Vaethyr: Die andere Welt

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Freda Warrington

Ueberreuther, 2012

978-3800095544

19,95 €

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Zwischen Elfenwelt und Menschenwelt gibt es ein Portal. Immer mal wieder müssen die Elfen in ihre eigentliche Heimatwelt zurück um überleben zu könne. Aber was ist, wenn der Torwächter einfach das Tor schließt? Rose Fox hat ihre Elfenheimat nie kennengelernt. Ihre Neugier, ihr Weltenschmerz, die Liebe und der Selbstfindungsprozess machen ihr sehr zu schaffen …

DieProtagonisten

 

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Dieses Buch strotzt nur so vor Charakteren. Die ersten 150 Seiten lernt der Leser nur Elfen kennen, die vor dem Tor „warten“. Rose und ihre Familie nebst Nachbarn hätten mich schon ins Schleudern gebracht, aber da gibt es noch Onkel, Tanten, Freunde, Bekannte…

Rose bleibt uns wenigstens von Anfang bis Ende erhalten. Man könnte meine deswegen lernen wir sie besser kennen, aber das Gefühl hatte ich nicht. Leider ist es, dass wir sie zwar von klein auf bis in ein recht hohes Alter begleiten und wirklich jeden Furz mitbekommen, aber was da so gefühlstechnisch abläuft, bleibt sehr unausgereift.

Lawrence der Torwächter hat mir da schon besser gefallen. Seine Angst, ein vorherrschendes Gefühl, war ehrlich und nachvollziehbar. Alle anderen Charaktere handeln oft als säßen sie in der Falle und müssten sich schnell entscheiden oder sind so wahnwitzig, dass ich mich gewundert habe, dass die Elfen unentdeckt blieben.

Kulisse

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Die Idee, dass es ein Tor zwischen Elfenwelt und Menschenwelt gibt, ist nicht neu. Trotzdem fand ich die Idee mit dem Torwächter, der seine Freunde nicht mehr durch das Tor lässt sehr gut. Die Menschenwelt ist sehr detailliert beschreiben und da der Leser Rose auf Schritt und Tritt begleitet sehr vermenschlicht. Es ist klar, dass die Elfen sich angleichen müssen, um nicht aufzufallen, aber das damit auch die ganzen zauberhaften Dinge, die ich in einem Fantasyroman erwarten fast verschwinden, geht nicht.

Die Schattenwelt, das dazwischen ist somit recht nett beschrieben, taucht aber nicht oft auf und auch die Spezialitäten einer Elfen bleiben recht vage. Schade, denn so störrisch und altbacken muss Rose gar nicht sein.

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Handlung

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Sucht euch etwas aus: von kleinem Fantasyroman bis riesige Familiengeschichte – denn das ist das Problem im Buch. Es kommt alles vor. Streit, Liebe, Lust und Laster – dazu sogar große Dinge  wie Inzest oder sind sie doch schwul? Vieles schwelt unter der Oberfläche, einiges wird mit dem Holzhammer durchgesetzt. Mir wäre es egal gewesen, wenn irgendjemand im Buch homosexuell gewesen wäre, ich hätte es sogar recht nett gefunden, denn eine schwule Elfe ist mir noch nicht begegnet. Dann haben wir noch Gefängnis und Mord, Lügen, Eifersucht und Ehebetrug. Tja, die Elfen sind fast menschlich, warum sollte dann noch die Elfenwelt erklärt werden. Also Franziska, da erwartest eindeutig zu viel von einem Fantasybuch 😉 

Diegestaltung

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Ich mochte den Papier-/schattenschnitt sehr und habe gedacht: Etwas, was so gut aussieht, wird auch gut sein. Gegen die Gestaltung ist innen sehr viel zu sagen, denn das Buch ist sowieso schon ein sehr dicker Wälzer, aber auch die Schrift ist nicht erfreulich: Sehr eng zusammenstehend und sehr klein. Bequemes Lesen geht anders!

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DieBewertung

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Leider muss ich ehrlich zu mir selbst sein und vergebe deswegen 2 Bücherpunkte. vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet, wenn mit der Meisterin der Fantasy angegeben wird.

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