Cocoon

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Cocoon – Die Lichtfängerin

Gennifer Albin

Ink, 2012

978-3863960285

17,99 €

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Adelice hat eine Gabe. Sie kann Lebensfäden weben, welche verschwinden lassen und Fehler im Gewebe beheben. Sie ist auserwählt, eine Webjungfer zu sein. Sie darf im Luxus leben in einem Turm und nie wieder ihre Familie sehen. Alles in Arras ist vorherbestimmt und ist es das nicht, wird es verändert. Doch Adelice merkt, dass das nicht alles sein kann in ihrer Welt …

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DieProtagonisten

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Wer ist eigentlich Adelice? Außer, dass sie eine große Gabe hat und ihre Familie vermisst, weiß ich eigentlich relativ wenig von ihr. Sie ist gerne eine große Schwester und ihre kleine Schwester ist wirklich süß. Aber Adelice? Sie ist für mich ein großes Fragezeichen gewesen.

Es gibt nur einen Charakter, dessen Beweggründe ich wirklich verstanden habe: Cormac. Er ist durch und durch böse und schmiedet seine Pläne, damit er ein gutes Leben hat. Völlig nachvollziehbar der er besitzt die Macht im Convent und kann somit auch Adelice sagen, wo es lang geht.

Alle anderen Figuren scheinen nur Stafette zu sein. Sie sind nicht wirklich da, aber auch nicht weg zu denken. Und manchmal handeln sie so schnell und entwickeln so eifrig Gefühle für jemanden, dass ich nicht mit kam und es auch nicht als nachvollziehbar empfand.

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Kulisse

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Arras – eine Welt, die wir so nicht kennen. Menschen leben ein rationiertes Leben, ihre Mächtigen wohnen in Türmen und dürfen die Länder wechseln. So weit alles ganz normal. Aber viel mehr kann ich über diese Welt auch nicht erzählen. Es fehlt an Informationen für den Leser. Zwar werden zum Ende hin noch einige Dinge geklärt und erklärt, aber am Anfang wird die Leserschaft ziemlich allein gelassen.

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Handlung

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Ein Mädchen hat eine besondere Gabe. Ihre Eltern wollen sie schützen, aber sie kann es nicht weiter verstecken. Adelice ist ein besonderes Mädchen, dass viele Zusammenhänge auch am Ende ihrer Geschichte nicht versteht. Ihre Gabe beeinflusst das Leben in und um Arras, denn es ist nur gestrickt aus Lebensfäden. Sollte ich etwas falsch verstanden haben, klärt mich ruhig auf, denn das Buch bleibt bis heute ein Buch mit „sieben Siegeln“ für mich.

Wenn man Lebensfäden ersetzen kann, sie herausreißen kann und damit alles ändern kann. Warum ändert Adelice nicht ihr Leben? Ihre Gefangenschaft im Turm? Die Trauer um ihre Schwester? Seltsam tatenlos sitzt sie herum und warten. Darauf, dass sie jemand an die Hand nimmt und sagt „Ändere etwas!“ Als es schließlich passiert, bin ich enttäuscht, dass sie so einen Schubs tatsächlich brauchte, wenn sie doch selbst die Fehler sieht.

Sie ist mir viel zu passiv, diese Welt, die aus Licht und Fäden besteht und sie hat mich nicht zu sich eingeladen. Ich kam mir so vor, als würde ich an einem hohen Zaun stehen. Immer mal wieder durfte ich einen Blick auf etwas erhaschen, dass mir niemand erklären konnte.

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Diegestaltung

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Dieses Buch habe ich auf der Buchmesse letztes Jahr gekauft, weil ich die Umschlagsgestaltung wahnsinnig hübsch fand. Äußerlich ist meine Liebe geblieben, im Innern finde ich die Schrift aber viel zu klein und zu eng stehend. Ein Lesevergnügen ist es nicht.

*DieBewertung

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Am Anfang war ich sehr skeptisch. Wenig wurde erklärt, nichts ergab einen Sinn. Während des Lesens wurde es besser, trotzdem stellte ich mir immer wieder die Frage: Warum verändert sie nicht einfach ihr Leben?

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