[Ich versuch’s mit…] Leseliste März 2015

Eine neue Leseliste muss es natürlich auch im März geben. Ich hä mich zwar mit allem etwas verkalkuliert, sodass ich meine Hausarbeiten jetzt noch schreiben muss, Faulheit sei Dank, aber ein bisschen Zeit wird wohl schon über bleiben.

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Paris – Rutherford 

Ich liebe Paris. Dies ist eine sehr, sehr dicke Familiengeschichte. 

Infinity Drake – McNally

An dieses Buch habe ich keine Erwartungen. Ich lasse mich mal überraschen. 

Splitterfasernackt – Lindner

Dieses Buch wird nun endlich gelesen, da ich den zweiten Teil unbedingt lesen will. 

Winterwassertief – Lindner

Und da ist der zweite Teil ;) 

Feinde der Zeit – Cross

Band 2 muss noch mal her, damit ich den Abschluss lesen kann.  

Sturm der Zeit – Cross

Und das Ende. 

Die Auslese 02 – Charbonnau

Habe ich mir als Prämie gesichert! 

Berlin City Girls – Palmer

Das Buch kannte ich gar nicht. Trudelte einfach so bei mir ein. 

Egal wohin – Moll

Ihr erstes Buch konnte mich nicht wirklich begeistert. Aber es ist noch einen Versuch wert. 

Beautiful Oblivion – McGuire

*.*

Vollendet – Shusterman 

Endlich geht die Geschichte weiter. Das habe ich lange vor mich hergeschoben. 

Nacht ohne Namen – Nuyen 

Nuyen hat mir bisher noch keine gute Lesezeit beschert, ich kam mit ihr nicht zurecht. Mal abwarten. 

Changers – Cooper 

Dieses buch ist reiner Zufall gewesen. Es hört sich aber gut an. 

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Die Mischung finde ich gut gelungen, dazu kommt noch Band 3 von Becca Fitzpatrick damit ich Band 4 lesen kann. Außerdem die Unilektüre und dann bin ich auch voll ausgelastet. 

Viel Spaß!

Verworren-Entzweit-Zusammen= Liebeskinder

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Liebeskinder

Jana Frey

Arena, 2015

978-3401067872

16,99€

Amazon

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Zadoc liebt alles an Ivory. Ihr Haar, das sämtliche Farben des Herbstes hat. Der ständig wechselnde Ausdruck aus ihren winterhimmelblauen Augen. Und vor allem ihren Geruch nach Wind und Widerstand.  Kenzie liebt alles an Amos. Seine hellgrün schimmernden Augen, sein Lachen und Lächeln, seine Musik, seine Art, sich zu bewegen, seinen Gang. Und sie liebt es, dass er zu ihr gehört. Zu ihr ganz allein.  Zwei Liebende. Zwei Schicksale. Und eine Geschichte, in der alles, aber auch alles miteinander verbunden ist.

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DieProtagonisten

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Kenzie ist ein schwieriger Charakter. Aufgewühlt, Fehl am Platz. Ihre Schwester ist die Sonne, das Licht, das die Motten anzieht. Ihre Mütter sind liebevoll, verrückt und einzigartig.

Zadoc ist oft verwirrt, einsam, verletzlich und manchmal auch gewaltsam. Aber er macht alles aus einem bestimmten Grund und den muss der Leser erkennen.

Ivory ist die einzige, die ich am Anfang mag und zwischendurch nicht mehr. Alle Figuren verändern sich stetig und kreisen wie Planeten umeinander ohne sich wirklich zu berühren.

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Kulisse

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Greifbar, authentisch und zum Teil so anders, dass ich es mir nicht vorstellen konnte, sind die verschiedenen Kulissen der Protagonisten. Zadoc lebt sehr abgeschieden, seine Schuld lastet schwer auf ihm und auch das er weiß, wie er ist, verändert seine Umwelt.

Kenzie und ihre Schwester leben sehr außergewöhnlich. Mit zwei Müttern, haben doch einen Vater, sind am Meer geboren und und und … Da kommt viel zusammen und macht sie zu einer sonderbaren Familie, die ich so in noch keinem Buch getroffen habe. 579035_638779992813944_432554395_s

Handlung

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Der Leser verfolgt zwei Handlungsstränge, die beide ihre ganz eigene Dynamik und Atmosphäre haben. Würde mich jemand fragen, welchen Strang und damit welche Protagonisten ich mehr mochte, könnte ich diese Frage nicht beantworten. Ich hatte nämlich ein Problem: ich mochte die Protagonisten fast alle nicht – trotzdem hat mir das Buch sehr, sehr gut gefallen.

