Kurz und schmerzlos 2.0

Tja, da einige die „kurzen“ Rezensionen recht gut fanden und ich wieder zwei schwierige Kandidaten hier liegen habe, gibt es heute wieder so einen Artikel. Scheinbar habe ich auch gerade nicht immer ein gutes Händchen mit der Auswahl.

Die zwei Kandidaten sind:

014851366-bei-uns-in-auschwitzBei uns in Auschwitz

Tadeusz Borowski

btb, 2008

978-3442737338

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  • Es geht um einen Menschen, der in Auschwitz lebt, denn dort arbeitet er und gehört zu den etwas besser Behandelten. Nicht immer ist das von Vorteil.
  • Sehr gutes, aber erdrückendes Buch. Ich habe zwischendurch etwas anderes lesen müssen.
  • Allerdings ist es auch sehr verwirrend, weil der Autor zwischen Lagerleben und seiner Vergangenheit hin und her springt.
  • Die Sprache ist sehr edel, manchmal drückend und sehr schwer, aber passend zum Thema.
  • Es gibt keinen Zeigefinger oder ähnliches, also auch keine Grenzen zwischen Lagerinsassen und den Aufsichtspersonen – diese Sicht der Dinge kann sehr verstörend wirken.
  • Ich würde 3-4 Bücherpunkte vergeben, kann darüber aber keine Rezension schreiben.

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Geisterritter

Cornelia Funke

Dressler, 2011

978-3791504797

16, 95 €

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  • Jon sieht plötzlich Geister und die sind hinter ihm her! Ein großes Abenteuer über einen Jungen, der ein tapferes Mädchen kennenlernt.
  • Ich mag Cornelia Funke eigentlich, da sie wirklich viel Phantasie hat. Auch dieses Buch strotzt vor Geistern, ulkigen Omas und starken Kindern.
  • Die Bilder im Buch sind wundervoll gemalt und machen das Buch zu einem Highlight.
  • Leider spricht mich die Geschichte nicht sehr an, denn ich bin mehr Gefühl und Intensität von Frau Funke gewöhnt. Schon beim zweiten Reckless Band hat ihre Erzählkunst nachgelassen. Hier vermisse ich ihr Feuer.
  • Ich würde nach langem Überlegen drei Bücherpunkte vergeben, glaube aber, dass es Kinder sehr gut gefallen würde.

Es ist für mich immer schwer Bücher einer Autorin zu beurteilen, die ich normalerweise sehr mag. Wenn mich eine Trilogie wie die Tintenwelt so mitreißt, erwarte ich immer eine genau so gute Geschichte. Das ist Quatsch, denn jede Geschichte wirkt für sich allein und auf ihre Art, aber ganz abstellen kann diesen Fehler wohl kein Leser. Wie ist das bei euch?

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