[Kurzrezension] Ich lebe, lebe, lebe

ich lebe lebe lebeIch lebe lebe lebe

Alison McGhee

dtv, 2012

978-3423249348

12,90 €

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Rose hatte einen Unfall. Ivy auch. Rose lebt, läuft und atmet selbst. Ivy liegt im Koma, in einem Pflegeheim, fast völlig allein. Nur Rose besucht ihre Schwester regelmäßig und driftet dabei aus ihrem Leben. Nur William T. und Tom versuchen etwas dagegen zu tun. Wird es gelingen?

Manchmal muss es ein Buch mit Tiefgang sein, aber dann? Wieviel Tiefgang braucht ein Jugendbuch? Schrecken zu viele philosophische Gedanken den Leser ab?

Ich finde nicht. Zwar kann ich nur manchmal ein Buch lesen, das so angelegt ist, aber dann passt es meistens zur Stimmung. So war es auch mit „Ich lebe, lebe, lebe“. Dieses kleine, dünne Buch strotzt nur Verwirrung, Traurigkeit und ein bisschen Wahnsinn.

Am Anfang hatte ich große Probleme dem Buch zu folgen, denn jedes Kapitel bzw. jeder Tag beginnt mit dem gleichen Tagesablauf der Protagonistin. Die Autorin hat es so gelöst, dass auch die Sätze gleich sind. Erst dachte ich, ich bin bescheuert, habe mich verblättert oder ähnliches, aber nein – es ist so gewollt.

Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, musste ich nur noch mit der sehr selbstsüchtigen und traurigen Rose zurecht kommen. Das war aber einfach, denn trotz selbstzerstörerischer Anwandlungen, ist sie einfach nur ein sehr verletztes Mädchen, das ihren Weg sucht.

Die Gedanken und Fehler der Figuren sind das, was die Geschichte zusammen hält. Dabei ist nicht wichtig, ob die Liebesgeschichte schnell vonstatten geht oder der Leser die Mutter rütteln möchte. Wichtiger ist, dass es nicht unbedingt ein Happy End gibt, ein Weg aufgezeigt wird und die Autorin, die Geschichte nicht unbedingt in die Länge gezogen hat.

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