Es hört sich fast an wie ein Paradoxon. Wie kann ich niemanden mögen und die Geschichte trotzdem lieben? Dabei bin ich immer jemand, der Protagonisten mögen muss, um in einem Buch zu Recht zukommen. Diesmal war alles anders und ich denke, dass hat mit den beiden getrennten Geschichten zu tun, die erst ganz zum Schluss vielleicht zusammengeführt werden. Bis dahin habe ich mich lange Zeit gefragt, wo Jana Frey mich hinführen möchte. Ich wusste immer, dass sie sehr unbequeme Geschichten schreibt, die meist einen sehr traurigen und /oder starken Hintergrund vertreten. So war es auch diesmal.

Zadoc und Ivory bilden eine Einheit, obwohl ihre Umgebung dagegen ist. Ivory weiß, mit Zadoc stimmt etwas nicht, aber was? Schon als Kleinkind versucht sie ihn immer zu beruhigen, ihn gern zu haben und für ihn da zu sein. Daraus entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die Zadoc an vielen Stellen aber auch gewaltig ausreizt.

Kenzie hat eine Schwester und findet sich selber ziemlich langweilig und hässlich. Ihre Schwester ist hingegen ein Stern, hat alles, bekommt alles, aber Kenzie liebt sie trotzdem. Diese beiden wirken wie ein ungleiches Paar und haben es aufgrund ihrer Familienkonstellation schon nicht einfach. Aber was soll man sagen, wenn alles im Leben nicht passt, bis der eine vorbei kommt: Amos.

Jana Frey schaut genau hin. Jede Gefühlsregung, sei sie noch so schlecht oder böse, spricht sie aus. Schonungslos mag ich mal Zadoc, wenn er zerbrechlich ist, mag Kenzie für einen Augenblick, wenn sie zeigt, dass sie ihre Schwester liebt. Aber ich bin auch genervt von ihr, denn sie sieht viel schwarz und ihre Umgebung hat es manchmal mit ihr nicht leicht.

Das Buch hat mich magisch angezogen und es war viel zu schnell vorbei. Es hat noch wenige Rezensionen, was ich nicht verstehen kann. Es ist schwere Kost, die erst sehr langsam verdaut werden muss, damit der Leser jede Nuance versteht und spüren kann. Aber diese Mühe ist es wert.

Ich spreche eine Leseempfehlung aus, die aus den Tiefen meines Herzens und meiner Seele kommt. Ich werde dieses Buch noch einmal lesen, weil es so verstörend, schön und traurig zu gleich ist.


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Diegestaltung

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Ich finde das Cover ist recht schlicht und verrät wenig vom aufwühlenden Inhalt. Auch der Rückentext ist nichts, was ich zweimal lesen würde. Für mich zeugte nur der Name der Autorin “Jana Frey” für etwas, das ich nie vergessen werden. Die Autorin hat mich schon ein paar Mal wirklich berührt.

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DieBewertung

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Was ich erwartet habe? Ein Buch, das mich mitreißt und sprachlos zurücklässt. Bekommen habe ich ein Buch, das mich heute noch verstört, aber auf eine positive Art. Eine Geschichte, die mich noch immer berührt und die Erkenntnis, dass der Mensch viel aus Liebe tun kann.

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Monatsstatistik Februar 2015

DerMonat ist herum und ich habe gerade mal 11 Bücher gelesen. Eine Woche Urlaub, Aufräumarbeiten und chronischen “Ich muss fernsehen!” haben mich etwas abgehalten. Trotzdem waren einige gute Bücher dabei. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage, denn ich habe mir eine interessante Leseliste zusammen gestellt. Die Liste seht Ihr morgen ;)

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1.   Dark Surrender – Maya Banks  (keine Rezension /3 Bücherpunkte)

2.   Ich liebe dich.. und dich .. und dich – Luisa Valentin  (keine Rezension/2 Bücherpunkte)

3.   Teslas Vermächtnis – Shusterman  (Rezension folgt/3-4 Bücherpunkte)

4.     Liebeskinder – Frey (Rezension folgt/5 Bücherpunkte)

5.   Die andere Hälfte der Hoffnung – Borrmann  (Rezension HIER/4 Bücherpunkte)

6.   Wunderbare Wünsche – Ribar  (Rezension folgt/3 Bücherpunkte)

7.    Onyx – Stephens  (Rezension folgt/4 Bücherpunkte)

8.  Love Letter to the dead – Dellaire (Rezension HIER/3- 4 Bücherpunkte)

9.  Der Ozean am Ende der Straße – Gaiman (Rezension HIER/3 Bücherpunkte)

10.   Bird Box – Malerman (Rezension folgt/5 Bücherpunkte)

11.   Der Erwählte – Cass (Rezension folgt/5 Bücherpunkte)

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Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag!

