Sommernachtszauber

DSC_0714Sommernachtszauber

Ellen Alpsten

Coppenrath, 2013

978-3649610564

17,95 €

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Caroline lebt für die Bühne. Als ein kleines Theater in Berlin wiederbelebt werden soll, ist es Caroline, die die Julia spielen soll. Mit Herz und Elan versucht sie der Rolle gerecht zu werden – und scheitert. Nur die Bekanntschaft zu Johannes gibt ihr die Kraft weiter zu machen und immer mehr Gefühl auf sich heraus zu kitzeln. Aber die Treffen mit Johannes bleiben nicht weiter geheim und auch er verbringt eine schreckliche Geschichte …

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DieProtagonisten
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Caroline gefällt mir sehr gut. Sie ist ein Charakter der mit viel Herzblut durch sein Leben geht. Egal, ob es ihre Familie ist oder ihre Leidenschaft für das Theater, sie ist immer mit dem Herzen dabei. Bewundernswert ist, wie sie bis zum Schluss versucht alles unter einen Hut zu bringen und niemanden zu vernachlässigen. An einigen Stellen aber finde ich sie zu kindlich und naiv und verstehe manchmal nicht, wie sie plötzlich so sein kann. Liebe hin und Liebe her – auch Freundschaften sollte man pflegen und weiter mit offenen Augen durch das Leben gehen.

Tja und dann wäre da Johannes, der niemals naiv ist, sondern sehr weise ist. Warum und wieso, dass verrate ich hier nicht. Aber ich mag ihn, seine Einstellung zum Leben ist schön, auch wenn nicht alles bunt in seinem Leben war. Und an ihm kann der Leser sehen, dass sie über die Zeit hinweg nicht viel verändert. Wer liebt, der liebt und wer hasst, wird auch Jahre später nicht anders agieren.

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Kulisse

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Sehr gut hat mir der Zusammenhang der Vergangenheit von 1935 mit der Gegenwart zu tun. Schade ist allerdings, dass ich die Kulisse im Jahre 1935 und die Charaktere viel überzeugender fand als die in der Lebenszeit von Caroline. Während in dem kurzen Prolog alles authentisch, erdrückend und lesenswert wirkt, ist Carolines Gegenwart manchmal sehr beschränkt und wirkt etwas farblos. Diesen Umstand bin ich von Ellen Alpsten nicht gewöhnt, die immer sehr vorsichtig, aber farbig erzählt und oft viele Nervenenden trifft, mit dem, was sie schreibt und beschreibt.

*Handlung

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Verstrickt in Vergangenheit und Gegenwart treffen sich Caroline und Johannes. Caroline ist sehr ehrgeizig und will die perfekte Julia sein. An einem Theater in Berlin verbringt sie ihre gesamte Lebenszeit und das auch nachts, wenn sie dann Johannes treffen kann. Die Widerspiegelung von der Vergangenheit in der Gegenwart hat mir sehr gut gefallen. Auch die Theaterthematik war interessant, aber manchmal viel zu seicht dargestellt. Manchmal fehlte ein weiterer Blick hinter die Kulissen, etwas mehr Einsicht und nicht nur der Satz: „Sie kaufte die Kostüme zusammen.“ Das ist jetzt nur ein frei erfundenes Beispiel von mir, aber ich wollte an mancher Stelle mehr wissen von der Welt des Glitzerns im Theater.

Außerdem habe ich manchmal nicht genug von Carolines Liebe zu diesem Leben gespürt, denn für mich muss es etwas von Passion habe, denn es ist eine Kunst wie Schreiben, musizieren und und und …

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Diegestaltung

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Die Gestaltung ist wirklich gut gelungen. Das Cover ist ein Traum aus Gold und Türkis. Zwar habe ich erst auf eine etwas orientalisch angehauchte Geschichte getippt, aber ein Hingucker bleibt es trotzdem.

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DieBewertung

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„Sommernachtszauber“ konnte mich nicht mitreißen. Zwar ist die Anlehnung an Romeo & Julia eine schöne Idee und die Vergangenheit verbindet sich sehr schön mit der Gegenwart, aber die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Sie fesselten mich nicht genug, um in der Gegenwart zu bleiben, die Vergangenheit um 1935 gefiel mir sehr viel besser.

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