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Schlagwort-Archive: Leserunde

Der Spezialist – Smith

Der Spezialist

Mark Allen Smith

Luebbe, 2012

978 3 7857 6060 4

14,99 €

Im Rahmen einer Leserunde bei der Büchereule durfte ich dieses Buch lesen.

 Sein Name ist Geiger. Wenn ihr eine Information braucht, ruft ihn an. Er foltert Menschen und weiß: Es kommt nur auf das Wie an.

Geiger hat Regeln, die er nie bricht. Auch sein Auftraggeber muss diese Regeln befolgen. Doch dann kommt es zum Bruch und Geiger hat ein kleines Problem ….

Links seht ihr das richtige Cover. Darüber folgt dann die Folie auf der, der Schädel abgedruckt ist. Super, oder? Und das für 14, 99 € ;)

Wirklich wunderbar, und das hört sich krank an, ist, dass Geiger mal eine ganz andere Persönlichkeit ist. Kein Ermittler oder einfacher Polizist mit dem wir auf Jagd gehen, keine Mutter oder ein Vater, der Rache für irgendetwas möchte. Wir verfolgen einen Folterer. Er kennt sich mit allem aus, womit man foltern kann. Und das Buch beginnt, wie auch anders möglich, mit einer Folterszene.

Eine gute und saubere Idee, die während des ganzen Buches hochgehalten wird. Der Inhalt stimmt, man kann sich zwar nicht im vollen Umfang mit Geiger identifizieren, damit hätte ich auch ein Problem, aber an einigen Stellen ist er seltsam sympathisch, seine Regeln sind nachvollziehbar und andere Charaktere sind zwar blasser als Geiger, aber nettes Beiwerk.

Das Geiger, Geiger heißt, hat eine besondere Bewandtnis, die ich hier nicht verrate. Was mich aber stört ist, dass im Rückentext steht, dass er Geige spielt. Und das tut er nicht. Jedenfalls nicht in meiner Version des Buches. Was ist es? Ein Verständigungsfehler? Ein Übersetzungsfehler? Schade, denn irgendwie dachte ich tatsächlich, er würde Geige spielen. Dies ist eine kleine Warnung, wenn ihr jetzt meint, ich hätte etwas verraten.

Der Thriller bleibt immer in Bewegung. Trotzdem finden einige Gespräche statt, die simples Niveau haben. Zu dem gibt es Flashbacks in eine Vergangenheit, die viel verraten und Puzzlestücke zusammenfügen.

Warum das Buch, dann nur noch vier Bücherpunkte bekommt, ist schnell erklärt. Das Ende hat mir nicht gefallen. Es wurde zu wuselig, es passiert zu viel plötzlich und das Ende ist völlig frei schwebend.

Meine Rezension könnte um einiges länger sein, wenn ich mehr auf den Inhalt einigen würde, aber dann hättet ihr keinen Grund mehr das Buch zu lesen. Ich las eine Rezension bei Amazon und wusste gleich worum es geht, dass war blöd.

 
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Geschrieben von - Februar 10, 2012 in Thriller

 

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Blood Magic – Tessa Gratton

Blood Magic – Tessa Gratton

cbj, 2011

978-3570152867

17,99 €

Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut 

Alles hörte sich so einfach an, zu mal Silla schon genug Kummer auszustehen hat, nachdem ihre Eltern gestorben sind. Zeichne einen Kreis, lege ein Blatt hinein, füge einen Tropfen Blut hinzu und schon wird das Blatt wieder grün. Es ist auch so einfach, denn Silla liegt die Magie im Blut. Genau wie ihrem Vater zuvor, nur war dies ein Geheimnis, das sie und ihr Bruder nie kannten. Nun verwandelt Silla sich in eine Hexe und zusammen mit ihrem Bruder probieren die beiden all möglichen Zauber aus.

