RSS

Schlagwort-Archive: Humor

Blutsbande – Jinks

Blutsbande

Bekenntnisse einer Vampirin

Cathrine Jinks

Dtv, 2009

978 3 423 247795

12, 90 €

Mal ein gegenteiliges Vampirbuch lesen? Sie sind nämlich nicht schön, sexy und glitzern in der Sonne. Ihnen ist schlecht, wenn sie Blut trinken. Sie kotzen wie wir und fallen in eine Art Koma, wenn die Sonne aufgeht. Das Leben eines Vampirs ist erstrebenswert? Nicht für Nina, die unfreiwillig gebissen wird, später Werwölfe kennen lernt und sich von Meerschweinchen ernährt! Und das geht auch nur mit Vitamintabletten.

Aha, nun haben wir alle etwas Neues gelernt. Oder etwa nicht? Cathrine Jinks machte auf sich aufmerksam mit ihrer Reihe “Teuflisches Genie”, aber da biss ich mir die Zähne dran aus. Also sollte es etwas witziges sein! Was kann man an einem Vampir-Verarsch-Buch schon verkehrt machen?

Letztendlich ist es auch nicht der Schreibstil, der mir Kopfschmerzen bereitet hat, sondern die holprige Handlung, die eigentlich keine war. Schnell gelesen waren die Kapitel und es kamen immer neue dazu, ein Fass ohne Boden und etwas habe ich auch nur quer gelesen. Es ist so absurd, dass ich es nach zwei Kapiteln schon nicht mehr witzig fand.

Warum? Die meisten Dinge, die wir uns vorstellen, nimmt die Autorin aufs Korn. Das ist nicht schlimm, aber es schon im ersten Kapitel zu tun ist schwierig. Was soll später noch passieren? Worüber soll ich lachen, wenn alles wichtige schon gesagt wurde? Und tatsächlich dreht sich die Handlung nachher im Kreis. Irgendein Vampir wird getötet und plötzlich sind alle in Panik. Aber da Vampire Weicheier sind und nicht schnell laufen oder doll schlagen können, versuchen sie es mit Diplomatie, Kidnapping und einfach nur reden.

Irgendwann habe ich nicht mehr gelacht und viel zu früh wurden die Gespräche platt und langweilig. Ich weiß, was ich nie wieder mache: Eine Verarsche lesen, die Humor haben soll oder sarkastisch sein soll.

 
Leave a comment

Geschrieben von - September 22, 2011 in Fantasy

 

Schlagwörter: , ,

Liebe Frau Piepenkötter,

hier schreibt Ihnen Dr. Erwin Kleinlich, Lehrer in Pension. Ich hätte zu gegebenen Anlass auch einen Leserbrief in unserer wunderbaren Zeitung veröffentlicht oder Bob Winter gebeten, aber der abgehalfterte Kerl bekommt schon große Kuhaugen bei ihrem Namen. Dann erwähnte ich noch den Hodscha und er nahm die Beine in die Hand und floh.

 

Ja, seit der Hoscha in der Stadt ist, finde ich es nicht sehr erbaulich, was sie mit unserem Städtchen anstellen, Frau Pipenkötter. Muss die ganze Aufregung den sein so kurz vor der Wahl? Nur noch zweiundvierzig Tage bis zur Wahl und ich darf mir überlege ernsthaft, ob ich überhaupt noch zur Wahl gehen soll? Ich, Pipenkötter, der schon im 1.Weltkrieg zur Wahl gegangen ist, der niemals einen Knick in den Wahlzettel macht. Bei uns im Städtchen war IMMER ALLES in Ordnung. Sie hatten einen Gegenkandidaten, wir hatten eine freie Partei und sie haben gewonnen. Das war rechtmäßig und nun verschaukeln sie uns mit ihrer Verständigung unter den verschiedenen Kulturen.

Wollen sie uns armen Bürger etwa vorwerfen, dass wir kein Gemüse beim Türken kaufen? Das ich iranische Kinder nicht unterrichtet habe? Vielleicht nicht sachgemäß? So geht das nicht Frau Pipenkötter!!!! Wir Bürger haben alles getan und jetzt kommen sie uns mit diesem Moscheebau mit Gebetsruf?  Soll doch einer vom Dach rufen, meinetwegen alle fünf Minuten. Schlimmer ist, dass mein Toilettenwasser nicht richtig abläuft und das mein Arzt Rezeptgebühr will. Kümmern sie sich mal um das richtige Leben Frau Piepenkötter oder um die Lateinnote ihres Sohnes (ich habe immer noch Kollegen in der Schule, was ich da alles höre)

 

Sie sind zuerst Mutter, dann Politikerin!Ich muss mich schon über die Weltwirtschaft und Berlin ärgern, da will ich hier wenigstens meine Ruhe und nichts mit Kulturen am Hut. Ich esse meinen Joghurt und ich mache soviel Kultur wie ich will.

