Was geschah mit Mara Dyer?

Bildschirmfoto 2013-05-13 um 10.12.13Was geschah mit Mara Dyer?

Michelle Hodkin

dtv, 2013

978-3423715362

14,95 €

Amazon

Mara kann sich nicht erinnern. Ihre Freunde sind tot, sie ist übrig geblieben, aber die Erinnerung bleibt aus. Albträume und Visionen machen ihr das Leben zur Hölle. Als immer mehr Menschen in ihrer Umgebung sterben, ist sich Mara Dyer nicht sicher, ob sie nicht doch etwas damit zu tun hat…

DieProtagonisten
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Mara ist am Anfang recht sympathisch. Sie versucht sich auf jegliche Art zu erinnern und wirkt dadurch sehr gebrochen und angreifbar. Trotzdem hat sie einen Humor, den ich sehr mag und der am Anfang sehr frisch ist. Im Laufe der Geschichte allerdings bringt sie ihn an unmöglichen Stellen zur Geltung und wirkt dadurch nervig und unsensibel. Man sollte meinen, dass sie selbst etwas Rücksicht nimmt, wenn sie schon so ein großes Problem hat.

Und dann wäre da noch Noah: Retter, Held, komischer Typ. Als er auftaucht, ist sofort klar für mich, dass er nicht mein Liebling wird. Zu sehr ist er darauf getrimmt anders zu sein, denn alle anderen sind komisch. Mit so etwas rechne ich, aber wenn es dann passiert, finde ich es eher traurig.

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Kulisse

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Erst gibt es da eine Clique, dann bleibt von dieser nicht viel übrig. Gefallen findet der Leser an der Ruine, die gut beschrieben ist, aber viel zu kurz kommt. Gemeint ist die Kulisse der Erinnerung von Mara. Ansonsten geht sie normal zur Schule und trifft komischerweise immer die „Bösen“ Menschen in ihrer Umgebung.

*Handlung

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Paranormale Begebenheit, Menschen, die sterben und Gedächtnislücke, die die Hölle sein können – das ist Mara Dyers Leben. Eigentlich ist dieses Leben am Anfang sogar noch recht spannend, denn der Leser weiß nicht, wo diese Geschichte hinführen soll. Geschickt gelöst reihen sich massenhaft Kapitel aneinander, bis plötzlich eine Erinnerung von Mara auftaucht. Diese sind vom Schreibstil viel packender und ziehen den Leser in ihren Bann. Blöd nur, dass die nächste Erinnerung lange auf sich warten lässt.

Die Geschichte plätschert vor sich hin, bis sie beginnt eigenartig zu werden, denn es reicht nicht, dass Mara Visionen hat oder ihre Erringung zurückkehrt. Nein, es müssen auch noch Menschen sterben und Noahs Rolle muss so groß werden, dass sich der Leser denken kann, was passiert.

Geärgert hat mich nur, dass ich die Erinnerungen mochte und auch Mara erst recht sympathisch fand. Aber das Ende haut alles raus und das im negativen Sinne. Diese Wandlung habe ich nicht erwartet und nicht gewollt. Leider konnte ich mich nach dem Lesen auch bald nicht mehr an das Ende erinnern. Erst gründliches Nachdenken und Nachforschen frischte meinen Geist wieder auf.

*Diegestaltung

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Das Cover passt nicht zum Inhalt. Es stellt eine Welt da, in der Mara gar nicht lebt. Für mich fehlt der Bezug zur Geschichte. Auch wenn die beiden Personen auf eine leichte Liaison verweisen könnten.

*DieBewertung

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Was bleibt von einem Buch, wenn der Leser es zuschlägt? Hoffentlich einiges, denn wenn nicht, hat etwas nicht gepasst. Da das Ende der Geschichte schon nach zwei Wochen nicht mehr im Lesergedächtnis verweilte und nur mit Mühe und Not wieder reproduziert werden konnte, vergebe ich:

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