Auch Nicolas, der neue Nachbar stößt zufällig auf die beiden, als sie Magie anwenden. Doch warum benimmt sich Nicolas manchmal so komisch? Hat er ein Geheimnis? Als Silla merkt, dass jemand das Grab ihrer Eltern zerwühlt, wird ihr bewusst, dass noch etwas mehr hinter der “Blood Magic” stecken muss. Und schneller als sie ihren Bruder warnen kann, sind sie plötzlich in Gefahr und noch mehr Blut wird fließen….

Ich war wirklich gespannt, als das Buch bei mir eintrudelte und ich endlich mit der Leserunde bei lovelybooks.de beginnen konnte. Die Einteilung war super (knapp immer 100 Seiten) und ich freute mich auf eine magische Geschichte.

Tatsächlich ist Silla ein Charakter, dem man gerne in die Unbekannten Gefilde der Magie folgt. Auch ihr Bruder Rees oder Nicolas sind nette Jungs, denen man gerne gefolgt ist. Die Charaktere, die im Mittelpunkt der Gesichte stehen, hat Tessa Gratton mit viel Farbe und Elan beschrieben. Nur eine Nebenfigur ist mir zu blass geblieben, da ich ihr mehr zugetraut hätte und ich mehr über sie erfahren wollte. Wer das ist verrate ich jedoch nicht ;)

Schnell waren die ersten hundert Seiten gelesen und ich wunderte mich, wo sie geblieben sind. Dauernd passiert irgendetwas, dass die Geschichte voran treibt. Auch wenn manchmal etwas zuviel Aufmerksamkeit auf die Zwischenmenschlichenbeziehungen gelegt wird, wenn ich wissen wollte wie es mit der Magie weitergeht, wechseln sich die Charaktere mit ihrer Aufmerksamkeit sehr gut ab.

Ein Manko ist, dass es handgeschrieben, abgedruckte Briefe im Buch gibt. Leider sind sie sehr schwer zu lesen. Am Anfang hoffte ich, es möge bei diesen paar Zeilen bleiben, da es wirklich anstrengend war die Wörter zu entziffern, aber es wurden zum Ende hin immer mehr Seiten in dieser Schrift. Mit der Zeit wurde es zwar besser, aber einige Wörter habe ich bis heute nicht entziffern können. Dadurch gehen wahrscheinlich nicht unbedingt wichtige Informationen verloren, aber ärgerlich ist es schon. Ansonsten ist das Buch in verschiedene, personenbezogene Abschnitte aufgeteilt, die es möglich machen, dass man sich nicht verirrt, denn manchmal reist der Leser auch in die Vergangenheit.

Es war/ ist eine schöne, teils überraschend, teils vorhersehbare Geschichte. Die Blutmagie ist interessant beschrieben und erklärt und manchmal hatte ich das Gefühl, ich könnte selbst zaubern ;)

Es wird hoffentlich bald einen nächsten Teil geben, denn angekündigt ist es als Trilogie.

 
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Geschrieben von - Juni 29, 2011 in Fantasy

 

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Der siebte Schwan – Lilach Mer

Der siebte Schwan – Lilach Mer

Heyne, 2011

978-3453527492

14,00 €

Anlässlich einer Leserunde und einem Wanderbuch durfte ich diesen Schatz entdecken.

Mina wohnt auf einem Gutshof in Schleswig-Holstein. Oft vertreibt sie sich ihre Zeit auf dem Dachboden in dem sie zur Musik einer Spieluhr tanzt. Irgendetwas ist märchenhaft an der Melodie und dieser kleinen Spieluhr. Normalerweise wächst Mina behütet auf, doch an dem Tag, an dem sie ihr Konfirmationskleid anprobiert, hört sie ein Gespräch mit, dass sie nie vergessen wird. Ihr Welt ändert sich und plötzlich verschwimmen Realität und Märchen, denn ein Drehorgelspieler spielt die Melodie ihrer Spieluhr. Verwirrt und ängstlich folgt sie ihm in einen Wald und trifft dort auf die Tater. Eine spannende Suche nach wichtigen Dingen aus Minas Leben beginnt…

Ein Märchen, das nie zu Ende geht, so könnte man Lilach Mers Buch beschreiben. Sie lädt uns zu einer langen Reise ein, auf der wir dem Märchen, der Fantasie und der Realität folgen sollen. Ihr Sprache ist wunderbar, mal melancholisch, mal bezaubernd beschreibend.

