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Interview mit Lilach Mer

Heute freue ich ich besonders euch Lilach vorzustellen. Ihr Buch ist mein Monatshighlight Mai geworden und sie hat sich bereit erklärt ein Interview mit mir zu machen. Falls ihr die Rezension noch einma braucht/lesen möchtet: KLICK!

Außerdem hat sie selbst einen Blog auf dem ihr viel über sie erfahren könnt: KLICK

Stell Dich doch mal kurz vor. Nicht jeder hat ja eine Leserunde mit Dir zusammen gemacht und weiß, wie nett Du bist ;)

Ha, dabei tarne ich meine biestige Art doch nur in der Öffentlichkeit hinter netten Worten … Nein, ich bin tatsächlich eine ganz friedliche Person. Der „Schwan“ ist mein allererster Roman. Ohne den Heyne-Wettbewerb 2009 hätte ich mich sicher nie getraut, irgendeinen Verlag mit meinem Geschreibsel zu behelligen. Der Gedanke, mein Zeugs irgendwo einzuschicken, kam mir immer furchtbar aufdringlich vor.

Was gibt es sonst noch zu mir zu sagen? Ich komme aus Berlin, bin dort und in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Der Kater Tausendschön wohnt bei mir zuhause – na, sagen wir, sein rüpelhafter, dicker Bruder.  Ich liebe Computer und stundenlanges In-die-Wolken-Starren, um mir vorzustellen, über welche merkwürdigen Begebenheiten sie wohl schon so ihre Schatten geworfen haben. Und ich habe, seit ich neben der Uni-Arbeit ernsthaft mit dem Schreiben angefangen habe, eigentlich kein gesellschaftliches Leben mehr. Das Schlimmste: Es fehlt mir nicht einmal …

Wann und wo kam Dir die Idee zu „Der siebte Schwan“?

Genau kann ich das nicht beantworten. Ich erinnere mich, dass ich in meinen Märchenbüchern stöberte, denn ich wusste schon, dass es eine Anlehnung an ein Grimm’sches Märchen sein sollte; ich probierte verschiedene Märchen im Kopf durch, was sich mit ihnen anfangen ließ. Bei den „sechs Schwänen“ bzw. „sieben Raben“ – das ist eine ganze Gruppe von mehreren Märchen – blieb ich hängen, irgendwie setzte sich der Grundgedanke dieser Märchen bei mir fest und fing an, sich weiter zu entwickeln. Spieluhren liebe ich sowieso innig, die mussten also unbedingt mit hinein, und meine Mina, die Hauptfigur, fand ich beinahe zufällig beim Durchschauen von alten Photographien. Dann habe ich einfach weiter gesponnen.

Wie kamst du auf die Idee, Dein Buch bei einem Schreibwettbewerb einzureichen?

Nun, ich habe es direkt für den Magische-Bestseller-Wettbewerb von Heyne geschrieben. An einem einzigen, mörderischen Wochenende musste ich dafür ungefähr achtzig Seiten zum Einreichen schreiben, weil ich vorher einfach keine Zeit gehabt hatte und der Abgabetermin nun gegen die Tür hämmerte. Da wäre es ja geradezu sträflich gewesen, es dann am Ende doch nicht abzuschicken.

Sitzt du manchmal in Deinem Büro in der Uni  und Dir fällt spontan eine Idee zu einer Geschichte ein? Wenn ja, was machst Du dann?

Es ist schrecklich, mir fallen ständig irgendwelche Geschichtenideen ein – und meistens an unpassenden Orten oder in unpassenden Momenten. Das kann einen sehr ablenken, wenn man zum Beispiel gerade eine Jura-Vorlesung halten soll … Macht aber andererseits den Alltag gleich viel interessanter. Ich benutze die Tatsache, dass ich oft keine Gelegenheit habe, die Idee gleich festzuhalten, wie eine Art Test für die Idee selbst: Wenn sie mir später wieder einfällt, ist sie vielleicht gar nicht so übel. Wenn sie mir sozusagen durch die geistigen Finger rinnt, ohne eine Spur zu hinterlassen, war wahrscheinlich nix dran.