 

Herzlichst,

E. Kleinlich

 

Anmerkung der Veröffentlichungsplattform: Der Brief wurde uns anonym zugespielt. im Städtchen von Frau Piepenkötter und dem Hodscha, regiert sie momentan mit starrer Hand die Pressfreiheit. Wir sagen nur: Tricksen,Tarnen, Täuschen. Ein Buch, dass auf Satire und Humor beruht. Also keine Angst, hier wird jeder akzeptiert. Eine Lesestündchen werden sie erheitert, dass können sie opfern. Tipp von Bob Winter, Lokalredakteur: Sollten sie die Piepenkötter sehen: Laufen oder eine Flasche Rotwein auf den Tischstellen. Sehen sie den Hodscha: Laufen und auf kein Gespräch einlassen!

 

Als weitere Lektüre empfehlen wir:

Rowohlt Polaris, 2011, 3862520153, 13,95 €

 
1 Comment

Geschrieben von - August 17, 2011 in Besonderheiten

 

Schlagwörter: , , ,

Sissi, die Vampirjägerin – Claudia Kern

Sissi, die Vampirjägerin – Claudia Kern

PaniniBooks, 2011

978 3 8332 2254 2

Wer kennt sie nicht: Sissi. Ich gebe zu: Ich liebe sie. Sie ist mein Laster. Egal, ob die Filme mit Romy Schneider, egal ob Bücher, Fotos oder Wien selbst (Traumurlaubsziel), es gibt nichts,was ich nicht gesehen habe. Natürlich musste ich also dieses Buch auch ausprobieren.

Wien im 19. Jahrhundert, auf den ersten Blick ist Sissi das unbeschwerte Mädchen mit ihrer Schwester Néné und ihren Brüdern. Die Zeit stimmt, der Ort, Possenhofen, kommt einem bekannt vor, kurz: Man fühlt sich zuhause! Aber dann schleichen sich erste witzige Momente ein. Sissi lernt mit einem Beidhänder zu schießen? Néné kann eine Bombe basteln? Da ist was im Buch! Und zwar eine Verschwörung. Denn der ganze Hochadel wird von Vampiren gestellt, Kaiser Franz ist einer von Ihnen. Nicht jeder weiß darüber Bescheid, aber Sissis Papa kämpft an vorderster Front.

Doch wie wir alle wissen, verliebt sich Franz in die Sissi. Was nun? Sie kann doch noch nicht mal das Hofzeremoniell. Und Vampire sind doch ganz kalt ( auch im Bett ;) )… Nicht nur, dass diese kleinen Probleme vorhanden sind, nein es kommen auch noch Gefühle ins Spiel…..

Vorab: Nehmt das Buch  nicht so ernst, ansonsten hat es keine Chance mit seinem morbiden Charme zu überzeugen.

Am Anfang orientiert sich Claudia Kern noch sehr stark an den geschichtlichen Daten und man kann so die Geschichte gut verfolgen. Vieles kommt einem bekannt vor, irgendwo hat man schon einmal davon gehört. Im späteren Verlauf allerdings, biegt sie sich einige Dinge zurecht und lässt einige geschichtliche Begebenheiten einfach weg. Das ist mitunter zwar sehr schade, aber nachvollziehbar, da das Buch nicht ernst gemeint ist und nicht jeder Fitzel wiedererkannt werden muss.

Das ganze Buch ist sehr locker geschrieben und wird noch zusätzlich durch kursive Texte am Anfang jedes Kapitels interessant gestaltet. Denn in diesen Texten erfährt man mehr über die Geschichte und Mythen der Vampire.

Leider, und das war mein Problem, werden die Witze schnell alt. Man lacht einmal weniger und irgendwann sitzt man nur noch da und liest das Buch “einfach” zu Ende. Der Reiz des Neuen kann nicht die ganze Zeit aufrechterhalten werden. Zu dem überreizt sie am Ende ziemlich meine nerven. Plötzlich muss alles passend gemacht werden und eine Sache auf die man immer gewartet hat, tritt nun endlich, aber sehr unpassend, ein.

Ein Buch, dass durch Originalität zwei Bücherpunkte verdient hat und einen für die doch geschichtliche Festigkeit mit der es trotzdem aufwartet.