Jede Kleinigkeit, von den Blättern im Wald bis zu den Schnurrhaare der Katze ist liebevoll beschrieben und macht den Leseaugenblick unvergesslich.

Die verträumte Hauptfigur Mina ist am Anfang sehr scheu, tollpatschig und voller Gefühl. Aber viele Begebenheiten auf ihrer schwierigen Reise führen dazu, dass der Lese ihre Entwicklung miterlebt. Einig Ecken und Kanten werden geschliffen und aus der grauen Maus Mina wird ein buntes, fast fröhliches Mädchen, dass sich in ihrer Welt verspielt bewegt.

Lilach möchte dem Leser zeigen, dass es auch die kleinen DInge sind, die uns verzaubern können. Egal, ob nun in unserem Leben oder vielleicht in einer parallelen Welt auf die wir vielleicht immer mal wieder kurz einen Blick erhaschen können. Wir müssen nur unsere Augen öffnen um die kleinen Wunder zu entdecken. Und sei es nur ein Schwan auf einem See, der seit diesem Buch eine ganz besondere Bedeutung hat.

Und tatsächlich mag ich sogar das Ende, denn ich kann mir vorstellen wie die alte Mina ihr Leben weiterlebt. Aber wie sie das macht oder welche Gedanken ich hatte, mag ich euch nicht verraten. Immerhin müsst ihr selbst dieses märchenhafte Buch lesen das außerdem auch noch mein Monatshighlight Mai ist.

 
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Geschrieben von - Juni 2, 2011 in Fantasy, Leserunde

 

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Nibelungenmord – Judith Merchant

Nibelungenmord – Judith Merchant

Knaur, 2011

978-3426508633

9,99 €

Anlässlich einer Leserunde sollte dieses Buch gelesen werden. Ich habe es mir ausgesucht, weil mich die Nibelungen Saga interessiert. Schließlich sagte jemand in meiner Umgebung: ” Die Oma ist ein bisschen wie Miss Marple!” Und schon war ich Feuer und Flamme.

In der Drachentöterhöhle des Siegfrieds wird eine Leiche gefunden. Eine blonde Frau, die erstmal niemand kennt. Königswinter steht Kopf, denn auch Margit Sippmeyer ist spurlos verschwunden. Natürlich geht jeder davon aus : eine Frau ist verschwunden, eine Leiche wird gefunden. Wäre ja auch kein Wunder, denn Margit Sippmeyers Mann hat seit Jahren eine Geliebte: eine verschrobene Künstlerin, die Bilder der Nibelungen malt.

Jan Seidel beginnt zu ermitteln und nebenbei wird ihm bewusst, dass seine Oma eine ganz Pfiffige ist. Denn Edith ist nicht alt, sondern klar im Kopf und findet Zusammenhänge, die niemand sonst bemerkt….

Am Anfang war es witzig in die Welt von Edith einzutauchen. Sie ist eine Oma wie man sie sich wünscht! Auch ist sie der ausgefeilteste Charakter und ist immer für eine Überraschung gut. Jan Seidel, der Ermittler, hat mich da schon weniger überzeugt. Er hat viele Probleme und manchmal fragt man sich zu oft warum, denn die Auflösung gibt es erst sehr spät. Ich verstehe zwar, dass nicht alles gleich am Anfang verraten werden darf, aber Spannung wurde mit diesen Geheimnissen nicht erzeugt.

Die Geschichte plätschert dahin und nur der dritte Leseabschnitt hat mir wirklich gefallen, denn da konnte man wunderbar am Leben und den Gedanken der Protagonisten teilhaben. Zwischendurch wird mir einfach zu viel geschlampt, denn eine richtige Ermittlung läuft meiner Meinung nach anders ab. Den Polizisten passieren zu viele Fehler und oft machen sie einfach gar nichts.