Mina ist ein toller Charakter und ich bin gerne mit ihr zusammen ein Stück meines Lesealltags gegangen. Aber welche Figur magst Du am liebsten?

 Es freut mich sehr, dass Du Dich mit Mina anfreunden konntest, ich habe sie auch lieb gewonnen während des Schreibens. Wen ich neben ihr am liebsten mag, kann ich eigentlich gar nicht recht sagen. Sie fühlen sich alle wie gute Freunde für mich an, die ich ums Leben gern einmal „in echt“ kennenlernen würde. Bis auf den Doktor natürlich! Aber sogar er tat mir am Ende leid.

Die Leserunde bei Büchereule.de war toll. Dein Buch wurde oft gelobt. Wie fandest Du die Leserunde selbst?

Sie hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Es ist ein tolles Gefühl, Euch beim Lesen über die Schulter schauen zu können, mitzuerleben, wie Euch Dinge manchmal so fesseln, wie sie mich selbst beim Schreiben gefesselt haben. Und auch, was Ihr noch an eigenen Deutungen mit einbringt, ist faszinierend für mich. Am Anfang war ich natürlich etwas furchtsam, das bin ich immer. Aber als so nach und nach die ersten freundlichen und sehr interessierten Kommentare eingetrudelt sind … Ich weiß nicht, ich habe mich wie unter Freunden bei Euch gefühlt. Ein sehr, sehr schönes Erlebnis.

Wird es bald wieder ein Buch von Dir geben? Wenn ja, kannst Du uns schon etwas verraten?

Das hängt natürlich nicht allein von mir ab, aber es ist in der Tat etwas in Arbeit – mehrere Dinge sogar, von denen eines aber vorne liegt. Wenn es das Rennen tatsächlich macht, dann bleibe ich, wie ich es auch am besten fände, noch ein Weilchen in der Fantasy, und es wird diesmal etwas für jüngere LeserInnen werden. Und sehr gruselig! Ich werde mir da jedenfalls alle Mühe geben.

Welche Frage beantwortest Du ungern in einem Interview und welche Frage würdest Du gerne einmal beantworten?

Ungern – das kann ich eigentlich nicht sagen. Manche Fragen sind einfach schwieriger zu beantworten als andere, die machen halt etwas mehr Mühe. Das sind aber oft auch die wirklich interessanten.

Manchmal werde ich nach einer Fortsetzung vom „Schwänchen“ gefragt, allerdings eher in Leserbriefen – da tut es mir immer sehr leid, das verneinen zu müssen. Denn eigentlich freue ich mich natürlich über jeden, der gerne mehr von Mina lesen möchte. Aber die Geschichte ist abgeschlossen, so, wie sie ist. Fortsetzungen liegen mir generell nicht sehr.

Was ich gern gefragt werden würde … Hm. Vielleicht danach, wie sich der Spagat zwischen Jura und Schreiben so im Alltag bewerkstelligen lässt. Dann könnte ich ächzen und seufzen und meine dramatischen Zeitplanungen schildern, und alle wären sicher sehr beeindruckt von mir. Oder?

Vervollständige bitte die folgenden Sätze:

Mein Lieblingsbuch ist… Oh, den Satz kann ich nicht vervollständigen! Ich habe so viele davon. Aber ich glaube, ich weiß noch, welches mein erstes (selbst gelesenes) Lieblingsbuch war: Astrid Lindgrens Kurzgeschichtensammlung „Im Wald sind keine Räuber“.

Wenn ich nicht schreibe, dann… denke ich mir neue Geschichten aus. Oder lese welche. Oder arbeite auch gelegentlich mal ein bisschen in meinem „anderen“ Beruf ;-)

Schreiben ist für mich…. Atmen.

Und zur Krönung:

Zu gewinnen gibt es ein Exemplar von:

Der siebte Schwan

Was ihr dafür tun müsst?

Beantwortet folgende Frage:

In welchem wunderschönen Bundesland geht Mina auf Entdeckungsreise zwischen Fantasie und Realität?