 

 

 

[FiloFaxing] Kaufrausch im Urlaub

Ich war eine Woche im Urlaub. Relaxen, ein bisschen Wellness und die Gegend angucken. Die gegen war das flache Land rund um zwei etwas größere Städte. Klar, dass ich dann auch mit dem Liebsten shoppen fahre und dieser meinen Bastelwahn ertragen muss! Aber er hält das ganz gut aus und so durfte ich nach Lust und Laune einkaufen, was der Filofaxer so braucht ;)

 

 

Montag – Lidl: 

Am Montag war ich dann tatsächlich abends noch bei Lidl und konnte mir diese Sachen mitnehmen. Die Punkte werde ich für wichtiges im Kalender benutzen. Die anderen Etiketten habe ich schon benutzt, da sie farblich soooo toll in meine Woche gepasst haben *.*

 

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Punkte und Etiketten jeweils 0,99 €

Donnerstag – TkMaxx, Tiger, Ernsting Family: 

Am Donnerstag waren wir in Flensburg. Ich hatte vorher nachgeschaut, ob es einen TKMaxx gibt. Laut Internet gab es keinen, aber als wir durch die Stadt bummelten, war da doch einer und der musste dann unsicher gemacht werden. Die Ausbeute war groß, denn ich habe sogar eine ICE Watch dort gefunden *.*

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Die Aufbewahrung hat 12 € gekostet. Klar gibt es die wahrscheinlich günstiger, aber ich hatte mich verliebt und sie war in einem sehr guten Zustand.

Das Stiftetui hat mich nur 3 Euro gekostet und ich liebe es. Auch mit musste der “The Best is yet to come” – Block. Darin befinden sich Stickynotes und Blöcke für 5,99 €.

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So sieht die Aufbewahrung in Aktion aus! Meine Sticker finde ich jetzt immer ganz schnell.

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Im Einkaufszentrum habe ich dann den berühmten “Tiger” gefunden. Den Laden kannte ich noch gar nicht. Es erwartet mich ein großes Sammelsurium. Gekauft habe ich letztendlich die Paperclip-Bärte für 2€ und die Fliegen-Bookmarks ebenfalls für 2 €. Aber ich hätte noch so viel mehr kaufen können *sfz* Ich hoffe mal eine Tauschpartnerin zu finden, die einen “Tiger” in der Nähe hat und vielleicht keinen Action ;)

Die Memo Sticker sind die allseits beliebten von Ernsting, 2 € also musste sie mit.

 

Freitag – 1 €- Shop, Ikea, Action: 

DSC_0273 Freitag ging es heimwärts, aber nicht ohne noch einen Abstecher zu machen. So konnte ich noch für 1 € diese Blöcke stehen, die super zu meinen Disneyprinzessinnen Sticker passen. Zum Schluss hielten wir noch kurz bei Ikea in der Rush Hour! Den Liebsten in die Schlange gestellt und kurz ab zu den Schreibwaren!

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Das neue Programm der Papeterie finde ich toll! Die schwarzen Stifte kosten 1,99 €. Ich brauche sehr gern mit ihnen und habe deswegen welche auf Vorrat gekauft! Die bunten Stifte  kostet auch 1,99€ in den Farben Neonorange, Grün und Gelb. Sie schreiben sehr leicht und drücken nicht durch.

Die großen Klammern mussten zweimal mit für den Preis von 0,99€. Sie sind sehr robust und schwer. Die anderen Paperclips habe ich schon in klein zuhause. Jetzt habe ich sie noch mal in groß, 2,49€.

Das kleine Buch enthält Sticky Notes u.a mit dem Gesicht und schwarz/weiß Muster, 1,49€. Ich kann es Euch leider nicht verlinken, da ich es auf der Internetseite nicht finde.

Zum Schluss habe ich mir noch die Tapes mitbekommen für 3,49€. Der erste Eindruck ist positiv, sie kleben sehr gut.