Auch die Auflösung ist für mich eher ein Zufall, denn wenn es Edith nicht gebe, würde ich heute wahrscheinlich noch nicht wissen, was es mit der verschwundenen Frau zu tun hat.

Der Erzählstil der Autorin hat mir dennoch gefallen, da es leicht und locker zu geht und die Aufteilung der Kapitel hat mir auch gefallen. Leider habe ich generell etwas gegen bestimmte Tätertypen. Hier möchte ich nicht verraten, welche Gruppe ich meine, sonst nehme ich euch den Lesespaß. Aber wenn ihr das Buch gelesen habt, wisst welchen Tätertyp ich schrecklich finde ;)

Die Siegfriedthematik hat mir im Großen und Ganzen gefallen, doch bleibt man am Ende etwas ratlos zurück, wenn ich an den Drachen denke. Auch hier fehlt mir der Zusammenhang und am Ende die Aufklärung.

Die Idee hat mir gefallen, die Charaktere zum Teil auch, leider vermag mich die Durchführung des Falls nicht fesseln und viele Lücken lassen mich einsam und ratlos zurück.

 
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Geschrieben von - Mai 29, 2011 in Krimi, Leserunde

 

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Die verborgene Sprache der Blumen

Die verborgene Sprache der Blumen -

Vanessa Diffenbaugh

Droemer, 2011

978 3 426 19904 6

19,99 €

Oben könnt ihr es sehen. Meinen Leserundenzettel mit dem ich treu dieses Buch gelesen habe. Er lebte als Gedächtnisstütze, als Lesezeichen und als “Ziel-erreicht-Zettel” mit mir in diesem Buch. So viel Einblick sei euch gegönnt.

Victoria ist ein Kind, das wir heutzutage “Schwererziehbar” nennen würden. Eine Kratzbürste wie sie im Buche steht, ein bockiges Kind ohne Eltern. So versucht ihre Sozialarbeiterin immer wieder neue Eltern zu finden. Schließlich scheint mit Elizabeth DIE Mutter gefunden zu sein.

Doch leider steht Victoria sich wieder selbst im Weg und etwas schlimmes passiert. Jahre später setzt unsere Handlung ein. Sie ist 18 und muss nun auf sich selbst aufpassen. Das einzige, was sie kann: Die Sprache der Blumen sprechen und damit ihre Gefühle ausdrücken. Die Suche nach einem Platz im Leben beginnt und die Probleme lassen nicht lange auf sich warten…

Victoria ist ein fesselnder Charakter. Von der ersten Seite an, glaubte ich mit ihr durch eine Welt zu gehen, die sehr, sehr schwierig für sie ist. All ihre Gefühle und Gedanken sind eindringlich beschrieben und schockierten mich manchmal bis ins Mark. Vor allem würde ich heutzutage von einer psychischen Störung spreche, wenn ich an Victoria denke, in dem Buch ist sie einfach nur ein störrisches Kind.

Ich selbst habe keinen grünen Daumen, gerade deswegen hat mich die Sprache der Blumen seltsam gepackt. Es war interessant zu sehen, was man mit Blumen alles aussprechen kann. Vor allem, weil ich zwar Rosen verschenke, die für mich für Liebe stehen, aber gut, dass ich mich noch nicht in der Farbe vergriffen habe. Am besten hat mir “immergrün” gefallen, dass für zärtliche Erinnerung steht.

Grade weil Victoria die Sprache der Blumen so gut beherrscht, ist es die Veränderung von ihr, wenn es darum geht, sehr offensichtlich. Mir ist jedes Mal das Herz aufgegangen, wenn ich merkte sie ist zuhause angekommen: bei ihren Blumen.