Die Antwort schickt ihr an: buecherchaos@web.de

Beginn: 04.06.2011

Ende: 15.06.2011

Viel Glück und Dir Lilach ein herzliches Dankeschön für das Interview und das tolle Buch!

Danke auch an Heyne für die Bereitstellung des Preises.

 
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Geschrieben von - Juni 4, 2011 in Fantasy

 

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Der siebte Schwan – Lilach Mer

Der siebte Schwan – Lilach Mer

Heyne, 2011

978-3453527492

14,00 €

Anlässlich einer Leserunde und einem Wanderbuch durfte ich diesen Schatz entdecken.

Mina wohnt auf einem Gutshof in Schleswig-Holstein. Oft vertreibt sie sich ihre Zeit auf dem Dachboden in dem sie zur Musik einer Spieluhr tanzt. Irgendetwas ist märchenhaft an der Melodie und dieser kleinen Spieluhr. Normalerweise wächst Mina behütet auf, doch an dem Tag, an dem sie ihr Konfirmationskleid anprobiert, hört sie ein Gespräch mit, dass sie nie vergessen wird. Ihr Welt ändert sich und plötzlich verschwimmen Realität und Märchen, denn ein Drehorgelspieler spielt die Melodie ihrer Spieluhr. Verwirrt und ängstlich folgt sie ihm in einen Wald und trifft dort auf die Tater. Eine spannende Suche nach wichtigen Dingen aus Minas Leben beginnt…

Ein Märchen, das nie zu Ende geht, so könnte man Lilach Mers Buch beschreiben. Sie lädt uns zu einer langen Reise ein, auf der wir dem Märchen, der Fantasie und der Realität folgen sollen. Ihr Sprache ist wunderbar, mal melancholisch, mal bezaubernd beschreibend.

Jede Kleinigkeit, von den Blättern im Wald bis zu den Schnurrhaare der Katze ist liebevoll beschrieben und macht den Leseaugenblick unvergesslich.

Die verträumte Hauptfigur Mina ist am Anfang sehr scheu, tollpatschig und voller Gefühl. Aber viele Begebenheiten auf ihrer schwierigen Reise führen dazu, dass der Lese ihre Entwicklung miterlebt. Einig Ecken und Kanten werden geschliffen und aus der grauen Maus Mina wird ein buntes, fast fröhliches Mädchen, dass sich in ihrer Welt verspielt bewegt.

Lilach möchte dem Leser zeigen, dass es auch die kleinen DInge sind, die uns verzaubern können. Egal, ob nun in unserem Leben oder vielleicht in einer parallelen Welt auf die wir vielleicht immer mal wieder kurz einen Blick erhaschen können. Wir müssen nur unsere Augen öffnen um die kleinen Wunder zu entdecken. Und sei es nur ein Schwan auf einem See, der seit diesem Buch eine ganz besondere Bedeutung hat.

Und tatsächlich mag ich sogar das Ende, denn ich kann mir vorstellen wie die alte Mina ihr Leben weiterlebt. Aber wie sie das macht oder welche Gedanken ich hatte, mag ich euch nicht verraten. Immerhin müsst ihr selbst dieses märchenhafte Buch lesen das außerdem auch noch mein Monatshighlight Mai ist.

 
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Geschrieben von - Juni 2, 2011 in Fantasy, Leserunde

 

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Das Lächeln der Frauen – Nicolas Barreau

Das Lächeln der Frauen – Nicolas Barreau

Thiele Verlag, 2010

978-3851791440

18,00 €

Ich habe mich verliebt. Schon wieder. Ich weiß, ich weiß bibliophile Menschen neigen dazu, diesen Ausruf immer wieder zu tätigen. Meist verwirren wir damit nicht-bibliophile Menschen oder noch schlimmer bibliophile Menschen schauen uns an und denken: “Ich fand es doof.” Aber ich stelle mich der Gefahr und rufe laut:

“Ich habe mich verliebt. Wieder in Nicolas Barreau, also sein Buch äh.”

Spätestens jetzt laufe ich rot an und deswegen gibt es schnell den Inhalt des Buches für euch.

