Everlight

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Everlight

Avery Williams

Knaur, 2012

978-3426653265

14,99 €

Amazon

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Seraphina entschließt sich, für Cyrus alles aufzugeben: ihr altes Leben. Ein Trank löste ihre Seele von ihrem Körper und so wurde sie unsterblich. Jetzt nach 600 Jahren bekommt sie Gewissensbisse und fühlt sich schon lange nicht mehr wohl. Aber wird sie ihr altes Leben überlisten können?

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DieProtagonisten

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Von Anfang an ist es Seraphina, die mich mitreißt und in ihre Leben blicken lässt. Sie hat es so satt unendlich zu leben und der Leser kann sie sehr gut verstehen. Sie lässt durch ihre offenen Gefühle und ihre Ich-Erzählperspektive tiefe Einblicke in die Beziehung mit Cyrus zu und auch die Dynamik der Gruppe wird durch sie viel klarer. Authentisch gewirkt hat ihr Verhalten, als sie nicht mehr in ihrem eigenen Körper steckt. Keine Tücken und keine Fettnäpfchen werden ausgelassen.

Cyrus ist mir von Anfang an unsympathisch, dabei macht er erst mal nichts verkehrt. Er hilft, aber ich bekomme sofort einen schalen Geschmack auf der Zunge und damit sollte ich recht behalten. Sein Charakter ist dunkel, etwas unnahbar aber irgendwo muss es in all den Jahrhunderten auch einen weichen Kern gegeben habe. Als Leser habe ich nicht aufgegeben ihn zu suchen und glaube nun vielleicht an das nächste Buch um dieses Rätsel zu lösen.

Die anderen Nebencharaktere sind liebevoll zusammengesetzt. Die Gruppe in der Cyrus und Sera beide eine wichtige Rolle spielen, könnte bunter nicht sein. Leider bleiben einige Personen noch recht blass und verschwinden im Verlauf ganz.

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Kulisse

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Im Jahr 1349 beginnt die Geschichte von Cyrus und Seraphina. Schick angezogen, auf einem gesellschaftlichen Ereignis, treffen sich die beide jungen Menschen. Danach landen wir sofort in der Gegenwart und erfahren nur noch in Rückblicken, was damals wirklich passiert ist. Aber dieses facettenartige Aufklappen eines Lebens hat mir schon immer gefallen. Es vermittelt dem Leser ein Gefühl davon, dabei zu sein.

*Handlung

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Unendliches Leben – ein Wunschtraum. Sera hat es und will es nicht mehr. Dies ist kein neuer Gedanken, denn in der Literatur hat es schon früh Unsterbliche gegeben, die hin und wieder auch sterben wollten. Aber was neu ist, ist die Art wie Sera unsterblich wird. Das war frisch und hat mir imponiert. Auch die tiefe Einsicht in Seras Gefühle und ihr „neues“ Leben haben mich neugierig gemacht und gefesselt. Die Tatsache, dass das Ende recht vorhersehbar war, stört mich da wenig, denn gut unterhalten wurde ich trotzdem.

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Diegestaltung

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Bei nur 209 Seiten ist dies eher ein Häppchen für zwischendurch. Da erwarte ich eigentlich nichts besonders. Doch dann überraschte das Buch mich mit einigen liebevollen Zeichnungen im Innern. Eine habe ich euch mal abfotografiert. Ich mag es, wenn sich der Text nach der Zeichnung richtet und ich das Gefühl habe er lebt 😉

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DieBewertung

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In der Kürze liegt die Würze und trotz einiger Schwächen vergebe ich vier Bücherpunkte. Mit verklärtem Blick wurden die Bilder geliebt, das Textspiel bewundert und die Schwächen zum Teil übersehen:

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2 Kommentare

  1. Ui, das habe ich auch noch hier liegen, aber irgendwie wird es immer wieder nach hinten geschoben. Mal sehen ob sich demnächst mal eine kleine Zeit-Lücke dafür finden lässt 🙂
    Liebe Grüße
    MacBaylie

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