Schade finde ich das Ende. Das ganz Buch über zitterte ich mit den Figuren. Wird die Liebe erwidert? Kann Victoria ihre Gefühle der Welt und Menschen gegenüber ändern? Doch dann komme ich zur letzten Seite, die ich gar nicht bemerkt habe und das Buch ist einfach zu Ende. Kein: Wie geht es weiter? Schafft sie/es/ sie alle es? Nein, die Spur verläuft im Sand wie so vieles im Leben. Ich hätte mir aber mehr gewünscht. Mehr Einblick in Victorias neues Leben.

Diese Geschichte, die so traurig ist und einen Leser mit bedrückten Herzen zurück lässt, sollte nicht so ein offenes Ende haben. Das ist nicht gut für die Leserseele.

Schade…

 
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Geschrieben von - April 4, 2011 in Romane

 

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Nicht weit vom Stamm – Oliver Uschmann

Nicht weit vom Stamm -

Oliver Uschmann

Script5, 2011

978 3 8390 0120 2

14,95 €

Oliver Uschmann bekannt durch seine HUI-Romane ( Hartmut und ich ) legt hiermit sein zweites Jugendbuch in die Regale der deutschen Buchhandlungen.

In “Nicht weit vom Stamm” geht es vor allem um Sven. Sven ist intelligent. Sven kennt die Wachstumszeit einer Kokosnuss, Sven kann Vögel beobachten und sie benennen, Sven liebt seine Schwester Lina. Aber was nützt das alles, wenn man auf die schiefe Bahn gerät und ganz unten ankommt? Gar nichts.

Unten zählt nur, dass man pöbelt, dass man laut ist, dass man andere fertig macht. Und das können Sven und seine Freunde, Frederick und Boris, ziemlich gut.

Doch plötzlich wird Sven bewusst, dass seine Schwester in Gefahr ist. Ein Stalker ist hinter ihr her und das in Australien. Was tun, wenn man viel Geld braucht und eher an der Flasche hängt?

Zugeschlagene Türen müssen geöffnet werden und man muss werden wie sein Bestsellerschreiber und Vater. Oder?

Als das Buch zur Leserunde ankam, bin ich erstmal erschrocken. Ein ganz schöner Wälzer erwartet da den Leser, ich hatte mit weniger Seiten gerechnet.

Das Cover ist einfach spitze, obwohl es sich eigenartig anfassen lässt. Es ist durchweg geriffelt. Ein kleines, liebevolles Detail könnt ihr oben im Banner sehen. In der Kettensäge steht das Wort “Chain Saw”, das mich gleich an “Texas Chain Saw Massaker” erinnert hat. Komisch, ich weiß. Von da ab, war ich dem Buch und Autor noch mehr zu getan.

Der Verlag hat sogar ein passendes Lesezeichen zum Buch geliefert:

Man kann es hinten aus der Klappbroschur heraustrennen, was ich nicht getan habe.

Die Geschichte von Sven war am Anfang für mich schwierig zu lesen. Es werden viel Kraftausdrücke verwendet und meistens geschrien und sich gekloppt. Das passt super zu Sven selbst, der sich in diesem Milieu bewegt und ein Assi ist, aber zum Lesen war es ungewohnt.

Gerade aber, da Uschmann diese Dinge so gut beschreibt, kann man sich diese Dinge gut vorstellen. Ich selbst hatte mit solchen Typen alias Sven oder Boris, bis jetzt recht wenig zu tun. Aber nach diesem Buch, weiß man ein bisschen besser, was in solchen Menschen vor geht. Eigentlich kamen sie mir immer nur etwas verloren vor, ohne Perspektive und sind deswegen so aggressiv geworden. Aber das vermute ich nur.

Oliver Uschmann pflegt einen angenehmen und packenden Schreibstil, so lange bis wir uns dem Ende nähern. Da überschlagen sich die Ereignisse derartig, dass ich manchmal nicht mehr mit kam und mir alles ein bisschen zu gestellt war. Zwar ist das Ende schlüssig, bis auf einige Kleinigkeiten, hat mir aber nicht so gut gefallen, wie der Rest. Die Kleinigkeiten möchte ich hier nicht aufzählen, weil ich nichts verraten will ;)

Der Verlauf des Lebens eines Svens ist detailliert dargestellt und verläuft alles andere als einfach. Auch diesem Blickwinkel heraus, hat der Autor alles mögliche getan um die Geschichte realistisch wirken zu lassen. So gar alte Freunde kommen nicht einfach so zurück, wenn man sie einmal hat fallen lassen.

