Silber

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Silber:

Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier

Fischer, 2013

978-3841421050

18,99  €

Amazon

Was tust du, wenn deine Träume plötzlich real werden? Liv träumt eigenartige Sachen, aber es sind nur Träume, da muss sie sich keine Sorgen machen. Aber als sie die vier Jungs aus ihrem Traum in ihrer Schule wieder trifft, die ihren Namen kennen und noch einiges mehr, wird ihr doch ein bisschen mulmig zumute. Hat sie vielleicht gar nicht geträumt?

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DieProtagonisten

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Mh, was hält man von Liv? Im ersten Moment halte ich nicht viel von ihr, sie wirkt ein bisschen neunmalklug, hält sehr viel von sich, aber nicht von Jungs. Aber mit der Zeit wird sie immer sympathischer, vor allem wenn sie beginnt, mit anderen Menschen zu interagieren. Sie ist nett zu den Jungs, obwohl sie ein freches Mundwerk hat und auch austeilen kann. Wenn sie mit ihrer kleinen Schwester umgeht, ist sie liebevoll. Aber sie kann auch ein Schlitzohr sein, wenn es um Träume und Türen geht. Sie hat einige Jungs zur Auswahl, da ist die Bandbreite nicht wirklich begrenzt.

Vom liebenswerten Chaot bis zum schweigsamen Helden, ist alles dabei. Da hat die Autorin tief in die Mottenkiste gegriffen und ich wusste nicht, welchen von den Jungs ich lieber mag. Namensfavorit ist Grayson, den Namen mag ich schon seit einigen anderen Büchern 😉

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Kulisse

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Die Schule ist nicht wirklich interessant. Es ist einfach der Ort, an dem Liv merkt, da stimmt etwas nicht. Ich bin fast etwas neidisch, denn sie trofft die hübschen Jungs aus ihrem Traum wieder, ich habe meine „Traummänner“ noch nie im wahren Leben getroffen 😉

Viel interessanter und auch phantasievoller gestaltet Kerstin Gier den langen Korridor der Türen und die Träum, die Liv hat. Da gerät der Leser selbst ins Träumen und will, dass einige Träume wahr werden.

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Handlung

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Türen, die in Träume führen – ein aufgewecktes Mädchen – und Jungs, alle Bestandteile sind in dieser turbulenten Geschichte vereint , die aber erst mal mit leisen und gemächlichen Schritten daher kommt. Am Anfang fragte ich mich, ob da noch irgendetwas passiert, denn ich gebe zu, so viel wie in „Rubinrot“ passiert nun nicht. Das Buch wird es zum Ende hin spannend, brilliert aber vorher mit dem Setting und den Gesprächen der Jugendlichen.

Die Charakterentwicklung kann ich bei diesem Buch wirklich nur genießen. Als Liv auch noch eine neue Stieffamilie ertragen muss, wächst sie stetig in ihrem Verhalten und ihrem Umgang mit den anderen Familienmitgliedern. Es ist keine einfache Situation, die manchmal auch in komischen Situationen endet, aber Liv ist nicht auf den Mund gefallen und kann sich wehren.

Als Auftakt ist dieser erste Band völlig in Ordnung, denn er stellt die Personen ausführlich und witzig vor, lässt den Leser sanft in die Geschichte eintauschen und am Ende sogar etwas hilflos zurück, denn so ganz wollte ich mich nicht von Liv verabschieden.

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Diegestaltung

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Ich glaube, jeder, der dieses Buch gelesen hat, hat sich seine Traumtür vorgestellt. Wird sie zwei Schlösser haben oder nur eins? Ist sie blau, grün oder bunt? Passend dazu sticht der Buchumschlag ins Leserherz, und auch wenn ich nur das Buch in der Hand hatte, hat mich die Gestaltung fasziniert.

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DieBewertung*

Ich habe mich mit der Edelsteintrilogie nicht anfreunden können. Ich habe auch die Frauenromane zum Teil gelesen und sie nicht gemocht. Und dann kommt Kerstin Gier einfach, knallt mir eine Traumtür vor die Nase und ich bin völlig fasziniert. So kann auch der größte Skeptiker überzeugt werden: tolle Protagonisten, eine traumhafte Idee und eine Geschichte, die weiter geht …

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