 
1 Comment

Geschrieben von - August 3, 2011 in Horror

 

Schlagwörter: , ,

Alaskan Royals – Mary Janice Davidson

Alaskan Royals 1 & 2

Aus versehen Prinzessin

Einfach königlich

Mary Janice Davidson

Lyx, 2010 & 2011

je 8, 95 €

Im ersten Band der Reihe begegnen wir Christina, die ein ziemlich großes, dreistes Mundwerk hat. Ohne Job und ohne Perspektive, landet sie in Alaska. Die Autorin hat Alaska kurzerhand zu einem eigenen Land mit Königshaus gemacht und genau diesen König lernt Christina kennen.

Sehr ungewöhnlich ist, dass dieser nun versucht seinem Sohn Christina schmackhaft zu machen, denn der soll bald heiraten.

Was sich sehr absurd anhört, bleibt auch das ganze Buch über sehr absurd. Christina ist ein Charakter, den man entweder für seine “Schnauze” liebt oder der dem Leser ziemlich schnell auf den Senkel geht. Ich selbst war schnell genervt und las einige Seiten sehr schnell. Trotzdem ist unverkennbar, dass die Autorin einen gewissen Witz und Charme versprüht, der vor allem durch andere Figuren, wie den witzigen König oder Jenny, die Frau für das Hofzeremoniell, sichtbar wird.

Eigentlich dreht sich dieses Buch nur um die Vielleicht-Hochzeit des Sohnes und Christina. Aber als ich am Scheidepunkt der Geschichte angekommen war, musste ich noch einige Seiten hinter mich bringen. Nun ja, was konnte da noch passieren? Stimmt! Es fehlte noch der Aufhänger für den nächsten Band, der mir prompt auf spaßige Weise geliefert wurde. Leider konnte ich mir nicht vorstellen, dass ein zweites Buch wieder so gefüllt werden konnte, dass es zu einem zweiten Band reicht, aber Frau Davidson belehrt mich in dem sie den Fokus  auf eine andere Person legt.

In “Einfach königlich” steht Alexandra im Mittelpunkt. Soviel kann ich verraten, ohne dass ihr den Inhalt erraten könnt. Aber im Prinzip spiegelt das zweite Buch den Inhalt des ersten wider.

Leider werden die Witze immer flacher und wo im ersten Band die kurzen, knackigen Wortwechsel für Lachen und Spannung sorgten, nehmen nun lange, langweilige Dialogen ihren Platz ein. Auch hier habe ich ein bisschen gelacht, aber seltener als in “Aus versehen Prinzessin”. Die expliziten Betthupferlszenen sind auch wieder vorhanden und was im ersten explizit ausgespart wurde, wird hier nun präsentiert.

Mein Fazit zu einer Serie, die ich nicht gebraucht hätte: Man vertreibt sich die Zeit, lacht einige Male, aber im Gedächtnis bleiben diese Geschichten samt Personen leider nicht. Dem ersten Band würde ich noch drei Bücherpunkte geben, da der zweite aber sehr absackt, bekommt dieser nur zwei Bücherpunkte.

&

 
1 Comment

Geschrieben von - Juli 12, 2011 in Fantasy

 

Schlagwörter: , ,

Der ultimative Ratgeber für alles – Dieter Nuhr

Der ultimative Ratgeber für alles – Dieter Nuhr

Lübbe, 2011

12, 99 €

978 3 7857 6055 0

Dieter Nuhr, einer der wenigen Comedian über die ich lachen kann, legt hier einen wahrhaftigen Ratgeber vor. Ultimativ nennt er ihn und das ist (fast) gar nicht gelogen. Egal, ob es um den Weltuntergang geht, um Normen oder um die Antike, immer hat er einen bissigen Scherz auf den Lippen.

Nun hat er in neun Kapitel gezeigt, dass es zwar schwierige Dinge im Leben gibt, ABER es gibt auch immer eine Lösung, einen Ratschlag oder nötigerweise die Anleitung zum Lachen. Klar, dass ich nicht über jeden bissigen Spruch lachen konnte und es manchmal der Herr Nuhr auch übertreibt. Aber letztendlich können wir halt nicht über alles Lachen und unser Humor ist verschieden.

Und ganz nebenbei erfährt man unglaubliche Dinge, dass nennt man ungeheures Wissen, gut portioniert. Schließlich merkt man sogar, dass Dieter Nuhr früher einmal Lehrer war und Dinge gut erklären kann ;)

Zu erwähnen ist noch, dass die Bilder super sind und es auch toll ist, wenn man im Buch über Anstreichungen stolpert oder “handgeschriebene” Notizen.