5 Sterne, für  ein tolles Jugendbuch mit minimalen Schwächen, die aber der echten Zielgruppe nicht auffallen werden. Und etwas daraus lernen kann man auch ;) Trotz oder wegen, der großen Werbekampagne volle Punktzahl.

 
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Geschrieben von - März 9, 2011 in Jugendbücher

 

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Der Hypnotiseur – Lars Kepler

Der Hypnotiseur – Lars Kepler

Lübbe, 2010

978 3 7857 2426 2

19, 95 €

Dieser winterlichen Tage startete auf buechereule.de eine Leserunde. Kurz zuvor konnten wir Eulen, das Buch dazu gewinnen. Ich war gebannt von dem Feuerauge auf dem Cover und schrieb mich ein. Tatsächlich konnte ich am 05. Januar 2011 mit dem Buch beginnen.

Lange vorher schon, hatte ich mit Gedanken gemacht, wie das Autorenduo Kepler (alias Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril) das Buch schreiben würde.Würde ich merken, ob es einen Unterschied gibt? Aber dazu später mehr.

“Wie Feuer, genau wie Feuer.” Das sind die ersten Worte, die der Junge unter Hypnose äußert. Und es sind Worte, die Türen zu einem Albtraum öffnen…

Joona Linna übernimmt einen Fall, der eigentlich gar kein Fall für ihn ist. Denn als in einem Haus eine Mutter und ihre Tochter bestialisch ermordet aufgefunden werden, ist noch lange nicht klar, was da eigentlich passiert ist. Kurze Zeit später ist klar: Auch der Vater ist tot und wurde am Sportplatz in einer Dusche zerstückelt. Was ist da passiert? Joona Linna weiß es besser und glaubt nicht anSpielschulden… Ein Verwirrspiel mit schrecklichen Momenten gewinnt….

Gerade jetzt fällt mir auf, dass auf dem Cover steht “Kriminalroman”. Die ganze Zeit bin ich davon ausgegangen es handelt sich um einen Thriller. Und ganz ehrlich, ich habe mich zum Teil schon sehr geekelt. Durch die distanzierte und nüchterne Schreibweise der Autoren konnte ich mir manchmal viel zu gut vorstellen, wie ein Tatort aussieht oder wie die Leiche gestorben ist. So ein Gefühl, als müsste ich erst mal eine Pause machen, habe ich schon lange nicht mehr empfunden.

Ich würde dieses Buch tatsächlich nur solchen Thriller-Lesern empfehlen, die nicht zusammenzucken, wenn sehr plastisch von abgeschnittenen Armen die Rede ist.

Das Autorengespann nimmt uns mit in die Welt und das Leben von vielen verschiedenen Personen. Pluspunkt hierbei der Ermittler ist keine gescheiterte Existenz. Mein Problem war, immer wenn ich mich an die nüchterne Schreib- und Handlungsart der männlichen Personen gewöhnt hatte, kamen die weiblichen Charaktere ins Spiel. Und nun komme ich noch mal zu meiner Frage von oben. Ohne deswegen viel zu verraten, glaube ich, dass Frau Ahndrodil die weiblichen Parts geschrieben hat. Die Gefühle sind dort vielseitiger vorhanden und verwirrender, während die männlichen Protagonisten eher kühl und sachlich sind. Aber vielleicht unterschätze ich auch den weiblichen Sinn für Schockmomente und es ist genau umgekehrt.

Hat einer von euch auch dieses Buch gelesen? Was sagt ihr dazu?

Gedanklich war ich auch in den Lesepausen oft bei diesem Buch. Manche Fragen beschäftigten mich noch nach dem Kapitelende. Wird er…? Hat er…? Ist sie das? Dieser Umstand hat mir sehr gut gefallen.