Le Temps des Cerises, das kleine Restaurant mit den rot-weiß-karierten Tischdecken, ist mitten in Paris. Die Inhaberin Aurelie, echte Französin, hat es vor nicht allzu langer Zeit von Ihrem Vater geerbt. Abends im Restaurant und morgen wacht sie in Claudes Armen auf. Leider ist das plötzlich vorbei, den Claude hat “die eine” getroffen und verlässt die arme Aurelie.

Was tun, wenn plötzlich ein Polizist hinter einem her ist? Und die beste Freundin meinst “Claude war ein Schwein”? Im Regen durch Paris und dabei die Contenance behalten und flüchten in eine Buchhandlung….

Genau an diesem Punkt beginnt die Geschichte, die mich hat abtauchen lassen in ein Paris voller Zufälle und Liebe. Mit warmen Sätzen, die das Herz umschmeicheln wie die erste Sonnenstrahlen im Frühling, schafft Barreau es mich zu verzaubern.

Ich zauderte mit Aurelie und war gemeinsam mit ihr sauer. Ich schimpfte mit ihr wegen Claude und ich wollte ihr ein Taschentuch reichen, als sie ihn wieder sieht. Gleichzeitig entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre, die durch den Eiffelturm und alle Pariseigenheiten noch unterstützt wird.

Das schöne an dieser Geschichte und ein Zusatzschmankerl für mich: Es dreht sich auch um Bücher und einen Verlag. Und ihr wisst sicherlich, dass ich alles dafür tue solche Bücher zu besitzen.

Chapeau Nicolas Barreau und danke für das selige Lächeln auf meinem Gesicht, dass ihr toller, liebevoller Roman hervorgerufen hat.

 
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Geschrieben von - April 28, 2011 in Romane

 

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Mathilde und der Duft der Bücher – Anne Delaflotte

Mathilde und der Duft der Bücher -

Anne Delaflotte

Kindler, 2011

978 3 463 40593 3

17, 95 €

Wenn ich ein Buch in der Hand habe, schnuppere ich zuerst daran. Was riecht schöner als ein neues Buch? Folglich MUSSTE ich “Mathilde und der Duft der Bücher” kaufen.

Ein guter Buchbinder liest nicht, hat Mathildes Großvater immer gesagt.

Da betritt ein gutaussehender, geheimnisvoller Mann mit einem Buch ihre Buchbinderwerkstatt. Das Buch ist voller Aquarelle und zeigt eine Ruine im Wald. Völlig fasziniert von den Bildern und dem Mann, macht Mathilde sich daran das Buch zu restaurieren. Dabei stößt sie auf eine Liste mit Namen darauf. Als sie beginnt die Spuren der Namen zu verfolgen, stößt sie auf ein Geheimnis aus der deutschen Besatzungszeit…..

Will man einen Einblick in ein Buchbinderleben und seine Arbeit ist dieses Buch einfach wunderbar! Mit liebevollen Worten werden kleinste Handgriffe eines Buchbinders beschrieben, so dass ich mitunter dachte, ich klebe den Buchrücken selbst. Diese Beschreibungen fließen ganze sanft in den Gesamttext ein, so dass es nicht langweilig wird, denn auch die Geschichte um den fremden Mann kommt nicht zu kurz.

Eine angedeutet, französische Liebesgeschichte an Büchern und Menschen ist es, die mich hier gefangen genommen hat. Die Autorin schreibt in einer wunderschönen, gediegenen Sprache, die ich mir für eine Französin auch vorgestellt habe. Gleichzeitig nimmt der Krieg ( die deutsche Besatzungszeit) nicht so viel Platz ein, dass man gelangweilt ist, weil dieses Thema schon oft angesprochen wurde.

Für mich war es ein zartes und geheimnisvolles Buch, dass mich auf eine sanfte Reise mit nach Frankreich genommen hat und mich verzauberte wie lange kein Buch über Bücher.

 
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Geschrieben von - März 24, 2011 in Besonderheiten, Romane

 

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Hundert Jahre ungeküsst – Engelmann

Hundert Jahre ungeküsst -

Gabriella Engelmann

978 3 401 06489 5

13, 99 €

Jeder kennt Dornröschen dieses wunder schöne Mädchen, dass 100 Jahre schläft. Hinter Dornenranken wird sie versteckt und nur ein Prinz kann sie retten.