Falls hier jemand einen wirklichen Ratgeber erwartet, kauft man lieber nicht das Buch. Hat jemand aber schlechte Laune, jetzt gerade oder später, oder geht es jemandem wie mir, wenn irgendetwas nicht klappt und man dann brastig wird, der sollte dieses Buch kaufen und natürlich lesen.

Als Ergänzungen zu den anderen Büchern von und mit ;) Dieter Nuhr gehört “Der ultimative Ratgeber” unbedingt dazu. Ich vergebe vier Sterne, da mir nicht alle Sprüche gefallen habe, aber da kann ja jeder selbst urteilen. Zumal man über ein Buch aus der Abteilung Humor recht wenig sagen kann, ich sollte schließlich nicht versuchen seine Witze nachzuerzählen. Das würde auch nicht witzig sein! ;) Lest also selbst und kommt zum Lachen aus dem Keller raus ;)

 
Leave a comment

Geschrieben von - Juni 19, 2011 in Sachbuch

 

Schlagwörter:

Zwei Bücher – Ein Vergleich

Es gibt sie immer wieder. Das Buch zum Buch. Was ich meine? Es gibt “Harry Potter” und Monate später einen “Barry Trotter”. Es gibt ” Bis(s) zum Morgengrauen” und “Bis einer weint”.

Nun begab es sich, dass mein Freund vor einiger Zeit fragt: ” Was ist dran an Thilo Sarrazin?” Und ich fragte: ” Was ist dran an “Sara Zinn”?

                                                                                         Deutschland schlafft ab

Sara Zinn

Riva, 2010

978-3868831283

14 , 95 €

Deutschland schafft sich ab

Thilo Sarrazin

DVA, 2010

978-3421044303

22, 99 €

Durch die Medien wissen wir nur zu gut, was Herr Sarrazin in seinem Buch erklärt/erzählt/ verspricht und bricht. Aber ist dieses Buch tatsächlich so Massen tauglich und muss es jeder lesen?

Das, Deutschlands Zukunft nicht immer rosig aussieht, kann sich jeder denken. Sarrazin kommt mit statistischem Material daher, zu dem er durch seinen ehemaligen Posten, guten Zugang hatte. Das zu verwerten ist nicht immer einfach und die Erkenntnisse auch noch einfach und verbindlich darzustellen, ist umso schwieriger. Mit vielen Tabellen versucht er uns klar zu machen, was passiert mit Deutschland, wenn die Geburten zurück gehen und die Unterschicht wächst. Aber was tun? Wenn es Menschen wie meinen Freund und mich gibt, die einfach keine Kinder wollen? Und warum sind alle gleich doof und werden in diesem Buch “über einen Kamm” geschert?

Einige Sätze und Erkenntnisse stimmen und sind nachvollziehbar. Einiges erinnert an eine Zeit, die wir lieber nicht wieder aufleben lassen wollen. Eine Meinung zu haben, ist eine Sache, sie so zu vertreten wie Sarrazin, eine andere.

Aber warum brauchte man zu so einem Buch noch eine Persiflage? Ist es nicht genug das Original zu haben? Ich habe mich dem witzigerem Buch von beidem gewidmet. Ich hoffe, dass lässt nun nicht auf mein Interesse an Politik schließen oder auf meinen Geisteszustand.

Optisch gesehen, sehen sie doch aus wie Zwillinge oder? Oder großer Bruder, kleine Schwester? Sara Zinn ist hier eine Dame/Herr mit Kopftuch, die doch tatsächlich mal ihre ganz, eigene Meinung kundtun will. Soll sie doch, hat Herr Sarrazin schließlich auch. Nur, und das ist ein gewaltiger Unterschied, ich musste manchmal laut lachen. Denn sie sagt die Wahrheit: Oder findet ihr nicht, dass es am Flughafen ganz schön teuer ist? Und das an allem eh die Ausländer schuld sind ;) ? Hier verweise ich noch mal an das Kopftuch und ich unterstreiche, dass ich nur lachte und nicht mit Sara Zinn einer Meinung bin. Aufgelockert wird das ganze durch verheerende Statistiken und schrullige Passagen, eines wirren Geistes.

Ist es nun eine Kampfschrift gegen Sarrazin? Muss ich/ kann ich es ohne das andere Buch lesen? Ja man kann, denn es ist einfach nur dazu da, zu lachen. Über Deutschland, unsere Probleme und viele Statistiken. Das macht zwar die Probleme nicht wett, aber es lockert auf und nimmt auf den Arm.