Schwierig wurde es nur, als eine Person seine Vergangenheit erzählt und man nicht ganz verfolgen, konnte wem oder wie er das nun berichtet.

Zum Schluss muss ich noch einmal etwas bemängeln, dass ich immer wieder bei Büchern beobachte. Es ärgert mich bei jedem Buch, aber vor allem bei Büchern, die doch recht teuer sind. Ich habe Rechtschreibfehler gefunden. Zwar halten diese sich in Grenzen (bei der Seitenzahl), aber ärgerlich ist es schon. Jedes Mal kam ich aus dem Lesefluss heraus und habe mich erst mal aufgeregt.

Alles in allem verteile ich drei – vier Bücherpunkte. Der Kriminalroman ist solide geschrieben und verwirrt auf seine eigene Art, die wiederum fesselt. Manchmal hätte ich mich ausgewogenere Gefühlsverteilung gewünscht.Schweden haben eine eigene Art zu schreiben und manchmal erinnerten sie mich an Arnaldur Indridason.

 
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Geschrieben von - Januar 11, 2011 in Krimi, Leserunde, Thriller

 

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Leserunde zu Richard Laymon “Die Insel”

Laymon, Richard:

Die Insel

Heyne Verlag, 2006

Kurzbeschreibung:

Acht junge Urlauber, die sich nach der Explosion ihrer Jacht auf einer einsamen Südseeinsel wiederfinden, fernab jeder Zivilisation. Was wie ein unerwartetes Abenteuer beginnt, entwickelt sich zu einem Alptraum: Als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war….

Meine Meinung:

Die Leserunde begann am 13.03.2010 und stand eigentlich unter keinem guten Stern.  Ich hatte sie nämlich schlicht weg vergessen und bin lesetechnisch eigentlich grade völlig überfordert.

Trotzdem habe ich dann noch mit dem Buch angefangen, immerhin steht es schon lange in meinem Regal.

Rupert schreibt in Tagebuchform ab dem ersten Tag ihres Unglücks. Eigentlich sollte es eine gemütliche Reise werden, auf der Rupert mit seiner Freundin Connie, deren Eltern und ihren beiden Halbgeschwistern, Thelma und Kimberly, etwas Spaß hat und Sonne tankt. Aber irgendwie geht alles schief! Als sie zusammen auf einer Insel picknicken wollen, explodiert ihre Yacht und mit der auch Wesley, der Mann von Thelma. Wie sollen sie nun wieder nach hause zurück kommen? Die Gruppe entschließt das Beste daraus zu machen.

Doch dann wird der Mann von Kimberly ermordet und jeder der übrig gebliebenen bekommt Angst….

Leider ist Rupert ein Mann. *lach* Wäre er keiner, wäre mir einiges erspart gebliben, denn Rupert ist (entschuldigung) notgeil. Dauernd beschreibt er die Frauen bis ins kleinste Detail und möchte am liebsten mit jeder schlafen. Das stört am Anfang schon ein bisschen vor allem weil Rupert schnell den roten Faden beim Tagebuch schreiben verliert.

Naürlich gibt es auch Vorteile, sonst wäre ich nicht nach nur drei Tagen schon fertig mit der LR. Laymon hat einen flotten Schreibstil, der leicht zu lesen ist. Überflüssiges lässt er einfach weg und wichtig Dinge kann er gut auf den Punkt bringen. Im ersten Teil ist das Buch nur mäßig unheimlich und eklig. Da habe ich schon schlimmere Romane von ihm gelesen (z.B. Der Keller). Zum Ende hin wird es dann ein bisschen blutiger, aber das lässt sich noch gut verkraften.

An sich ein guter Laymon, aber hätte ich ihn ohne Leserunde lesen sollen, wären noch einige Monate ins Land gegangen.

Leserunden haben einen Vorteil: Sie sind wie ein Fußtritt in meinen lesenden Allerwertesten!



 
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Geschrieben von - März 16, 2010 in Bücher, Horror, Leserunde

 

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