Soweit zur Theorie. Leider sind die Gebrüder Grimm schon lange tot, Walt Disney hat den Stoff schon vor langer Zeit aufgegriffen…. Was also mit einem Märchen tun? Geben wir ihm doch ein neues Gewand, so wie Gabriella Engelmann und schon entsteht ein gutes Buch.

Klar, kann man bei so etwas viel falsch machen und es kann schnell langweilig werden. Aber die Autorin hat den Mix zwischen alten Märchen und neuer Geschichte gut geschafft. Nicht einen Moment beim Leben finde ich die Geschichte albern oder konstruiert. Man kennt halt die Geschichte, dass hinderte mich aber trotzdem nicht, überrascht über das Ende zu sein. Ich hatte etwas anderes erwartet, fand das Ende etwas zu viel des Guten, aber so sehr fällt es nicht ins Gewicht, dass die Bewertung schlecht ausfällt.

Am Anfang finden wir ein Personenregister mit kurzer Erklärung eben dieser Mitspieler des Märchens. Da gibt es “Rosalie Dorn” richtig, unser Dornröschen. Und jetzt eine schwere Frage:

Wer ist “Rene Prinz” ?

Habt ihrs erraten? So durchsichtig wie die Namen sind, so spannend wird die Geschichte, wenn es um die Vergangenheit des Hotels geht in dem Rosalie anfangen möchte zu lernen. Zarte 16 Jahre alt, ist sie immer gut! behütet aufgewachsen und wünscht sich in ihrer neuen Wohnung ein bisschen Freiheit. Diese Freiheit beinhalten natürlich Jungs und Feiern, aber das sie in Gefahr schwebt merkt Rosalie erst ziemlich spät.

Ein warmherziges Buch, dass viel zu schnell zu Ende war. Und ein Märchen, dass in neuem Gewand, seinen alten Charme nicht verloren hat!

Und hier ist die Videorezension:

 
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Geschrieben von - März 8, 2011 in Jugendbücher

 

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Ruf der Tiefe – Brandis&Ziemek

Ruf der Tiefe – Katja Brandis & Hans-Peter Ziemek

Beltz & Gelberg, 2011

978 3 407 81082 3

16,95 €

Anlässlich einer Leserunde bei der buechereule.de durfte ich ein Buch lesen, dass ich so im Buchladen nie anguckt hätte. Und zwar ein Buch über einen jungen Flüssigkeitstaucher der in der Tiefsee taucht. Ich selbst bin kein besonderer Freund vom Meer und auch Ökothriller sind nicht mein Lesegebiet.

Leon ist jung und talentiert – im Flüssigkeitstauchen. Mit seiner tierischen Partnerin Lucy sucht er die Tiefsee nach Rohstoffvorkommen ab. Dabei sind die beiden nicht zu schlagen. Doch plötzlich spielt das Meer rund um Hawaii verrückt. Todeszonen breiten sich aus und niemand weiß warum….

Wie gesagt am Anfang war ich sehr skeptisch. Aber schon noch ein paar Seiten versank ich in die zauberhafte, blaue Unterwasserwelt. Immer tiefer zog es mich hinein in eine Welt, die dunkel und faszinierend zu gleich ist.

Die beiden Autoren erschaffen eine Art Jugend-Ökothriller, den ich so noch nicht gelesen habe. Die Figuren strahlen alle samt etwas besonderes aus. Leon, dem man nachfühlen kann, dass er das Meer liebt und seine Lucy, sind schon ein besonderes Pärchen.

Durch ihre Schreibweise, die sehr flott ist, nie bleibt die Handlung stecken oder zieht sich, ist der Leser immer mitten im geschehen. Ich litt mit Leon, ich stritt mich mit Carima und ich lachte über Luca, denn für einen Kraken ist sie einfach nur wunderbar menschlich.

Trotz dem Jugendbuch-Stempel greift das Buch viele Themen auf, die uns alle interessieren sollten. Von leer gefischten, zerstörten Meeresgründen oder Tiefseebohrungen, die mehr schaden als nutzen, ist hier die Rede.

