Herzenswunsch zu erfüllen. „Sind das Hartz IV Leute?“, fragte einer neugierig. „Keine Ahnung“, entgegnete eine Frau schnippisch. „Ich find’s unverschämt. Mein Mann ist auch arbeitslos, aber uns schenkt keiner was!“ „Haben Sie gesehen, was die verlangen?“, ereiferte sich eine andere. “Ein neues Set Handtücher! Ich benutze meine Handtücher seit fast zwanzig Jahren und die reichen völlig aus!“ Erbost ging sie weiter. Neugierig drehte Jochen einen der Zettel um. „Ich hätte gern eine neue Kaffeemaschine. Angelika, 45 Jahre“, las er laut vor. „Ich auch!“, meinte er und die Umherstehenden lachten. Kopfschüttelnd ging er weiter. Das war ja wirklich der Gipfel, was diese Leute sich anmaßten. Bekamen doch schon genug vom Staat zugebuttert!

Im Media Markt sah er ihn sofort. Es war Liebe auf den ersten Blick. Panasonic, 50 Zoll, für eintausendvierhundert Euro. Zwar gab es auch noch billigere Geräte, die er sofort hätte kaufen können, aber warum sollte er sich mit Geringerem zufrieden geben? Er würde genau an den Platz an der Wand passen, den er dafür freigekämpft hatte. Und endlich den prähistorischen fünfzehn Jahre alten Koloss ersetzen. Auf dem Heimweg kaufte er zwei weitere Lottoscheine und gewann bereits am Abend zehn Euro. Wenn das kein Zeichen war! Schon am nächsten Tag trieb Herrn Herzog wieder in die Stadt, um „seinen“ Fernseher zu besuchen. Eine Frau klaubte im Einkaufszentrum gerade einen Wunschzettel vom Baum und legte ihn sorgsam in ihre Tasche. Ein paar Leute standen unschlüssig davor und diskutierten immer noch heftig. „Sie sollten die Schmarotzer nicht noch unterstützen“, meinte ein dicker Mann belehrend zu der Frau. „Sehen Sie doch mal, das hier zum Beispiel!“ Erregt pflückte er einen rosa Wunschzettel ab. „Da wünscht sich einer ein iPad“ Fassungslos drehte der Mann den Zettel in der Hand. Man konnte sehen, dass er ihn am liebsten abgerissen hätte. „Ein was?“, fragte eine alte Frau verwirrt. „Ich sage Ihnen, mein Sohn ist Zahnarzt und mein Enkel spart auf ein iPad!“ Der Mann ging aufgebracht weiter. Joch erhaschte einen Blick auf den Zettel. „Ich möchte gern ein iPad, Jan, 11Jahre“, war dort in ungelenker Schrift zu lesen. Jochen Herzog stieß ein empörtes Geräusch aus. Das überstieg ja alles bisher Dagewesene! Im Media Markt begrüßte ihn der Verkäufer wie einen alten Bekannten und unterhielt sich lange und angeregt mit Jochen über das Objekt seiner Begierde. Es gab demnach kaum einen besseren Plasma TV auf dem Markt, zumindest nicht für diesen Preis. Mit wachsender Ungeduld kaufte Jochen Herzog kaufte sich weitere Lottoscheine. Es musste doch endlich mal etwas passieren, wie lange genau war „bald“ denn eigentlich defniert? Mit seiner Frau diskutierte er am Abend den unverschämten Wunschzettelbaum und zu seiner grenzenlosen Verärgerung stimmte sie ihm nicht bei. „Es sind eben ihre Herzenswünsche“, sagte sie achselzuckend. „Dinge, die sich alleine nie leisten könnten!“ „Na, hör mal!“, meinte er empört. Bei seinem nächsten Ausflug zum Media Markt stellte er überrascht fest, dass fast alle Wunschzettel vom Baum verschwunden waren. Es gab eben immer noch genug Leute, die offenbar zu viel Geld hatten. Sein Geld wollte sich aber nun gar nicht vermehren, obwohl er nunmehr schon fast fünfzig Euro für Lottoscheine ausgegeben hatte.

Es war ihm ein bisschen peinlich, weshalb er es seiner Frau gegenüber lieber nicht erwähnte. Stattdessen kaufte er ihr schuldbewusst ein Parfüm, das denselben Wert hatte und ihm bei „Douglas“ von einer geschwätzigen jungen Frau empfohlen worden war. Auf dem Heimweg guckte er kurz beim Wunschbaum nach. Nur noch drei Zettel übrig! Vielleicht sollte ich ja auch einen Zettel mit: „Ich wünsche mir einen Plasma TV, Jochen, 52 Jahre“ daran hängen, dachte er grimmig. Am dreiundzwanzigsten Dezember kaufte er sich in einem Augenblick rauschhafter Wut Lottoscheine für dreißig Euro. Ein einzelner rosa Zettel hing noch an dem Wunschbaum und schien ihn regelrecht auszulachen. Ätsch, schien der Zettel zu sagen, du bekommst auch nicht was du willst. Der Verkäufer bei Media Markt hatte etwas von seiner umwerfenden Freundlichkeit verloren, ja fast schien es Jochen, als ob er entsetzt das Weite suchte, als er ihn erblickte. Unbefriedigt stapfte Jochen Herzog nach Hause, nur um erneut vor dem Fernseher die Ziehung der Lottozahlen mit wachsender Enttäuschung zu verfolgen. So ein verdammter Glückskeks! Wie hatte er, rational denkender Vater zweier erwachsener Kinder, sich nur von solchem Humbug verleiten lassen können? Am vierundzwanzigsten Dezember stand er nach dem abendlichen Weihnachtsmahl in der Küche und blickte in die dunkle kalte Nacht hinaus. Seine Frau betrat den Raum, sie roch durchdringend nach „Angel“ Parfüm. Es bereitete ihm jetzt schon Kopfschmerzen, aber er wollte ihr nicht die Freude verderben. „Ist alles in Ordnung?“, fragte sie. „Du bist so still.“ „Mir geht’s gut“, erwiderte er. „Ich dachte nur …“ Sie zögerte ein bisschen. Dann gab sie sich einen Ruck. „Ich wundere mich nur, warum du nicht deinen heißgeliebten Plasma TV gekauft hast. Du hast doch von nichts anderem geredet in letzter Zeit. Ich dachte, das wird unser Weihnachtsgeschenk?“ „Unser alter macht’s doch auch noch“, sagte er brummig.

Seine Frau beschloss, nichts mehr zu dem Thema zu sagen und ging kopfschüttelnd mit einem bunten Teller hinaus. So entging ihr auch, wie sich plötzlich ein Lächeln in Jochens Gesicht ausbreitete, ein schüchternes, verlorenes Lächeln, wie es nur zu besonderen Anlässen in diesem Gesicht zu finden war. Aber nichtsdestotrotz ein glückliches Lächeln, das sich beim besten Willen nicht mehr unterdrücken ließ beim Gedanken an den unbekannten Jan, elf Jahre, der jetzt irgendwo ungläubig sein iPad auspackte. „

 

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Ulrike Rylance war so lieb und hat mir ein Exemplar ihres Romans “ Sag zum Abschied leise Blödmann“ spendiert. Diesen Roman hat sie unter dem Pseudonym Ulrike Herwig veröffentlicht.

Was Ihr tun müsst:

1. Formulas ausfüllen! Name, Straße, PLZ und Ort nicht vergessen!

2. Frage beantworten!

3. Daumen drücken

Gewinnspielbeginn: 08.12.2013

Gewinnspielende: 14.12.2013

Einen schönen 2. Advent wünsche ich euch!

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