DSC_0272Kurz noch zu Action wegen der Tapes. Einmal habe ich mir die Tapes noch mitgenommen. Diese hatte ich noch nicht, wie immer 0,79€. Die Kittysticker sind süß für 0,59€. Die Stofftapes kosten  0,89€ und die Buttons 0,79€, damit wurde schon gebastelt.

 

Samstag: 

Samstag hat mir der Liebste eine Heißklebepistole gekauft und ich musste sie sofort ausprobieren! Alle angeklebten Dinge sind vom Actionmarkt und ich bin ein bisschen verliebt! Der Krankorken allerdings war nur die Probe ;)

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Ich wünsche Euch noch ein fröhliches Dekorieren!

Bis nächste Woche!

Briefe schreiben kann helfen – Love Letters to the Dead

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Love Letters to the Dead

Ava Dellaira

cbt, 2015

978-3570163146

17,99 €

Amazon

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Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

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DieProtagonisten

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Laurel ist ein Mädchen, dass viele Probleme hat. Scheinbar sind sie einfach da und lassen das Mädchen nicht zur Ruhe kommen. Über allem steht ihre Schwester und ein Vorwurf der Mutter. Kein Wunder, dass Laurel kein typischer Teenager mehr ist.

May lernt der Leser kennen in dem Laurel über sie erzählt und sie Szenen nachempfindet, die wirklich passiert sind. Die Schwestern sind sehr verschiedenen.

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Kulisse

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Kulisse? Ich finde nicht, dass der Leser wirklich viel über Laurels Welt erfährt. Über ihre Gefühlswelt wissen wir hingegen sehr gut Bescheid. Auch wenn sie erst zögerlich beginnt davon zu “erzählen”. Ihre Umgebung ist dabei nicht ganz so wichtig. Sie geht zur Schule, hat ein Zimmer, einen Freunde – alles fast völlig normal.

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Handlung

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Im Moment gibt es sie wie Sand am Meer: Bewältigungsgeschichten. Ein Mädchen oder ein Junge hat etwas schreckliches erlebt und muss darüber hinaus noch älter werden, erwachsener und reifer. Zwei Dinge, die sich nicht widersprechen, aber zusammen schwieriger sind.

Laurel ist so ein Mädchen. Sie trägt eine schreckliche Erinnerung in sich, etwas was ihr passiert ist und eigentlich niemand weiß. Ihre Schwester May war eher der Überflieger, die mit den Freunden, älteren Typen und den hübschen Haaren. Irgendetwas verbindet die Schwestern und durch die Briefe versucht Laurel damit umzugehen und wir Leser müssen lernen mit Laurel umzugehen.

Sie ist keine Briefeschreiberin, die es sofort “kann”. Sie braucht Anlaufzeit. Wem schreibe ich, was? Kann ich meine Gefühle wirklich auf Papier bannen? Als es erst mal gut läuft, ist sie wirklich gut darin, alles in Worte zu verpacken. Aber während der Leser auf das Geheimnis hinarbeiten, macht Laurel viele Abstecher. Sie nennt dieses Ereignis und jenes, sie schwelgt in Erinnerungen oder auch nicht. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, dass sie langweilig ist, ihre Geschichte zieht und zieht sich. Dabei ist es, so empfinde ich es jetzt, völlig normal, dass sie ein paar Extrarunden durch ihr Leben dreht in dem ihre Schwester noch lebt.

Beim Leser kann dies aber schnell als Langatmigkeit anerkannt werden. Laurel sieht viel schwarz, redet fast nur über schlechte Gefühle und verfügt über ein Füllhorn voller Teenagerprobleme. Etwas Beschränkung auf zwei, drei wichtige Themen hätte da vielleicht etwas Ruhe hineingebracht und es auch dem Leser leichter gemacht. Der nämlich kann sich leicht denken: “Noch ein Problem? Na klar, wie nervig!”

Einige Briefe sind wunderschön, ruhig und gelassen geschrieben. Diese  Beinhalten auch Momente, die ich mit Klebezetteln markiert habe. Andere Briefe waren Nichtssagend und nur seitenfüllend geschrieben.

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Diegestaltung

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Das Cover habe ich schon viele, viele Male gesehen. Ob Blogs, Jahresneuerscheinungen oder Amazon: immer sprang es mich an. Das nenne ich mal ein Zeichen und wollte es dann auch unbedingt lesen. Es gibt nicht oft Bücher, die mich wirklich auf jeder Plattform ansprechen.