Zusätzlich gibt es eine Internetseite auf der es viele weitere Informationen gibt. Über Charaktere und Landkarte sowie Bildschirmhintergründe für jeden ist etwas dabei. Diesmal finde ich eine extra Internetseite auch nicht übertrieben, sind doch einige Themen und Figuren so komplex, dass der Leser einfach manchmal Hilfe braucht ;)

Es gibt auch eine Videorezension, die ihr euch angucken könnt.

Aber erst mal gibt es 5 von 5 Bücherpunkten!

 
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Geschrieben von - Januar 31, 2011 in Jugendbücher

 

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Damit ihr mich nicht vergesst – Mitch Albom

Damit ihr mich nicht vergesst – Mitch Albom

Goldmann, 2010

18, 00 €

Zitat:

“… Sogar innerhalb unseres Glaubens gibt es Fragen und Antworten, Deutungen und Debatten.  Dasselbe gilt für das Christentum und für jeden anderen Glauben. Und das ist sehr schön. Es ist wie Musik: Würde man immer nur eine einzige Note spielen, würde man über kurz oder lang verrückt werden. Erst aus der Mischung unterschiedlicher Noten entsteht Musik.”

“Welche Musik?”

“Die Musik, die es einem ermöglicht an etwas zu glauben, das größer ist als man selbst.”

Warum ich mit diesem Zitat beginne? Es ist eines der schönsten Gespräche, die ich an den letzten beiden Nachmittagen verfolgt habe. Es fand statt zwischen Mitch Albom und seinem Rebbe. Dieser Rebbe ist mittlerweile schon alt und gebrechlich, als er Mitch Albom nach einem Vortrag fragt: ” Würden sie meine Trauerrede halten?”

Schlägt man einem Geistlichen so eine Bitte ab? Wie fängt man an eine Trauerrede über jemanden zu schreiben, der in Bermudashorts in seinem Büro sitzt? Mitch nimmt sein ehemals fürchtendes, jüdisches Herz in die Hand und schlägt die Bitte des Rebbe nicht aus.

Zwischen dem Rebbe und ihm folgen Gespräche über Gott, über Menschen und das Dasein selbst. Man muss doch einen Menschen kennen um über ihn reden zu können! Oder macht es das viel schwieriger?

Ich möchte mit meiner Rezension nicht zu viel verraten, deswegen halte ich mich nur sehr wage an den Inhalt. Mitch Albom ist ein Autor, der schon seit Jahren in meinem Regal anzutreffen ist. Ich atme auf, wenn es ein neues Buch von ihm zu kaufen gibt, denn jedes ist besonders aus seine eigene Art. Mit “Dienstag bei Morrie” rührte er mich zu Tränen und brachte mich das erste Mal zum Nachdenken.

Nun folgt dieses Buch über Religion und das Vergessen eines geliebten Menschen. Warum ich meinen Rosenkranz mit auf das Buch gelegt habe? Schon während des Buches habe ist mir immer wieder aufgefallen, wie wenig ich über andere Religionen weiß. Judentum? So vom Hörensagen weiß man einiges, aber es so wirklich verstehen? Kann ich deswegen Witze über koscheres Essen machen/ertragen?

Ich selbst bin laut Personalausweis evangelisch lutherisch.  Ich bin konfirmiert und Weihnachten gehe ich einmal in die Kirche. Bin ich deswegen ein schlechter Christ? Bin ich ein schlechter Christ, weil ich nun mit einem Katholiken zusammen lebe? All diese Fragen stelle ich mir jetzt noch und werde mich weiter damit beschäftigen.

Es ist schön, wenn mich Bücher in andere Welten driften lassen, aber es ist genau so schön, wenn sie mich auf andere Denkpfade bringe und mich dort verweilen lassen.

Ein Buch, in dem es über Religion geht, dass schreckt bestimmt jetzt viele ab. Aber denen sei gesagt: ein Mitch Albom Buch ist soviel mehr. Es ist ein Einblick in verschiedene Menschenleben, die wirklich existieren. Und auch diesmal sind es drei wahre Personen, die aufeinander treffen, die ihre Geschichte erzählen und die nicht vergessen werden sollen.