Wer mal über ernste Themen lachen möchte, ist hier genau richtig und so vergebe ich hierfür vier Sterne und das andere Buch? Nun ja, drei Sterne.

 
1 Comment

Geschrieben von - Mai 10, 2011 in Sachbuch

 

Schlagwörter: , ,

Wir tun es für Geld – Sachau

Wir tun es für Geld – Martin Sachau

978 3 548 28144 5

8,95 €

Ein lustiger Roman, eine gute Story laut Klappentext: Lukas heiratet seine Mitbewohnerin. Nein, nicht aus Liebe, sondern aus Gründen der Steuersparsamkeit. Aber was passiert, wenn plötzlich in die Nebenwohnung ein Finanzbeamter einzieht? Lukas Arsch geht auf Grundeis, wenn die Ehe auffliegt sind sie beide dran!

Aber wie Ehe spielen, wenn man nur Streit hat und sich gar nicht wirklich mag? Schlimmer noch, Ekkehard möchte als Finanzbeamter und Freund in einer Person, die Ehe retten bevor sie den Bach runter geht.

Ich hatte soviel erwartet und wurde bitter enttäuscht. Zwar ist die Grundidee witzig und hat bestimmt Potenzial, aber streckenweise ist es einfach nicht gut umgesetzt worden. Die Geschichte schleppt an einigen Stellen so sehr, dass ich eine lange, lange Pause brauchte um mich dann zum Lesen wieder aufraffen zu müssen.

Das ewige Reden über Hifi-Anlagen und Jazzmusik machte es nicht besser. Was interessieren mich alte Anlagen von Annodazumal, wenn ich etwas witziges zwischen Lukas und Ines interessiert?

Der Klappentext verspricht etwas anderes als mir geboten wird und das ist schade. Außerdem kannte ich die genannten Jazzmusiker kaum und fühlte mich oft in einem Lehrfilm für Musik.

Das erste Buch von Herrn Sachau hat mich zum Lachen gebracht, dieses leider nicht. Oder ich habe einen anderen Humor. Seichte Unterhaltung, mit kitschigem Ende.

Ich betone, es war nichts für mich, muss aber nicht jedem so gehen.

 
1 Comment

Geschrieben von - März 4, 2011 in Romane

 

Schlagwörter: , ,

Es ist schräg, es ist schrill, es ist Toni Mahoni!

Hier wohnt Toni Mahonis Angebetete . Diese soll mit    nach Rügen, einfach mal raus, einfach mal kuscheln.

“Aber Mahoni, det wird was ohne Stress, ne? Dat is besser    so!” Na gut, Mahoni stellt das Kuscheln zurück, aber    ohne  Stress geht’s trotzdem nicht. Denn Bademantel-  Aktivistin    Peggy Maschke stürmt in jeden Laden und  macht ihn  fertig, DAT is wahr!

Leider ist man irgendwann wieder zuhause in Berlin, aber da warten weiter Kapitalismuskritik, Arbeitsplatzsuche, Besuche im Vatikan: “Ne, dat is der Bene, nich ne?”, oder/ und vor allem die WG-Jungs auf Peggy und Ton.

Ich rufe nur: ” Frauen in der Kirche werden unterdrückt, gebratene Störche an die Macht!”

Gebratene Störche – Toni Mahoni

Galiani, 2010

978 3 86971 009 0

14, 95 €

Es ist abgefahren und völlig strange! Ich dachte nicht, dass ich das mal über ein Buch schreiben würde. Ich habe während des Lesens kaum nachgedacht, ließ mich einfach ins Berlinern herab ziehen und lebte 253 Seiten, mit diesem schrillen Typen Toni. Eine Menge versteckter Anspielung sind zu finden, eine Menge witzige und passende Bilder, kreuzten meinen Weg.

Erst hatte ich bedenken, dass mich der Dialekt stört oder die Geschichte mit zu aufgeblasen erscheint, aber wahrscheinlich ist es wirklich ein Stück Leben, dass ansatzweise irgendwo so passiert. Na, ich denke mal bei Herrn Mahoni, wa?

Einziger Kritikpunkt: Der Klappentext ist sehr lang und steht mit weißer Schrift auf Türkisch/orange dreckig. Das lest sich nicht nur schlecht lesen, sondern ist auch des Textes nach ein schlechtes Aushängeschild für den ersten Eindruck. Ich will nicht erst ein ganzes Buch auf dem Deckel lesen, sondern erst später.

 
1 Comment

Geschrieben von - Februar 18, 2011 in Romane

 

Schlagwörter: , ,

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 1,076 other followers