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DieBewertung

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Erst war ich begeistert, aber nach längerem Überlegen komme ich zu dem Schluss, dass das Buch so ein Mittelding ist. Es ist schön, still und mutig – aber auch langatmig, schwarz und unwirklich. Es bekommt also eine Zwischenbewertung, weil ich es nicht ganz einordnen kann.

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Wenn es nur noch wenig Hoffnung gibt – Die andere Hälfte der Hoffnung

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Die andere Hälfte der Hoffnung

Mechthild Borrmann

Droemer, 2014

978-3426281000

19,99 €

Amazon

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In der verbotenen Zone von Tschernobyl, wo nur lebt, wer nicht anders kann oder gezwungen ist, sich zu verstecken, wartet Valentina auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland.In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches.

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DieProtagonisten

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Die Mutter ist eine ruhige Frau. Sie schreibt um nicht zu vergessen, um etwa zu haben, dass ihre Lebensentscheidungen erklärt. Sie wartet und das spürt der Leser. Ich mochte ihre Geschichte sehr.

Das Mädchen ist verzweifelt und ihre Veränderung – das sie vertraut – beginnt ganz leise. Diese Entwicklung wird sehr schön dargestellt.

Alle anderen Figuren sind auch wichtig, da wären ein Mann, der hilft. Immer wieder denkt er, dass er etwas falsches macht. Es gibt einen Boten, der Angst vor der verbotenen Zone hat.

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Kulisse

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Tschernobyl, eine Zone die ich mir nie vorgestellt habe. Ich kenne einige Bilder, das Ereignis. Die Autorin beschreibt die Einsamkeit sehr eindrücklich und fast erdrückend.

Anders das Leben in Deutschland, was von Ungerechtigkeit und Gewalt geprägt ist. Wir wissen viel zu wenig, was wirklich passiert. Beide Seiten harmonieren sehr gut und geben einen komplexen Einblick auf das Geschehen.

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Handlung

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Die Handlung ist in zwei Stränge aufgeteilt. Einmal verbringen wir Zeit mit einer Mutter, die ihre Geschichte aufschreibt und dabei wartet. Wartet darauf, dass ihre Tochter nach Hause kommt, die sie hat nach Deutschland ziehen lassen.

Die Atmosphäre in dem kleinen Haus ist bedrückend, aber sie ist auch geprägt von Hoffnung und Alltäglichkeiten. Eine Mutter hält sich fest an dem letzten Strohhalm, den es gibt. In Deutschland weit weg von der vergangenen Katastrophe taucht plötzlich ein Mädchen auf. Ihr geht es schlecht, ein älterer Mann hilft und rettet ihr mehr als einmal das Leben.

Sie erzählt Ungeheuerliches, was man in Deutschland vermutet, aber nicht wissen will. Sie ist allein, verzweifelt und weit weg und sie sucht noch jemanden.

Mechthild Borrmann hat es geschafft ganz verletzlich, einsam und traurig zu schreiben. Doch sie zeigt auch Hoffnung, Liebe und Hilfsbereitschaft. Beide Stränge sind anders und nie wusste ich, was mich erwarten würde. Ehrlich gesagt, empfand ich den Strang in Tschernobyl ruhig und schöner. Schöner ist ein Widerspruch in sich, denn nichts ist daran schön, wenn eine Mutter ihre Tochter vermisst. Es ist die leise Traurigkeit mit der diese Mutter ihre Lebensgeschichte aufschreibt. Wie entstanden ihre Kinder? Wer ist ihre Tochter? Und waren ihre Fehler wirklich Fehler?

Ich lese grundsätzlich nur die ruhigeren Bücher von Mechthild Borrmann. “Der Geiger” war wirklich gut und hat mich nachhaltig beeindruckt und auch diese Geschichte hat nachgewirkt. Sie hat noch einmal aufgewühlt, was man über dieses Ereignis weiß und daran erinnert, dass es wahrscheinlich immer noch Menschen gibt oder geben könnte, die darunter leiden.

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Diegestaltung

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Das Cover spricht mich nicht richtig an. Es ist so traurig und einsam – ich hätte wahrscheinlich nicht dazu gegriffen. Auch wenn ich es nicht mag, passt es im Verlauf immer besser zur Geschichte.

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DieBewertung

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Dieses Buch hat vier Bücherpunkte verdient und das für seine Ruhe und Traurigkeit.

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