“Damit ihr mich nicht vergesst”….. Ich werde den Rebbe nicht vergessen auch wenn ich nur sein Foto kenne, das hinten im Buch zu finden ist. Ich werde auch nicht vergessen, dass er mir gezeigt hat, dass wir uns nicht wegen unserer Religion schämen müssen, dass wir verzeihen können und das jeder Tag egal wie schwer er ist, ein Geschenk des Himmels ist.

 
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Geschrieben von - Dezember 30, 2010 in Romane

 

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Zerbrechlich – Jodi Picoult

Zerbrechlich – Jodie Picoult

343103828X

19,99 €

luebbe.de

Eine junge Frau sitzt auf dem Sofa. Eingemummelt in einer Decke, vor ihr auf dem Tisch dampft eine Tasse Tee. Doch sie bemerkt nicht, dass der Tee kalt wird, denn sie hat ein Buch auf den Knien und hat die Welt um sich vergessen.

Ganz langsam rinnt eine Träne über ihre Wange, sie klappt das Buch zu, streichelt noch einmal über den Einband und seufzt.

Es war eine traurige Geschichte, die sie im Herzen schwer gemacht hat. Es war eine Geschichte, die sie zwischendurch sehr, sehr traurig gemacht hat, über die sie zwischenzeitlich einfach reden musste, um das Gelesene zu verdauen. Trotzdem las sie immer weiter und weiter. Begab sich in eine Welt voller Lügen, Misstrauen, bösen Gedanken und verzweifelten Kinder. Eine Welt voller Schmerz, die sie mit einer besonderen Romanfigut teilte: mit Willow.

Willow leidet an der Glasknochenkrankeit. Wenn sie fällt kann es sein, dass sie sich die Wirbelsäule bricht, wenn sie nachts schläft und sich umdreht kann es sein, dass sie aufschreckt durch ein Knacken, dass ihren Armbruch ankündigt. Sie ist kleiner, als andere Fünfjährige, doch sie ist klug und hat ein Herz. Sie liebt ihre Familie und ihre Familie liebt sie.

Doch eines Tages gibt es die Möglichkeit eine Klage anzustrengen und Geld für Willows Leben einzufordern. Aber was bewirkt so eine Klage, wenn die Eltern verschiedene Auffassungen von Liebe haben? Was passiert mit einer älteren Schwester, die merkt, dass niemand weiß, dass sie existiert? Was geschieht, wenn ein Kind fragt:” Mama, willst du mich nicht mehr?”

Die junge Frau war sprachlos, weil sie diese Dinge las. Weil die Geschichte einer Familie, in allen guten und grausamen Facetten vor ihr ausgebreitet wurde. Gefühle wurden beschrieben und gelebt. Sie litt mit Willow, aber auch mit deren Vater. Sie war wütend als die Mutter nur noch an sich dachte und sie verstand teilweise die ältere Tochter.

Lange hatte sie kein Buch  mehr gelesen, in dem jedes Gefühl so detailliert beschrieben war, dass man es nachleben konnte. Trotzdem waren die Worte liebevoll und vorsichtig gewählt. Jede Figur kam zu ihrem Recht auf eine freie Meinung. Es gab die Figur, die mal liebte ohne Fragen und es gab die Figur, die man hasste und sich fragte warum sie existierte.

Stück für Stück konnte man eintauchen in einen Ozean der Gefühle und vor allem der Liebe. Jodi Picoult brachte die junge Frau schon einmal zum Weinen mit dem Roman “Beim Leben meiner Schwester”. Und auch diesmal braucht man Taschentücher.

 
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Geschrieben von - Dezember 8, 2010 in Romane

 

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Die Landkarte der Zeit – Felix Palma

Hier seht ihr meine Videorezension zu “Die Landkarte der Zeit”!

Kindler, 2010

978-3463405773

24, 95 €

 
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Geschrieben von - Oktober 24, 2010 in Bücher, Romane, Videorezension

 

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